Lust auf mehr Blogartikel?
Schreib mir!

„Ich kann nicht ins Ausland gehen!“ – Weg mit 4 fatalen Denkfehlern!


Ein Auslandsjahr nach dem Abi ist die perfekte Möglichkeit, um nach der Schulzeit eine Auszeit zu nehmen, die Spaß, Abenteuer und Nützliches verbindet.

Wenn du es clever anstellst, kannst du in einem Auslandsjahr nach dem Abi enorm viel lernen, bereits erste Berufserfahrung sammeln, ins Arbeitsleben reinschnuppern, jede Menge von der Welt sehen und als Person über dich hinauswachsen.

Weg mit den Denkfehlern und rein ins Auslandsjahr!
Weg mit den Denkfehlern und rein ins Auslandsjahr! @Hongkong.

Kurzum: Ein längerer Auslandsaufenthalt macht dich fit für ein Leben fernab von Zuhause. Er ist der Startschuss in DEIN Leben nach der Schule, das du so gestaltest, wie es dir gefällt. Ohne Lehrer, ohne Eltern. Nach deinen Wünschen und Vorstellungen.

In den letzten Tagen habe ich viele Gespräche mit Schülerinnen in der Oberstufe Gymnasium rund um das Thema Auslandsjahr nach dem Abi geführt. Hier sind vier fatale Denkfehler, die mir immer wieder begegnet sind – und meine ganz klare Meinung dazu.

Denkfehler Nummer 1: Mein Englisch ist nicht gut genug

Wenn du dir nach dem Lesen dieser Überschrift denkst: „My English sucks!“, dann bist du in sehr guter Gesellschaft. Denn fast jede der Schülerinnen, die ich nach ihren Hürden oder Ängsten in Bezug auf ein Auslandsjahr nach dem Abi gefragt habe, sagte mir genau das.

Dass ihr Englisch nicht gut sei. Nicht gut genug, um ein ganzes Auslandsjahr zu überstehen. Um vor Ort klar zu kommen, Freundschaften mit Einheimischen zu schließen oder gar in einem Job zu überleben.

Das ist ein wirklich interessantes Ergebnis. Denn es gibt hier ganz offensichtlich einen riesen Unterschied zwischen der Eigen- und der Fremdwahrnehmung unserer Englischkenntnisse als Deutsche. Die Annahme, dein Englisch sei nicht gut genug für einen Auslandsaufenthalt, ist de facto ein fataler Denkfehler. Warum ist das so?

Gehen wir mal einen Schritt zurück. Wer mir schon länger folgt, weiß: Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt und ich reise gerne. Wenn ich reise, dann bevorzugt in weit entfernte Länder und alleine. Wenn ich unterwegs bin, suche ich gerne den Kontakt zu Einheimischen und führe Gespräche mit ihnen, um mehr über sie und ihre Kultur zu erfahren.

Denkfehler 1: Mein Englisch ist nicht gut genug.
Denkfehler 1: Mein Englisch ist nicht gut genug. @Hongkong.

Das Feedback, das ich bisher bekommen habe, war immer dasselbe: In all meinen Gastländern waren die Menschen regelrecht beeindruckt davon, wie gut wir Deutsche Englisch sprechen. Völlig egal, ob das Australier oder US-Amerikaner waren, deren Muttersprache bekanntlich Englisch ist. Oder ob es Thais oder Chinesen waren, bei denen wir Deutsche ebenfalls den Ruf haben, sehr gut Englisch zu sprechen.

Fakt ist: Das Niveau unserer Englischkenntnisse ist im internationalen Vergleich hoch. Sehr hoch sogar. Auch wenn es sich für dich im Schulunterricht vielleicht nicht so anfühlt – wir Deutsche sprechen besser Englisch als die meisten anderen Nationen, die Englisch als Zweitsprache lernen.

Selbst dann, wenn wir von uns selbst denken, dass unsere Englischkenntnisse so mittelprächtig sind – um dieses „mittelprächtige“ Englisch beneiden uns andere Länder.

Auf all meinen Reisen oder auch während meines Studiums in Australien oder meines Auslandspraktikums in Thailand sind mir noch nie Deutsche begegnet, die sich nicht auf Englisch verständigen konnten.

Die auf Übersetzungs-Apps zurückgreifen mussten oder irgendwo in the middle of nowhere gestrandet waren, weil sie nicht nach dem Weg fragen konnten. Bei manchen hat der Akzent vielleicht verraten, dass sie Deutsche sind. Aber echte Verständigungsschwierigkeiten hatte nie jemand.

