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Skills 4 Future: Warum dich Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, aber eine Gruppenreise nicht


Einfach nur reisen oder Arbeiten im Ausland nach dem Abi – das sind die beiden Optionen, die du als Abiturient*in hast, wenn du nach dem Schulabschluss in die Welt starten willst. In beiden Fällen kommst du nach all den Schuljahren endlich raus von Zuhause, siehst fremde Länder und lernst im Idealfall neue Menschen kennen.

Doch es gibt einen entscheidenen Unterschied darin, ob du dir nun eine Gruppenreise für deine Zeit nach dem Gymnasium aussuchst oder dich für Arbeiten im Ausland nach dem Abi entscheidest. Denn ein Job im Ausland nach dem Abi stattet dich mit Fähigkeiten und Skills aus, die dich fit machen für dein zukünftiges Berufsleben in Deutschland oder sonst wo auf der Welt.

Ein Job im Ausland nach dem Abi wertet deinen Lebenslauf auf, bringt dich als Person voran und ist deine Eintrittskarte in Vorstellungsgespräche, deinen ersten richtigen Job oder sogar deinen späteren Studienplatz – so war es zumindest bei mir.

Eine Gruppenreise leistet all das nicht. Sie fordert dich weder heraus, noch stattet sie dich mit den Skills aus, die dich beruflich und persönlich weiterbringen. Welche Skills das genau sind, sehen wir uns übrigens hier gleich an, also stay tuned!

Doch vielen Schulabgänger*innen ist eben dieser essentielle Unterschied nicht klar, weshalb Gruppenreisen mit fancy Titeln wie „Finde dich selbst und tue dabei Gutes in der Welt“ oder „Rette den Planeten, irgendwo auf Bali“ leider als Auslandsaufenthalt nach dem Abi Hochkonjunktur haben. Warum „leider“? Weil eine Gruppenreise nach dem Abi eine vertane Chance für dich und deinen Start ins Berufsleben ist – und eine recht teure noch dazu.

Warum es generell wichtig ist, dass du zwischen Schule und Studium eine Auszeit nimmst und zwar vor allem dann, wenn du keine Ahnung hast, wo es dich beruflich oder in Sachen Studium einmal hinführt, habe ich bereits in meinem Artikel Mission Happiness: 6 Gründe, warum du eine Auszeit nach dem Abi nehmen solltest dargelegt. Klick dich direkt im Anschluss rein, wenn du den Artikel noch nicht kennst.

In diesem Artikel geht es nun darum, wie dir ein Job im Ausland nach dem Abi dabei hilft, dich als Person weiterzuentwickeln und deine Skills auszubauen. Außerdem sehen wir uns an, warum dir ein Jahr Arbeiten im Ausland entscheidende Vorteile als Berufseinsteiger*in gegenüber Mitbewerbern verschafft und wieso genau das eine Gruppenreise eben nicht leistet.

Ziel dieses Artikels ist, dass du am Ende weißt, was die Arbeitswelt eigentlich von dir erwartet und warum es so wichtig ist, dass du ins Ausland nach dem Abi gehst, um dort primär Jobluft zu schnuppern. Reisen geht dabei übrigens auch ganz easy nebenbei.

Arbeiten im Ausland nach dem Abi heißt nämlich nicht, dass das Reisen komplett zu kurz kommt. Ziel ist es, das Reisen clever mit dem Job im Ausland zu kombinieren. So habe ich es in meinen sechs Auslandsjahren übrigens auch immer gemacht und jede Menge von der Welt gesehen.

Wir sprechen hier also von Auslandsaufenthalten, die Arbeitserfahrung und berufliche Orientierung ermöglichen, wie zum Beispiel Work & Travel, Auslandspraktika und Freiwilligenarbeit im Ausland. Au Pair gehört auch dazu, ist jedoch kein Programm, das ich persönlich empfehlen würde, um selbständig zu werden. Bei Au Pair bist du einfach viel zu stark in Abhängigkeit von deiner Gastfamilie und kannst nur sehr eingeschränkt eigene Erfahrungen machen. Au Pair bringt dich also nur bedingt weiter – persönlich wie beruflich.

Solltest du nach diesem Artikel noch Fragen haben, weil du ein Auslandsprogramm im Internet gesehen hast, bei dem du unsicher bist, ob es sich für dich lohnt und ob es dich persönlich und beruflich weiterbringt, dann habe ich was für dich! Buche dir einfach dein kostenloses Kennenlernen mit mir, Julia! In 20 Minuten kannst du mir all deine Fragen stellen oder einfach nur hi sagen und das vollkommen unverbindlich. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon, dich kennenzulernen!

Übrigens: Wenn du bei der Frage „Arbeiten im Ausland oder Gruppenreise?“ die richtige Entscheidung triffst, dann ist das nicht nur aus beruflicher Sicht clever, sondern auch extrem finanzschlau. Also, los geht’s!

Skills 4 Future: Welche Kompetenzen die Arbeitswelt von dir erwartet

Die Tage bin ich über eine ziemlich spannende Studie im Netz gestolpert. In der Studie geht es um die „Bedeutung von Auslandserfahrung für den Karriereerfolg von Hochschulabsolvent*innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt“. Klingt erstmal sperrig, ist es aber gar nicht.

Denn die Frage, die in dieser Studie erörtert wurde, ist eigentlich ziemlich klar: Haben Bewerber*innen mit Auslandserfahrung (also Auslands-Arbeitserfahrung oder Studienerfahrung) bessere Chancen beim Berufseinstieg und auch später bessere Karrierechancen als solche, die keinen längeren Auslandsaufenthalt im Lebenslauf haben? Werden sie von Arbeitgeber*innen bevorzugt eingestellt und promotet? Und wenn ja, warum? Zu dem Thema interviewt wurden jede Menge Personalverantwortliche aus verschiedensten Unternehmen der freien Wirtschaft.

Die Studie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Kooperation mit dem DAAD durchgeführt, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der unter anderem deutsche Studierende unterstützt, die zum Studieren ins Ausland gehen wollen. Auch ich habe übrigens meinen Master in Sydney mit dem DAAD durchgeführt und deshalb für das komplette Studium keinen Cent selbst bezahlt. Wie das geht – dazu ein andermal mehr.

Das Ergebnis der Umfrage unter den Personalverantwortlichen ist ziemlich eindeutig. Sowohl für den Berufseinstieg, als auch für den späteren Karriereverlauf von Akademiker*innen spielt ein längerer Auslandsaufenthalt nach dem Abi oder während des Studiums aus Firmensicht eine wichtige Rolle. Denn an den Auslandsaufenthalt sind persönliche und soziale Kompetenzen geknüpft, die von Personalverantwortlichen nicht nur gewünscht, sondern in der Arbeitswelt von heute unabdingbar sind.

Was heißt das konkret? Wer eine längere Zeit im Ausland war, entweder zum Arbeiten oder zum Studieren, dem werden von Arbeitgeber*innen automatisch eine Reihe von sozialen Kompetenzen zugeschrieben. Warum? Weil das eben Kompetenzen und Skills sind, die du bei einem längeren Auslandsaufenthalt entwickeln wirst. Aber Achtung: Wir sprechen hier von einem Auslandsaufenthalt von sechs Monaten Minimum. Besser sind zwölf oder länger – nach oben hin gibt’s tatsächlich keine Grenze.

Wir sprechen hier auch von einem Aufenthalt, bei dem nicht das bloße Reisen, sondern das Studieren oder das Arbeiten im Ausland im Vordergrund steht. Und wir sprechen von Aufenthalten, bei denen du richtig in die Kultur eines Landes und seiner Menschen eintauchst und nicht in einer Bubble von Deutschen verhaftet bleibst.

Schon an diesem Punkt hast du wahrscheinlich eine Ahnung, warum dich die Gruppenreise nach dem Abi beruflich nicht weiterbringt. Aber bevor wir hierauf im Detail eingehen, sehen wir uns erstmal an, was die Top 5 der Skills und Kompetenzen sind, auf die Arbeitgeber*innen Wert legen und warum sie genau diese Kompetenzen in Bewerber*innen mit einer längeren Auslandserfahrung wiederfinden.