Dazu kommt: Als Gymnasiastin und Abiturientin in spe erreichst du das höchste Englischniveau, das im deutschen Bildungssystem möglich ist. Das ist alleine der Schulform und dem Leistungsanspruch an Absolvent*innen von Gymnasien geschuldet.

Das Gymnasium bildet die beste Basis, um in die Welt hinaus zu ziehen und dort das in der Schule gelernte Englisch auszubauen und zu verbessern und damit zu einem regelrechten Englisch-Profi zu werden.

Im Ausland mit Englisch durchkommen - für uns Deutsche normalerweise gar kein Problem.
Im Ausland mit Englisch durchkommen – für uns Deutsche normalerweise gar kein Problem.

Und wenn du immer noch denkst, dass dein Englisch nicht gut genug ist, dann habe ich noch das hier für dich: Internationale Vergleichsstudien belegen immer wieder, dass wir Deutsche in Sachen Englischkenntnisse global gesehen sehr gut bis extrem gut abschneiden.

Im Jahr 2022 hat der EF English Proficiency Index (EF EPI) Deutschland auf Platz 10 gerankt. Getestet wurden die Englischkenntnisse von 2,1 Millionen Erwachsenen aus 111 Nationen weltweit. Platz 10 von 111 ist ein stolzes Ergebnis – in der offiziellen Rankingbewertung: „sehr gut“.

Und genau das spiegelt sich wider, sobald man hinaus zieht in die Welt und mit den Menschen aus verschiedenen Ländern spricht. Unser Englisch wird international als sehr gut bewertet. Es gibt also absolut gar keinen Grund, als Gymnasiastin an den eigenen Englischkenntnissen zu zweifeln. Und wenn du dich trotzdem unwohl bei dem Gedanken fühlst, im Ausland mit deinem Schulenglisch aufzutauchen, dann helfen dir vielleicht diese Tipps weiter:

Guck Filme und Serien ab sofort im englischen Original mit Untertiteln. Das hilft nicht nur beim Verstehen von Dialekten und Akzenten im Englischen, sondern verbessert auch deine eigene englische Aussprache.

Such dir ein Sprach-Tandem. Sprach-Tandems sind zwei Menschen, die sich regelmäßig treffen, um die Sprache des jeweils anderen zu lernen. Sprach-Tandems gibt es für alle möglichen Sprachkombinationen. Ihr trefft euch und vereinbart, was ihr gemeinsam unternehmt und wie lange ihr welche Sprache zusammen übt.

Es gibt viele englischen Muttersprachler*innen, die sich über ein deutsches Sprach-Tandem freuen. Such einfach mal bei Google nach „Sprach-Tandem“ für deine Stadt. Eine gute Anlaufstelle sind tatsächlich auch immer noch Facebook-Gruppen, da sich bei Facebook viele Amerikaner*innen und andere Englisch-Muttersprachler*innen tummeln. Sprach-Tandems organisieren sich eigenständig und sind demnach kostenlos.

Ein Sprachtandem eignet sich nicht nur zum Englisch üben, sondern auch für gemeinsame Unternehmungen.
Ein Sprachtandem eignet sich nicht nur zum Englisch üben, sondern auch für gemeinsame Unternehmungen. @Taipei, Taiwan.

Such dir einen Minijob, in dem Englisch gesprochen wird. In größeren Städten gibt es immer mehr hippe Cafés, die von englischen Muttersprachler*innen betrieben werden. Dort einen Aushilfsjob für ein paar Stunden die Woche zu ergattern, ist eine super Gelegenheit, um dein Englisch zu verbessern und gleichzeitig ein paar Euro nebenher zu verdienen. Zum Thema Geld verdienen und Sparen fürs Auslandsjahr nach dem Abi lies hier auch meinen Blogartikel.

Du siehst, ganz objektiv gesehen sind „mangelnde“ Englischkenntnisse also lediglich ein Denkfehler. Und praktisch gesehen überhaupt kein Grund, um nach Abi nicht den Schritt ins Ausland zu wagen.

Denkfehler Nummer 2: Ich verliere meine Freund*innen in Deutschland

Englisch – erledigt! Kommen wir also zu Denkfehler Nummer 2: Der Angst, den eigenen Freundeskreis zu verlieren, sobald man für längere Zeit deutschen Boden verlässt.

Diese Angst kann ich tatsächlich sehr gut nachvollziehen. Freundschaften, die vielleicht schon seit der Grundschule bestehen, sind wichtig und wertvoll. Verständlich, dass man sie nicht so leicht aufs Spiel setzen will, das geht mir ganz genauso.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir versichern: Freundschaften gehen nicht einfach so in die Brüche, nur weil man sich eine Zeit lang nicht face-to-face sehen kann. Gerade, wenn man enge Freundschaften hat, dann basieren diese Freundschaften auf gemeinsamen Werten, Erfahrungen und Erlebnissen, die nicht einfach so verloren gehen.