Skill 1: Kommunikationsfähigkeit

Über 90% der in der Studie befragten Personaler*innen gaben an, beim Einstellungsprozess darauf zu achten, dass sich Bewerber*innen sowohl unter Kollegen innerhalb der Firma, als auch außerhalb mit Kunden und Partnern angemessen verständigen und ausdrücken können. Wir sprechen hier von einer sehr guten und angemessenen Ausdrucksweise und sehr guten Skills in der Gesprächsführung im Deutschen, aber nicht nur.

Denn Ergebnis der Studie war auch, dass Englisch für Akademiker*innen eine notwendige Bedingung beim Jobeinstieg ist. Ja, richtig gehört. Salonfähiges Englisch wird in der Arbeitswelt von heute vorausgesetzt – beim Berufseinstieg wie auch später. Oft werden Interviews, also Vorstellungsgespräche, auch direkt auf Englisch durchgeführt, obwohl du dich bei einem deutschen Unternehmen bewirbst. Und schon hier trennt sich bei den Jobanwärtern die Spreu vom Weizen, wie man so schön sagt.

Denn schon an diesem Punkt wird der Personalverantwortliche merken, ob du dich während deines Auslandsaufenthaltes mit Internationals auf Englisch unterhalten oder mit Deutschen Deutsch gesprochen und dein Englisch absolut gar nicht vorangebracht hast.

Skill 2: Selbständigkeit

Ebenfalls mit über 90% haben Personalverantwortliche angegeben, dass sie bei Bewerber*innen auf Selbständigkeit als Kompetenz achten. Und auslandserfahrene Berufseinsteiger*innen werden generell als eigenständiger wahrgenommen als Bewerber*innen ohne Auslandserfahrung, so das Ergebnis der Studie.

Gerade für Akademiker*innen, die im Karriereverlauf oft Führungspositionen bekleiden sollen, sei eigenständiges Entscheiden und die Fähigkeit, selbständig Lösungen für spontan auftretende Herausforderungen zu finden, essentiell. Auch diese beiden Fähigkeiten sind eng an einen Auslandsaufenthalt mit Arbeit oder Studium geknüpft.

Denn Selbständigkeit ist eine der Fähigkeiten, die du zwangsweise und extrem schnell erlernst, wenn du dich für Arbeiten im Ausland nach dem Abi entscheidest. Und zwar dann, wenn du dir deinen Aufenthalt selbst organisierst, dich selbständig um Unterkunft, Freizeitgestaltung und das Finden neuer Freunde kümmerst. Kurzum: Wenn du vor Ort etwas tust, das deine Selbständigkeit fördert und du dir nicht von Mittagessen bis Wochenendausflug alles auf dem Silbertablett präsentieren lässt.

Skill 3: Problemlösefähigkeit

Auf Platz 3 mit 88,7% wurde von Personalverantwortlichen die Problemlösefähigkeit als erwünschte Kompetenz bei Mitarbeitern genannt. Bei Bewerber*innen für Jobs wird aus Unternehmenssicht also darauf geachtet, dass sie sich von auftretenden Hürden oder unvorhergesehenen Situationen nicht aus dem Konzept bringen lassen, sondern praktikable Lösungen für spontane Probleme finden.

Auch diese Kompetenz sehen Personalverantwortliche primär bei Bewerber*innen mit Auslandserfahrung. Denn wer einen längeren Auslandsaufenthalt hinter sich hat, der hat automatisch gelernt, flexibel zu handeln und Probleme aus der Welt zu schaffen. Denn prinzipiell gilt: Im Ausland kommt generell alles anders als erwartet.

Heißt, dass du beim Arbeiten im Ausland nach dem Abi mit Herausforderungen konfrontiert wirst, mit denen du nie gerechnet hättest – und genau dann eben praktikable Lösungen finden musst. Und zwar über sprachliche und kulturelle Hürden hinweg. Sei es im Büro mit deinen Kolleg*innen unterschiedlicher Herkunft oder in Projekten, an die jeder aufgrund seiner eigenen kulturellen Erfahrungen anders herangeht.

Oder sei es der Bus, der im chinesischen Hinterland plötzlich ganz woanders hin fährt, als du dachtest, weil du die Umleitungsschilder nicht lesen konntest. Oder der Geldautomat in Indien, der dir einfach keine Scheine geben will und du ohne Taxigeld stuck bist in the middle of nowhere. Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele nennen, aber ich denke, du weißt, was ich meine.

Was ich damit sagen will: Wer nach dem Abi zum Arbeiten ins Ausland geht, der erlernt Problemlösefähigkeit als Kompetenz sehr früh im Leben. Auch Personalverantwortliche wissen das – weshalb sie Bewerber*innen mit Auslandserfahrung im Lebenslauf häufiger den Zuschlag für einen Job geben als anderen.

Skill 4: Offenheit für Neues

Auf Platz 4 mit 88,1% haben Arbeitgeber*innen genannt, dass sie Bewerber*innen für ihre Stellen suchen, die offen sind für Neues. Und das ist auch gar nicht verwunderlich. Denn die Arbeitswelt verändert sich gerade radikal. Die Corona-Pandemie hat selbst beim letzten verkopften Mini-Unternehmen die Digitalisierung in Gang gebracht. Teams sitzen heute mehr denn je in allen möglichen Ländern verteilt.

Unternehmen suchen Mitarbeiter*innen, die Veränderungsprozesse nicht abschrecken, sondern als Chance sehen. Ein offener Geist und die Fähigkeit, Innovationen und veränderte Arbeitsbedingungen mit Neugier und Akzeptanz zu begegnen, sind heute in der Arbeitswelt gefragter denn je.

Wer ins Ausland nach dem Abi geht, der muss gar nicht erst beweisen, dass Offenheit für Neues zu den eigenen Kernkompetenzen zählt. Denn wer den Schritt aus der eigenen Komfortzone wagt, sich in ein neues Land, ein neues Umfeld, eine neue Sprache stützt, der ist offen für Neues. Full stop. Da gibt es absolut zero Zweifel.

Wer sich gezielt für Arbeiten im Ausland nach dem Abi entscheidet, der hat genau mit diesem Schritt schon beweisen, dass er oder sie flexibel und abenteuerlustig genug ist, um neue Arbeitsprozesse, neue Kollegen und ein komplett neues Umfeld mehr als Chance und weniger als Bedrohung zu sehen. Und genau das ist es, wonach Firmen suchen.

Ich denke, dass diese Kompetenz bei Personen mit Auslandsaufenthalt im Lebenslauf wirklich unbestreitbar ist. Sagen auch Personalverantwortliche übrigens. 🙂

Skill 5: Durchhaltevermögen

Auch Durchhaltevermögen zählt zu den Kompetenzen, die Unternehmen bei ihren Mitarbeiter*innen suchen. 86,1% der befragten Personaler nannten dieses Skill als eine der Eigenschaften, die sie von Bewerber*innen erwarten. Und das kann ich auch absolut nachvollziehen. Denn gerade in großen Unternehmen braucht man häufiger mal einen langen Atem, wenn viele Personen und Abteilungen an einem Projekt zusammenarbeiten. Meine persönliche Erfahrung! 😉

Was Unternehmen wollen, sind Mitarbeitende, die nicht beim kleinsten Widerstand oder wenn ihnen etwas nicht passt, direkt das Handtuch werfen und kündigen. Denn Stellen zu besetzen kostet Firmen viel Geld und wenn sie einmal die passende Person für einen Job gefunden haben, wollen sie diese natürlich behalten.

Durchhaltevermögen ist also wichtig im Berufsleben. Und wer gelernt hat, sich ein Jahr lang in einer fremden Umgebung durchzubeißen und trotz aller möglichen Herausforderungen nicht aufzugeben und nach Hause zu fliegen, der hat genau das, was Firmen wollen. Den nötigen Biss und die auch für den Job nötige Stressresilienz. Bedeutet: Auch dann nicht aufzugeben, wenn es im Job mal überfordernd oder viel wird.

Durchhaltevermögen ist ebenfalls ein Skill, das sich Personen, die ein Jahr lang im Ausland waren, um dort zu arbeiten, quasi automatisch angeeignet haben. Warum das so ist, leuchtet vermutlich jedem ein. 🙂

Warum dir Arbeiten im Ausland nach dem Abi hilft, die Top 5 Kompetenzen zu erwerben

Soo, Freund*innen der Auslandsabenteuer! Nachdem nun klar ist, worauf Arbeitgeber*innen bei ihren Mitarbeitenden eigentlich Wert legen und auf welche Kompetenzen sie bei Berufseinsteiger*innen achten, gehen wir nun einen Schritt weiter.

Jetzt geht es darum, warum dich gerade Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, bedeutet: Die Augen von Personalverantwortlichen leuchten lässt, dir bessere Chancen in Vorstellungsgesprächen und auf Jobs allgemein beschert und dich mit den Kompetenzen ausstattet, die wir oben schon erwähnt haben. Also, los geht’s!

Arbeiten im Ausland ist eine smarte Möglichkeit, um nach dem Abi die Welt zu sehen und gleichzeitig berufliche Orientierung zu bekommen und den eigenen Lebenslauf nach vorne zu bringen. Das ist auch genau der Grund, warum es bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY um Programme geht, die dir genau das ermöglichen, nämlich ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen, in ein fremdes Land und eine fremde Kultur einzutauchen und dabei die Skills auszubauen, die für die Arbeitswelt und deinen späteren Berufseinstieg in Deutschland oder sonst wo in der Welt nötig sind.

Das ist auch genau der Grund, warum du bei mir falsch bist, wenn du nach dem Abi einfach nur auf eigene Faust reisen oder in einen Abenteuerurlaub starten willst. Dann bist du bei einem Reisebüro richtig, von denen es mehr als genug da draußen gibt.

Ich kann dir mit meinem Wissen aus meinen Auslandspraktika, meinen Jobs und meinem Studium im Ausland helfen, deinen Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi zu verwirklichen, wenn Arbeiten und dabei die Welt entdecken auf deiner Agenda steht. Und da du diesen Artikel schon bis hierhin gelesen hast, wird wohl genau das der Fall sein. Juhu! 🙂

Also, zurück zum Thema. Nach dem Abi ist es prinzipiell wichtig, deinen Lebenslauf strategisch aufzubauen, sprich Arbeitserfahrung zu sammeln. Am besten verlierst du dabei möglichst wenig Zeit, heißt: Wenn du für deine Zeit nach dem Abi schon frühzeitig einen Plan gemacht hast, umso besser. Einige Abiturient*innen entscheiden sich dafür, Arbeitserfahrung in Deutschland zu sammeln, was prinzipiell völlig in Ordnung ist. Auch dabei werden sie jede Menge lernen.

Allerdings hat Arbeiten im Ausland nach dem Abi einen mehrfach positiven Effekt auf dich als Abiturient*in im Vergleich zu einem Job in Deutschland. Denn Arbeiten im Ausland nach dem Abi vereint die Vorteile eines Jobs in Deutschland mit dem Erwerb der von Arbeitgeber*innen gesuchten Kompetenzen und Skills, die wir uns oben bereits im Detail angesehen haben.

Bei einem Job im Ausland nach dem Abi wirst du nicht nur lernen, pünktlich an deinem Arbeitsplatz zu erscheinen, als Teil eines Teams zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und einfach auch mal in einen Job hineinzuschnuppern. Arbeiten im Ausland vermittelt dir viel mehr als Jobdisziplin und fachliche Orientierung. Die Stärke beim Arbeiten im Ausland nach dem Abi liegt darin, dass du dir Fähigkeiten aneignest, die du dir eben nur in einem fremden internationalen Umfeld aneignen kannst.

Warum kannst du deine Kommunikationsfähigkeit viel besser beim Arbeiten im Ausland nach dem Abi trainieren als bei Edeka um die Ecke? Weil du bei deinem Job im Ausland vermutlich nicht Deutsch, sondern Englisch oder eine andere Fremdsprache sprechen wirst und weil du internationale Kolleg*innen haben wirst, mit denen du lernen musst, auf Augenhöhe zu kommunizieren und vielleicht auch mal verschiedenen kulturellen Hintergründen in der Art und Weise, wie du sprichst, gerecht zu werden.

Wenn du im Ausland auf dich alleine gestellt bist, musst du übrigens auch generell mehr mit anderen kommunizieren, als wenn du in deiner gewohnten Bubble in Deutschland bleibst. Egal, ob du nun nach dem Weg fragen oder neue Freundschaften im Ausland schließen musst. All das ist ein mega Training für deine Kommunikationsfähigkeit.

Warum dich Arbeiten im Ausland extrem schnell selbständig werden lässt, hatte ich oben schon kurz angerissen. Zentraler Punkt ist meiner Meinung nach, dass du komplett auf dich alleine gestellt bist, wenn du einen Job im Ausland nach dem Abi annimmst. Du bist raus aus deiner deutschen Bubble, raus von zuhause, es gibt niemanden, der für dich kocht oder dein Wochenende mit Sinn füllt.

Der wahre Boost für deine Selbständigkeit ist die Tatsache, dass du dich überhaupt erstmal selbst organisieren musst, bis du den ersten Fuß auf internationalen Boden gesetzt hast und ins Ausland nach dem Abi gestartet bist. Allein die Vorab-Organisation macht dich extrem selbständig und vor Ort geht das direkt so weiter.

Du musst dir eine Unterkunft suchen, Aktivitäten fürs Wochenende, neue Freunde, vielleicht sogar mal auf eine kurze Dienstreise gehen. Und das alles in einer fremden Umgebung. Das kann zu Beginn überfordernd sein, ist aber genau das, was deine Skills langfristig voranbringt und dich fit macht für die Arbeitswelt in Deutschland.

Dass ein Job im Ausland nach dem Abi auf deine Problemlösefähigkeit einzahlt, liegt daran, dass du im Ausland mit wesentlich mehr unbekannten Situationen konfrontiert sein wirst als in Deutschland. In Deutschland geht alles irgendwie seinen bekannten Gang und der Job bei Edeka wird da keine Ausnahme sein, um mal bei dem Beispiel zu bleiben.

Im Ausland ist erstmal alles fremd und die Herausforderungen im Job sind komplett andere. Von der Firmenkultur, über die Art und Weise, Geschäfte zu machen bis hin zur Art miteinander zu essen und zu kommunizieren, wo wir wieder bei Punkt 1 der Skills-Liste sind.

Aber so richtig ist deine Problemlösekompetenz im Ausland vor allem in der Freizeit gefordert. Denn dort werden mehr unvorhergesehene Situationen auf dich zukommen, als es in Deutschland der Fall ist. Und dann liegt es an dir, diese Herausforderungen irgendwie zu lösen – sei es der verpasste letzte Bus nach Hause oder die versehentlich gesperrte Sim-Karte oder die vom Geldautomaten gefressene Bankkarte.

Das kann zwar alles auch in Deutschland passieren, aber im Ausland ist die Herausforderung größer, solche Probleme zu lösen, was allein schon daran liegt, dass du sie vermutlich nicht auf Deutsch lösen können wirst. Und wenn du all diese Herausforderungen meisterst, dann hast du extremes Durchhaltevermögen bewiesen. Vor allem dann, wenn du deinen Auslandsaufenthalt bzw. deinen Job im Ausland nach dem Abi nicht völlig desillusioniert aufgegeben hast (wovon ich dir generell abrate).

Arbeiten im Ausland hilft dir, dir selbst deine Offenheit für Neues tief in dir selbst zu verankern. Denn die Arbeitsabläufe in einem Job im Ausland werden sehr wahrscheinlich andere sein, als du es vielleicht von Schüler- oder Ferienjobs in Deutschland gewohnt bist. Und genau hier liegt die Magie und hier liegt der Lerneffekt.

Wenn du es schaffst, neue Situationen mit offenen Armen willkommen zu heißen und dich auf neue Kollegen, neue Gepflogenheiten und neue Strukturen einzulassen, dann bist du genau das, was Personalabteilungen in deutschen Firmen suchen: Die ideale Kandidatin bzw. der ideale Kandidat für die Arbeitswelt von heute.

Warum dich eine Gruppenreise nach dem Abi nicht weiterbringt

Soo, auf geht’s zum letzten Teil. Und ich denke, wir können hier ziemlich schnell durchrauschen. Denn wenn du meinem Artikel bisher aufmerksam gefolgt bist, dann weißt du, warum die Gruppenreise für dich keine gute Wahl nach dem Abi ist. Zumindest dann nicht, wenn dein Ziel ist, deinen Lebenslauf auf Vordermann zu bringen, Arbeitserfahrung zu sammeln und selbständig zu werden. Und dich damit insgesamt fit zu machen für die Arbeitswelt, was unbedingt dein Ziel nach dem Abi sein sollte.

Die Gruppenreise ist in meinen Augen eine vertane Chance nach dem Abi. Denn sie bringt dich weder persönlich noch beruflich weiter und ist zudem auch noch teuer. Wenn du eine Gruppenreise buchst, dann ist das also weder eine clevere Entscheidung für dein späteres Berufsleben, noch für deine Finanzen.

Wenn du ins Ausland nach dem Abi starten willst, dann ist der smarte Weg: Suche dir einen Job in einem Land, das dir gefällt, kneife den Hintern zusammen, organisiere dir diesen Job, dein Visum und alles drum herum, wie Unterkunft, Sprachkurs usw. selbst und starte durch. Alleine. Ohne andere Deutsche und ohne teure Travel Packages. Ohne das Angebot irgendeines Reisebüros, das dir letztlich nichts anderes verkauft als eine völlig überteuerte Gruppenreise mit anderen Deutschen – auch wenn sie diese Reise irreführenderweise anders labeln, wie zum Beispiel „Freiwilligenarbeit im Ausland“ oder „Auslandspraktikum“.

Denn eine solche Gruppenreise bringt dich absolut nicht weiter. Warum das so ist, dürfte dir nach diesem Artikel einleuchten. Ein Reiseveranstalter verkauft teure Reisen mit anderen Deutschen. Die Dienstleistung liegt darin, dass dieses Reisebüro alles für dich organisiert, von Flug über Unterkunft bis Freizeitprogramm. Lerneffekt für dich ist dabei gleich null. Dass du mit anderen Deutschen unterwegs bist und auch noch zusammenwohnst, bringt dir ebenfalls null Zugewinn – weder sprachlich noch kulturell.

Eine Gruppenreise hilft dir weder dabei, selbständig zu werden, noch Probleme selbst zu lösen (denn das macht das Reisebüro für dich), noch dein Englisch zu verbessern, noch Einheimische kennenzulernen, noch in ein neues Arbeitsumfeld einzutauchen und dort auftretende Herausforderungen eigenständig zu meistern. Sie hilft dir als Konsequenz dessen übrigens auch nicht dabei, einen internationalen Freundeskreis aufzubauen, was einer der riesen Benefits von Arbeiten im Ausland nach dem Abi ist.

Wie du es schaffst, internationale Freundschaften fürs Leben aufzubauen, erfährst du übrigens hier: Survive & Thrive: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist. Klick dich rein, sobald du mit diesem Artikel fertig bist.

Dazu kommt noch, dass dir die Gruppenreise keinerlei berufliche Orientierung gibt und außerdem wahnsinnig teuer ist. Das Ziel von Arbeiten im Ausland nach dem Abi ist übrigens auch, dass du Geld verdienst. Und dass sich dein Auslandsaufenthalt damit selbst finanziert. Eine Gruppenreise ist da natürlich ein kompletter Griff ins Klo.

Denn da bekommst du kein Geld, sondern musst dafür bezahlen (und nicht zu wenig), dass du beispielsweise unter dem Deckmantel eines „Auslandspraktikums“ ein paar Wochen lang Schildkröten betüddeln darfst, irgendwo auf Bali. Das ist aber weder ein ernstzunehmendes Auslandspraktikum, noch Arbeiten im Ausland. Diese paar Wochen Spaß in Ausland werden dich und deinen Lebenslauf absolut nicht weiterbringen.

Und du wirst auch keinem Personaler, in dessen Interview du sitzt, glaubhaft erzählen können, dass das ein Auslandsaufenthalt nach dem Abi war, der dich mit Kompetenzen für die Arbeitswelt ausgestattet hat. Deshalb, Freund*innen der Auslandsabenteuer: Finger weg von Gruppenreisen, wenn ihr die Zeit nach dem Abi wirklich nutzen wollt, um später bessere Chancen beim Berufseinstieg zu haben. Was ich euch unbedingt rate. 🙂

Skills 4 Future: Welchen Job im Ausland nach dem Abi wählst du?


In diesem Artikel haben wir uns angesehen, was dir Arbeiten im Ausland nach dem Abitur bringt und wie Arbeiten im Ausland in Zusammenhang mit den Skills und Kompetenzen steht, die der Arbeitsmarkt in Deutschland sucht.

Ich habe die Ergebnisse einer Studie geteilt, in der Personalverantwortliche verschiedener deutscher Firmen beschrieben haben, worauf sie bei Berufseinsteigern achten und warum sie denken, dass Bewerber*innen mit Auslandserfahrung beim akademischen Jobeinstieg die Nase vorn haben. Zur Studie geht’s übrigens hier.

Wir haben uns angesehen, warum du die Top 5 der Kompetenzen, auf die Arbeitgeber*innen bei Bewerbern achten, beim Arbeiten im Ausland nach dem Abi erwerben kannst und warum du niemals eine Gruppenreise buchen solltest, wenn du ins Ausland nach dem Abi starten willst. Insbesondere dann nicht, wenn dein Ziel ist, deinen Lebenslauf mit internationaler Arbeitserfahrung zu füllen und dich damit fit zu machen für zukünftige Jobinterviews.

Dass Arbeiten im Ausland nach dem Abi nicht nur extrem gut für die Kommunikationsfähigkeit, die eigene Selbständigkeit sowie für Durchhaltevermögen und Problemlöseskills ist, sondern Personalverantwortliche auch auf anderen Ebenen begeistert, kann ich übrigens selbst bestätigen.

Denn mein Jahr Arbeiten im Ausland bei Disney in den USA hat die Augen von Personalchef*innen hier in Deutschland regelmäßig leuchten lassen. Warum? Weil sie selbst gerne nach der Schule so ein Jahr Arbeiten im Ausland gemacht hätten, aber nicht wussten, wie sie an die Sache rangehen, welche Optionen es gibt und worauf sie achten müssen. Haben mir mehrere Personalchefs genau so erzählt.

Genau deshalb habe ich übrigens DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet – damit du später nicht auch sagen musst „ach, hätte ich damals mal…“. Meine Bewerbungen für Praktika nach meinem Auslandsjahr waren übrigens alle erfolgreich. Ich habe jede Praktikumsstelle und auch jeden Studienplatz bekommen, den ich jemals haben wollte. Mein Disney-Jahr war wirklich der Türöffner in mein Berufsleben.

Und genau das wünsche ich mir auch für dich. Dass du eine smarte Entscheidung triffst und beim Arbeiten im Ausland nach dem Abitur nicht nur deinem Lebenslauf und dir als Person etwas Gutes tust – sondern dabei auch jede Menge Spaß und die beste Zeit deines Lebens hast! Bliebt also nur noch die Frage: Welchen Job im Ausland nach dem Abi wählst du? Und vor allem, wo? Think about it. 🙂

Du hast Fragen, Anregungen, ein Thema für den nächsten Blogartikel oder willst einfach mal hi sagen? Schreib mir: hi@dowhatyouloveacademy.de oder bei Instagram. Folge mir für alle News rund um dein Auslandsjahr nach dem Abi und bleibe immer auf dem Laufenden! Bis bald!

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