Ein Beispiel: Ich war nach dem Abi 15 Monate lang in den USA und habe dort bei Disney gejobbt. Es war die beste Zeit meines Lebens, aber dazu ein andermal mehr. Meinen Freundschaften aus der Schulzeit hat das keinen Abbruch getan.

Ich war auch danach immer wieder jahrelang weg aus meiner Heimat München. Zum Beispiel zum Studieren oder für Praktika. Allein für mein Studium war ich drei Jahre in Düsseldorf und zwei Jahre in Sydney. Meine Freundinnen aus meiner Schulzeit in München habe ich bis heute.

Es ist im Prinzip völlig egal, wo du in der Welt du dich befindest, um Freundschaften aufrechtzuerhalten. Seit der Pandemie ist das In-Kontakt-Bleiben sogar noch einfacher und viel selbstverständlicher geworden, als es zuvor war.

Denkfehler 2: Ich verliere meine Freundinnen, wenn ich ein Jahr im Ausland bin.
Denkfehler 2: Ich verliere meine Freundinnen, wenn ich ein Jahr im Ausland bin.

Teams, Zoom und Co. haben geographische Grenzen praktisch aufgelöst. Es ist dir jederzeit möglich, mit Freund*innen und Familie in Kontakt zu bleiben, Erlebnisse zu teilen und einander nah zu sein. Die Chance, deine Freund*innen in Deutschland zu verlieren, ist also sehr gering. Außerdem haben die Zurückgebliebenen dabei ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und glaub mir, so schnell werden sie dich gar nicht loswerden wollen!

Noch ein Punkt: Dadurch, dass du im Ausland bist, sind deine Erlebnisse in der großen weiten Welt natürlich auch für die Daheimgebliebenen spannend. Sie werden sich häufiger bei dir melden und Fotos, Videos und Geschichten deiner Erlebnisse haben wollen, als dir lieb ist.

Wahrscheinlich wirst du dein Handy ab und an ausstellen müssen, um einfach mal eine ruhige Minute zu haben. Glaub mir – es ist nicht so leicht, dein Umfeld in Deutschland loszuwerden. Und andersrum natürlich auch nicht.

Wer im Ausland ist, hat viel zu erzählen!
Wer im Ausland ist, hat viel zu erzählen!

Was ich dir auf jeden Fall empfehle, um mit deinen Freund*innen in Deutschland in Kontakt zu bleiben: Kaufe dir im Ausland eine einheimische Sim-Karte mit Datenvolumen für dein Handy. Es bietet sich auch an, ein Zweithandy aus Deutschland mitzubringen, welches du für deine ausländische Sim-Karte vor Ort verwendest.

Sobald du dich mit deinem deutschen Datentarif außerhalb der europäischen Union befindest, wird das In-Kontakt-Bleiben nämlich ziemlich teuer. Das wollen wir natürlich vermeiden. Mit einer Sim-Karte deines Gastlandes bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite, kostengünstig unterwegs und schnell wieder online, um deine Erlebnisse mit deinen Liebsten in Deutschland zu teilen.

Du siehst: Die Angst, dass Freundschaften in Deutschland in die Brüche gehen, ist ein Denkfehler, der in 99% aller Fälle nicht der Realität entspricht. Jedenfalls kenne ich niemanden, der in seinem Auslandsjahr seine Freundschaften in Deutschland verloren hat. Und das ist doch ein gutes Zeichen.

Leckeres Essen ist nur eines der unvergesslichen Erlebnisse im Ausland. @Hongkong.
Leckeres Essen ist nur eines der unvergesslichen Erlebnisse im Ausland. @Hongkong.

Denkfehler Nummer 3: Ich finde im Ausland keinen Anschluss

Eng verknüpft mit Denkfehler Nummer 2 ist der dritte Denkfehler – die Befürchtung, im Ausland keine neuen Freund*innen zu finden und ein ganzes Jahr lang alleine zu bleiben und absolut gar keinen Spaß zu haben. Kenne ich diese Befürchtung? Ja, ein klein wenig schon. Hat sich diese Angst jemals bewahrheitet? Nein.

Nach sechs Jahren im Ausland kann ich dir sagen: Es ist eigentlich nicht möglich, im Ausland KEINEN Anschluss zu finden. Da müsstest du schon sehr viel dafür tun, um dich komplett von allen Sozialkontakten in deiner neuen Heimat abzuschotten. Das wäre ein sehr großer effort, den du da machen müsstest.

Du müsstest im Prinzip jeden Tag rund um die Uhr zu Hause bleiben, nie irgendwohin rausgehen, mit niemandem sprechen und dich so verhalten, dass dich niemand überhaupt erst kennenlernen will. Und all das ist doch eher unwahrscheinlich und auch ein wenig absurd, oder? Vor allem ist das alles ja auch nicht Sinn und Zweck deines Auslandsaufenthaltes.

Erst einmal ist es doch so: Wenn du in ein Auslandsjahr nach dem Abi startest, hast du einen Plan für deine Zeit im Ausland. Du nimmst an einem Auslandsprogramm teil, das dich in irgendeiner Form in einen Tagesablauf einbindet.

Denkfehler 3: Ich finde im Ausland keinen Anschluss.
Denkfehler 3: Ich finde im Ausland keinen Anschluss.

Sei es Work & Travel (zu meinem Artikel über Work & Travel in Australien geht’s hier entlang), wo du reisen mit jobben verbindest. Oder ein Auslandspraktikum, wo du in den Arbeitsalltag einer Firma reinschnuppern darfst. Oder ein Freiwilligenprogramm, in dem du als Volunteer eine gemeinnützige Organisation unterstützt.

In all diesen Fällen bist du in feste Strukturen mit anderen Menschen eingebunden. Du hast Kolleg*innen, andere Volunteers um dich herum, triffst in Hostels andere Work & Traveler, die alle so ähnlich ticken wie du. Warum? Weil sie dasselbe machen wie du. Sie sind mit demselben Traum und derselben Vision ins Auslandsabenteuer gestartet.

Es ist lustig, aber im Ausland ist es meiner Meinung nach sogar sehr viel einfacher Anschluss zu finden als in Deutschland. Warum ist das so? Erstens gehen viele andere Menschen mit demselben Ziel in die Welt hinaus wie du.

Wenn du also zum Beispiel eine spanische Work & Travelerin in Australien triffst und du selbst machst auch Work & Travel, dann habt ihr schon einiges gemeinsam. Ihr habt sofort ein Thema, über das ihr euch unterhalten könnt, sei es über Unterkünfte oder Jobs oder das Leben in Australien im Allgemeinen.

Gleiches gilt für das Freiwilligenprogramm. Ich garantiere dir, dass andere Volunteers sehr ähnlich ticken wie du, wenn du ebenfalls Volunteer im Ausland bist. Ihr teilt gemeinsame Werte und habt ähnliche Vorstellungen von der Welt. All das verbindet. Und es ist generell leicht, Anschluss zu Menschen zu finden, deren Werte man teilt.

Zweitens sind die Einheimischen in deinem Gastland in aller Regel neugierig auf dich und haben Interesse daran, mit dir in Kontakt zu kommen. Angenommen, du machst ein Auslandspraktikum. Dort wirst du mit vielen Einheimischen zusammenarbeiten und schnurstracks Einladungen zum gemeinsamen Mittagessen oder zum Kaffee oder für einen gemeinsamen Ausflug am Wochenende bekommen.

Essen verbindet Weltenbummlerinnen mit Einheimischen. Garantiert!
Essen verbindet Weltenbummlerinnen mit Einheimischen. Garantiert! @Taiwan.

Warum? Weil deine einheimischen Kolleg*innen neugierig auf dich sind. Sie wollen erfahren, wie das Leben in Deutschland ist, wie das deutsche Schulsystem funktioniert, warum du so gut Englisch sprichst (jaaa, genau!), was man in Deutschland so isst und so weiter. Glaub mir – du wirst du keine Chance haben, dein Dasein im Ausland völlig spaßbefreit, einsam und isoliert zu fristen. Es wird einfach nicht klappen! 😉

Aber Spaß beiseite – die Angst, im Ausland keinen Anschluss zu finden, ist legitim und ich hatte diesen Gedanken direkt nach dem Abi auch kurzzeitig. Zum Glück kann ich heute sagen, dass diese Angst nicht mehr als ein Denkfehler ist.

Ein gedankliches Horror-Szenario, das so sicherlich nicht eintreten wird. Das dir aber im Zweifelsfall deine Chance auf ein tolles Auslandsjahr nach dem Abi nimmt – wenn du diesem Denkfehler Glauben schenkst.

Denkfehler Nummer 4: Ich traue mich als Mädel nicht alleine ins Ausland

„Ich traue mich als Mädel nicht alleine ins Ausland“ – das ist ein Thema, bei dem ich lange darüber nachgedacht habe, wie ich im Rahmen dieses Artikels damit umgehen soll. Und ich habe mich entschieden, diesem Thema zusätzlich seinen eigenen Blogartikel zu widmen. Wenn du ihn also noch nicht kennst, check it out: Als Mädel alleine ins Ausland – So bist du in der Welt sicher unterwegs.

Hast du Fragen oder Anregungen zu diesem Thema, dann schreib mir doch einen Kommentar ins Kommentarfeld am Ende der Seite – ich freue mich!

Aber nun erstmal hier vorab: Fakt ist, dass du dir als Mädel im Leben viele Wege verbauen kannst und wirst, wenn du dir Dinge nicht zutraust. Noch schlimmer, wenn du sie dir allein aufgrund dessen nicht zutraust, dass du eine Frau bist. Die Angst, als Mädel alleine im Ausland nicht zurecht zu kommen oder besonderen Gefahren ausgesetzt zu sein, ist eine große mentale Hürde.

Und sie hat die Macht, dir deinen Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi nachhaltig zu zerstören. Denn diese Angst wird dich davon abhalten, deinen Traum zu verfolgen, hinaus in die Welt zu gehen und unabhängig von deinen Eltern zu werden, dabei zu wachsen, zu lernen und die beste Zeit deines Lebens zu haben.

Als Mädel alleine ins Ausland - eine der besten Erfahrungen deines Lebens.
Als Mädel alleine ins Ausland – eine der besten Erfahrungen deines Lebens.

Ich denke, dass es wichtig ist, an diesen Ängsten zu arbeiten: Wieso denke ich so und was genau sind meine Befürchtungen? Warum traue ich mich nicht alleine ins Ausland? Glaube ich, dass ich selbst nicht organisiert oder smart genug bin, um so ein Auslandsjahr gut vorzubereiten und phänomenal zu meistern? Und dabei natürlich auch Spaß zu haben. Oder geht es mehr um den Sicherheitsaspekt – glaube ich, dass ich alleine in der Welt nicht sicher bin? Wo genau sind die Hürden im Kopf?

Dann ist es genauso wichtig, einmal den Reality Check zu machen. Heißt, mit anderen Mädels und Frauen zu sprechen, die bereits Erfahrung im Ausland gesammelt haben. Wie erging es ihnen dort? Gab es Probleme oder Herausforderungen? Wie haben sie sie gemeistert?

Für mich zum Beispiel war es nie ein Problem, dass ich als Mädel alleine in der Welt unterwegs war. Ganz egal, wo ich war. Ich habe in asiatischen Metropolen gearbeitet und mich dort völlig frei bewegt. Ich habe in Sydney gelebt, in den USA gejobbt. Ich reise normalerweise alleine – in jedes Land, auf das ich gerade Lust habe.

Mir ist noch nie etwas passiert und ich bin immer gut vor Ort zurechtgekommen. Und es gibt auch keinen einzigen Auslandsaufenthalt, den ich rückblickend bereuen würde. Ich habe mich immer sicher und wohl gefühlt und im Ausland die schönsten Erlebnisse überhaupt gehabt.

Vermeide Denkfehler Nummer 4 und trau dich als Mädel alleine ins Ausland. Es wird die beste Zeit deines Lebens!
Alleine als Mädel im Ausland, @Ayutthaya, Thailand.

Wenn du nach dem Abi ins Ausland starten willst, aber Bedenken hast, ob das als Mädel alleine das richtige für dich ist, dann schreib mir gerne: hi@dowhatyouloveacademy.de. Vielleicht kann ich dir helfen, ein paar deiner Ängste zu relativieren. Und ich freue mich auch ganz allgemein über Post! 🙂 (No spam – thank you!)

Wie sieht’s mit deinen Denkfehlern aus?


In diesem Blogartikel haben wir uns vier Denkfehler angesehen, die mir in meinen Gesprächen mit Schülerinnen der Oberstufe in Bezug auf ein Auslandsjahr nach dem Abi begegnet sind. Erkennst du dich in dem ein oder anderen Gedanken wieder?

Dann hoffe ich, dass es mir gelungen ist, ein paar dieser Ängste auszuräumen. Denn ein Auslandsjahr nach dem Abi ist das beste, was du tun kannst und ein Abenteuer, auf das du in Zukunft immer wieder stolz zurückblicken wirst. In diesem Sinne: Auf dein Abenteuer!

Starte ins Ausland nach dem Abi

Das könnte dir auch gefallen ❤︎

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert