Du denkst gerade darüber nach, wie du dein Auslandsjahr finanzieren kannst? Großartig! Denn der erste Schritt in Richtung Selbständigkeit nach dem Abi geht genau so: Sich eben nicht von den eigenen Eltern oder irgendwelchen Reisebüros alles vorsetzen zu lassen. Sondern stattdessen selbst den Hintern zusammenzukneifen und mal selbst zu machen.
Ist eine irre Lernkurve und ein Sprung head first ins eigene Leben und das beginnt nun mal mit dem Ende der Schulzeit. Deshalb sage ich immer: Es ist wirklich völlig egal, ob du für dein Auslandsjahr finanzielle Unterstützung von deinen Eltern, Großeltern oder von Onkel Rudi oder Tante Erna bekommen kannst oder nicht – either way, du solltest dieses Geld nicht in Anspruch nehmen.
Das eigene Auslandsjahr selbst finanzieren ist übrigens auch immer Thema, wenn ich Schulklassen ihre Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi präsentiere. Zu meinen Auslandspräsentationen für Schulen geht’s hier entlang.
Nur wenn du selbst daran arbeitest, frühzeitig Geld fürs Ausland anzusparen und beiseite zu legen, lernst du das, was viele Erwachsene, die schon im Berufsleben stehen, immer noch nicht hinbekommen: schlau mit ihren Finanzen umzugehen, ihre Einnahmen und Ausgaben im Griff zu haben und vielleicht auch mal – im Hinblick auf ein größeres Ziel – zum Kauf der tausendsten Hose oder Tasche NEIN zu sagen.
Unschöne Folge: Sie sind schon als junge Erwachsene verschuldet, was sich dann wie ein Strudelteig durch ihr gesamtes Leben zieht. Das ist das bittere Ende von Menschen, die nie gelernt haben, mit Geld umzugehen und finanzschlaue Entscheidungen zu treffen: dauerverschuldet, pleite und jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Dudummm.

Damit dir das nicht passiert, solltest du frühzeitig lernen, schlaue Finanzentscheidungen zu treffen. Und unabhängig von deinen Eltern deine Einnahmen und Ausgaben zu managen. Was das Ganze mit der eigenen Denkweise zu tun hat und welche Vorteile es dir konkret bringt, wenn du das Geld fürs Ausland ansparst und nicht deine Eltern, das gibt’s hier: Hello, Money Mindset! 4 Gründe, warum DU als Abiturientin dein Auslandsjahr finanzieren solltest – und nicht deine Eltern. Check it out!
Auslandsjahr selbst finanzieren macht dich finanzschlau, weil du in den ein bis zwei Jahren vor deinem Schulabschluss darüber nachdenken musst, wie du das Jahr finanziell gewuppt bekommst und entsprechend schon als Schülerin clevere Entscheidungen treffen musst. Und dieses Wissen wird dir später im Leben immer wieder zugute kommen, denn einmal gelernt ist eben gelernt.
Wie du ein Auslandsjahr finanzieren finanzschlau hinbekommst, darum geht es jetzt. Denn es geht nicht nur darum, dir ein großzügiges Finanzpolster schon vor deiner Abreise in die Welt aufzubauen und dann in dein selbst finanziertes Auslandsjahr zu starten.
Es geht auch darum, während des Auslandsjahres clever zu haushalten, finanziell nicht über die Stränge zu schlagen, aber trotzdem Spaß zu haben und die Welt zu sehen. Kurzum: Es geht darum, nicht nur ausreichend Geld fürs Ausland zu haben, sondern idealerweise auch wieder mit Kohle zurück nach Hause zu kommen. Das ist finanzschlaues Haushalten. Und darum geht es bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY.
Und um dich genau bei dem Thema Auslandsjahr an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.
Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und damit du deine Finanzen im Griff hast. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich! Das sagt übrigens mein Mentee Véronique, die ein Jahr für ein bezahltes Praktikum nach Malaysia gehen will, über das Mentoring:

So, jetzt geht’s aber los mit dem heutigen Thema: Auslandjahr finanzieren, aber finanzschlau! Ich habe fünf Tricks für Sparfüchse für dich gesammelt, die mir geholfen haben, mein Konto rappelvoll zu machen und mehr als genug Geld fürs Ausland zu haben – ich bin halt auch irgendwie so ein Sparfuchs. :-)
*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.
Auslandsjahr finanzieren, Trick 1: Schnapp dir das Kindergeld!
Das Kindergeld ist eine extrem wichtige und auch clevere Stellschraube beim Thema Auslandsjahr selbst finanzieren. Und du solltest immer und in jedem Fall frühzeitig überprüfen, ob du während deines Auslandsjahres weiterhin Kindergeld vom deutschen Staat beziehen kannst.
Denn wenn das der Fall ist, dann kommen einfach mal jeden Monat 250 Euro oder mehr auf dein Konto, während du in der Welt unterwegs bist. Logischerweise solltest du die Kohle auf gar keinen Fall einfach so sausen lassen!
Dir für dein Auslandsjahr finanzielle Unterstützung vom Staat zu holen, ist einfach nur finanzschlau. Denn im Gegensatz zu ausgeliehenem Geld von Eltern, Verwandten oder sonst wem, musst du das Kindergeld nicht zurückzahlen, insofern du es rechtmäßig beziehst.
Gemäß deutschem Gesetz ist es so, dass der Anspruch auf Kindergeld erstmal mit der Vollendung des 18. Lebensjahres endet. Wenn du dich aber über das 18. Lebensjahr hinaus in einer Schul- oder Berufsausbildung befindest, dann kann das Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weitergezahlt werden.
Und das musst du prüfen und auch in deine Lebensplanung nach dem Abi mit einfließen lassen. Auch deshalb ist es übrigens wichtig, zu wissen, welchen Schritt du nach dem Abi wann gehst. Denn alles, was in die Kategorie Ausbildung fällt, eine Berufsausbildung, ein Praktikum, ein Studium und eben auch gewisse Formen von Auslandsaufenthalten, werden mit der Weiterzahlung von Kindergeld gefördert. Aber eben nur bis zum 25. Lebensjahr.

Finanzschlau ein Auslandsjahr finanzieren geht zum Beispiel, indem du nach dem Abi 12 Monate Freiwilligenarbeit im Ausland über ein staatlich zertifiziertes Programm machst. Denn staatlich zertifizierte Programme werden von der Familienkasse, die die Kindergeldzahlungen koordiniert und genehmigt, sehr oft als Ausbildung angesehen und demnach als mit Kindergeld förderwürdig eingestuft.
Aber Achtung: Dies gilt nicht für ein paar Wochen kommerzieller Freiwilligenarbeit, die Reiseveranstalter für teures Geld verkaufen. Denn das ist eine Gruppenreise und kein Auslandsaufenthalt mit persönlichem und beruflichem Mehrwert. Also Augen auf! Ist super wichtig.
Zu diesem Thema habe ich übrigens bereits mehrere Artikel geschrieben. Warum dir eine Gruppenreise mit anderen Deutschen mit Schildkröten betüddeln beruflich nichts bringt: Skills 4 Future: Warum dich Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, aber eine Gruppenreise nicht.
Warum du niemals kommerzielle Freiwilligenarbeit, auch Voluntourismus genannt, machen solltest: Volunteering versus Voluntourismus: Warum du von 14 Tagen Schildkröten retten auf Bali die Finger lassen solltest.
Und noch dieser sehr beliebte Artikel: Freiwilligenarbeit im Ausland: 10 Merkmale von hochwertigen Volunteering-Angeboten. Check it out! Vor allem, wenn dich Freiwilligenarbeit im Ausland interessiert und du dafür weiterhin Kindergeld beziehen willst.
Merke: Die Gruppenreise wird niemals vom deutschen Staat als Aus- und Fortbildung unterstützt. Also halte dich an gemeinnützige Programme wie zum Beispiel weltwärts – nur dann hast du überhaupt eine Chance auf Kindergeld für dein Auslandsjahr. Hier gibt’s weiterführende Informationen zum Thema Kindergeld, also sei schlau und check it out! Die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist hier wirklich bares Geld wert.
Auslandsjahr finanzieren, Trick 2: Wähle die richtige Unterkunft!
Geld fürs Ausland kann man nie genug haben. Ist Fakt. Aber das Haben ist nur eine Seite des Erfolges. Die zweite Seite der Medaille ist das Behalten! Es gilt also, mit den eigenen Ersparnissen im Ausland so achtsam umzugehen, dass du nicht nach zwei Monaten pleite bist, obwohl du eigentlich 12 blieben wolltest. Denn dann ist das Auslandsjahr schneller vorbei, als dir lieb ist.
Und wenn du in ein selbst finanziertes Auslandsjahr starten willst, dann musst du dir vorher einen Plan machen, wie du deine Ersparnisse vor Ort clever budgetierst. Aus meinen sechs Auslandsjahren kann ich dir eines sagen: Der größte Kostentreiber im Ausland sind die Mieten. Und das ist so, völlig unabhängig von deinem Zielland. Natürlich gibt es Länder und Städte, in denen Wohnen nochmal viel, viel teurer ist als anderswo.
Dazu zählen zum Beispiel New York, London, Tokio, Singapur, aber mittlerweile auch Shanghai oder Sydney, wo ich mein Master-Studium gemacht habe. In Sydney sind die Mietpreise in den letzten fünf bis zehn Jahren explodiert. Gleiches gilt für London, wo ich nach dem Abi zum Auslandspraktikum war. Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat sich seit meinem Praktikum dort ebenfalls verteuert, aber noch im Rahmen, wie ich finde.
Warum ich dir ein Praktikum in Thailand übrigens absolut ans Herz legen kann, nicht nur wegen der doch noch recht humanen Mietkosten, das habe ich hier für dich: 90 Days in Bangkok: Warum ein Praktikum in Thailand auf deine To-Do-Liste muss. Check it out!
Wenn also Auslandsjahr selbst finanzieren auf deiner Agenda steht, dann musst du schauen, dass du einen cleveren Weg findest, um deine Mietkosten in deinem Zielland möglichst gering bzw. im Rahmen zu halten. Uns es gibt einen absolut smarten Weg, um genau das hinzubekommen, nämlich – tadaaa! Indem du dir mit anderen Menschen ein Apartment im Ausland teilst und so in einer internationalen WG wohnst.
Betonung ist hier übrigens auf „international“. Bedeutet, dass du dir eben keine Wohnung mit anderen deutschsprachigen Menschen, sondern mit Menschen aus anderen Nationen, die andere Muttersprachen haben und aus einer anderen Kultur stammen, aussuchen solltest. Denn wenn du clever bist, hast du damit direkt mehrere Vorteile in einem.

Erstens: Du sparst extrem viel Geld im Vergleich zum Alleinwohnen oder Hotel oder Hostel, was ich dir ohnehin beides nicht empfehle. Weil ihr euch die Miete und alle Nebenkosten teilen könnt, bleibt mehr Geld übrig für Unternehmungen, Essen gehen und all the fun stuff. Je mehr Personen zusammenwohnen, desto günstiger wird es für jeden einzelnen.
Besonders zu empfehlen, wie oben schon kurz erwähnt, ist das Zusammenwohnen mit anderen in Japan. Denn Tokyo ist nicht super günstig (aber auch nicht so teuer wie wir hier für gewöhnlich denken). Jedenfalls ist Japan wunderschön, sauber und sicher und ich kann dir absolut empfehlen, dort 12 Monate zu reisen und nebenher zu jobben. Also klick dich rein: Work and Travel in Japan: Die 10 wichtigsten Fragen zum Start in dein Auslandsjahr in Fernost.
Zweitens: Du hast in einer WG die Chance, deine Mitbewohner*innen richtig gut kennenzulernen und dir einen internationalen Freundeskreis aufzubauen. Und das ist absolut nicht zu vernachlässigen für dein gesamtes Leben, denn wer Freundschaften auf der ganzen Welt hat, der hat überall ein „Home Away from Home“, was einfach mal wunderschön ist.
Drittens: Und dann verbesserst du natürlich dein Englisch oder die Sprache deines Gastlandes, was dich beides im Leben weiterbringt. Deutsch sprechen im Ausland hingegen solltest du vermeiden, obwohl es bequem ist. Aber es bringt dir sprachlich keinen Benefit. Um Deutsch zu sprechen, hättest du auch zuhause bleiben können. Also don’t do it!
Was dir die internationale WG sonst noch bietet, habe ich hier für dich: Survive & Thrive: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist. Viel Spaß! Also denk dran: Die richtige Unterkunft im Ausland hilft dir, bares Geld zu sparen und auch während deines Auslandsjahres deine Ausgaben unter Kontrolle zu halten und Kostenexplosionen zu vermeiden. Die internationale WG ist nicht nur für Sparfüchse was, sondern auf allen Ebenen echt eine clevere Wohnoption.
Auslandsjahr finanzieren, Trick 3: Buche deinen Flug frühzeitig!
Letzte Woche habe ich vor Schüler*innen der Handelsakademie in Salzburg meine Auslandspräsentation gehalten. Eine Schulstunde, in der ich der Klasse ihre besten Auslandsoptionen nach dem Abi bzw. in Österreich nach der Matura präsentiere. Falls du übrigens auch eine solche Auslandspräsentation für deine Klasse buchen willst, dann schau mal hier.
Nach der Präsentation ist immer noch Zeit für Fragen und Antworten. Und eine Frage kam direkt wie aus der Pistole geschossen: „Ist ein Langstreckenflug nach Australien nicht richtig teuer?“ Ich hatte zuvor über Work & Travel in Australien gesprochen und wie man dabei bares Geld sparen kann, wenn man eben selbst organisiert und sich nicht von einem Reisebüro alles vorsetzen lässt.
Auslandsjahr selbst finanzieren funktioniert bei Work & Travel generell wunderbar, denn du wirst in deinem Zielland in verschiedensten Jobs arbeiten, was dir – wenn du smart budgetierst – dein Auslandsjahr finanzieren wird. Und zwar komplett. Reisen ist da übrigens auch noch drin. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe es selbst schon gemacht. Meine Tipps zu Work & Travel gibt’s übrigens hier: Work & Travel in Australien: 10 Facts über das beliebte Jahr Down Under.
Aber zurück zur Frage der Schülerin aus Salzburg. Die Antwort ist auch hier: Du kannst auch beim Langstreckenflug nach Australien richtig sparen, wenn du Angebote vergleichst und frühzeitig buchst. Und ohne Witz – es liegen Welten im Flugpreis, je nachdem, wann du dein Ticket kaufst.

Seit der Pandemie sind die Flugpreise generell in die Höhe geschossen und da ist es umso wichtiger, dass du darauf achtest, ein Schnäppchen mitzunehmen und eben nicht 2.500 Euro für einen Flug von Frankfurt nach Sydney hinzulegen, sondern vielleicht die Hälfte.
Deshalb: Vergleiche die großen Airlines, die dein Zielland anfliegen. Ist super wichtig, um das günstigste Angebot zu finden. Nach Australien vergleiche ich immer die Fluglinien aus dem Mittleren Osten, also Emirates, Qatar Airways und Etihad. Singapur Airlines fliegt ebenfalls Australien an, genauso wie die australische Fluglinie Qantas.
Für meine Flüge nach Australien hatten Emirates und Etihad bisher die besten Angebote mit einem Umstieg in Dubai oder Abu Dhabi, was übrigens eine coole Gelegenheit ist, einen Zwischenstopp auf der langen Strecke von Europa nach Australien einzulegen und ein bisschen was vom Land zu sehen. Ich bleibe immer direkt 3-5 Nächte und steige dann wieder in den Flieger für die nächste Etappe nach Australien.
Zum Timing: Erfahrene Sparfüchse so wie ich buchen ihre Langstreckenflüge 8 bis 10 Monate im Voraus. Yup! Auch deshalb ist es wichtig, frühzeitig Kohle auf dem Konto zu haben, um eben frühzeitig Tickets kaufen zu können, die sich im Preis später vervielfachen werden. Warte da nicht zu lang, um bares Geld zu sparen. Auslandsjahr selbst finanzieren heißt clevere Finanzentscheidungen zu treffen und frühzeitig zu planen.
Noch ein Spartipp von mir: Die Flüge am Wochenende sind fast immer wesentlich teurer als Flüge unter der Woche. Auch hier lohnt es sich, die Tage zu vergleichen. Die billigsten Flugtage sind die Dienstage und die Donnerstage, also checke diese Tage zuerst. Aber dabei nicht vergessen: Immer nachts fliegen und tagsüber ankommen, also bei Tageslicht. Ist wichtig für die eigene Sicherheit. Und die steht immer an erster Stelle.
Auslandsjahr finanzieren, Trick 4: Bring die richtigen Dinge von Zuhause mit!
Auslandsjahr finanzieren leicht gemacht, Trick Nummer 4: Plane, was du in deinen Koffer packst und was du zuhause lässt. Auch dieser Trick hat mir als Sparfuchs bei meiner Mission „Auslandsjahr selbst finanzieren“ schon unglaublich viel Kohle gespart. Achte darauf, was du einpackst und erkundige dich vorab im Netz, was bestimmte Dinge in deinem Zielland so kosten.
Es gibt da so ein paar Klassiker, von denen ich dir vorab schon sagen kann, dass du sie unbedingt aus Deutschland (oder Österreich) mitbringen solltest. Warum? Weil sie in den meisten Ländern der Welt entweder schwer zu kriegen oder viel, viel teurer sind als bei uns.
Neugierig gemacht? Also, hier meine Tipps aus der Erfahrung meiner sechs Auslandsjahre in ganz unterschiedlichen Ländern. Was du unbedingt aus der Heimat mitbringen solltest ist…
Sonnencreme
Kein Scherz, aber nirgendwo auf der Welt ist Sonnencreme so günstig wie bei uns. Sonnencreme ist zwar vom Gewicht her schwer, aber es lohnt sich, den Koffer damit voll zu machen, anstatt beispielsweise Shampoo einzupacken, das es im Zielland vermutlich zu einem ähnlichen Preis wie bei uns gibt, wenn nicht sogar günstiger. Ich habe immer diverse Flaschen Sonnenmilch im Gepäck und das hat sich bisher nie als falsch herausgestellt, wenn ich dann die Preise in meinem Zielland gesehen habe.
Medikamente bzw. Reiseapotheke
Auch was Medikamente betrifft, muss ich sagen: Bring sie von Zuhause mit, denn du weißt nicht, was sie in deinem Gastland kosten werden. In Ländern wie Thailand beispielsweise, das Medikamente aus dem Westen importiert, kostet dich eine Packung deines Medikaments aufgrund der Zoll- und Importkosten ein Vielfaches von dem, was du in einer deutschen Apotheke dafür hinlegen würdest.
Also bring deine Reiseapotheke von hier mit (solltest du ohnehin immer dabei haben): Schmerztabletten, was gegen Fieber, Nasenspray etc. Das kostet bei uns wenige Euro und kann woanders in der Welt richtig teuer werden. Außerdem willst du im Notfall ja auch direkt Medikamente bei dir haben und nicht erst in einem fremden Land danach suchen müssen.
Hygieneartikel
Freundinnen der Auslandsabenteuer, das hier ist ein Tipp von mir für euch, den ihr euch bitte zu Herzen nehmen solltet. Macht den Koffer voll mit Hygieneartikeln aus Deutschland, denn in anderen Ländern der Welt sind diese entweder mega schlecht zu bekommen oder richtig teuer. Ich sag nur: Wer Tampons in China, Thailand oder Mexiko finden will, ist aufgeschmissen. Die gibt’s teilweise nur in Apotheken zu horrenden Preisen oder gar nicht.
Vor allem in ländlichen Regionen kommt ihr nicht an das Zeug ran. Asiatische Metropolen wie Shanghai und Bangkok haben internationale Supermärkte wie beispielsweise Carrefour, wo man Hygieneartikel bekommt, aber bei den Preisen wurde mir ganz anders, da diese Artikel eben wieder aus dem Westen importiert werden.
Außerdem ist die Auswahl minimal. Also seid vorbereitet, um hier Schlimmeres zu umgehen und nicht ein Vermögen auszugeben, was ihr mit guter Planung easy hättet vermeiden können.
Auslandsjahr finanzieren, Trick 5: Hab das richtige Bankkonto dabei!
So, letzter Auslandstrick für Sparfüchse und einer, der beim Thema Auslandsjahr selbst finanzieren ebenfalls super wichtig ist: Stelle sicher, dass du schon in der Heimat das richtige Bankkonto ausgesucht, eröffnet und mit Geld fürs Ausland bestückt hast.
Das falsche Konto für dein Auslandsjahr gewählt zu haben, wird richtig teuer, denn du wirst dich an Gebühren dumm und dämlich bezahlen. Ist Fakt. Und passiert immer wieder. Das Problem ist nur: Wenn du mal in dein selbst finanziertes Auslandsjahr gestartet bist, dann wird es verdammt schwierig, aus der Ferne zuhause ein neues Konto zu eröffnen. Das ist eigentlich komplett unrealistisch.
Deshalb musst du dir vorher Gedanken machen und darauf vorbereitet sein, dass du ein Konto brauchst, von dem du überall auf der Welt Geld abheben kannst und das mit möglichst keinen oder sehr geringen Gebühren. Denn genau an dem Punkt schnappt die Kostenfalle zu und zwar rigoros: Kontogebühr, Währungsumrechnungsgebühr, Fremdautomaten-Abhebegebühr, you name it!

Banken, Sparkassen und vor allem die Finanzklitsche an der Ecke greift hier richtig zu und bevor du dich versehen hast, hast du 20 Euro plus für einmal Geldabheben am Geldautomaten in Bangkok, Sydney oder sonst wo bezahlt. Du kannst dir ja hochrechnen, wieviel da in einem ganzen Jahr zusammenkommt an Gebühren. Vermeide das. Wirklich. Denn Bankgebühren fressen dein Geld fürs Ausland auf, das du dir mühsam angespart hast, um dein Auslandsjahr finanzieren zu können.
Hier gilt ganz allgemein: Suche dir eine Bank in Deutschland (oder Österreich), die global operiert und nicht die Klitsche an der Ecke. Ich nenne hier keine Namen, aber allgemein gilt: Je kleiner die Bank oder Sparkasse und je regionaler, desto mehr Gebühren werden sie dir abknüpfen, wenn du mit ihrem Konto in die Welt ziehen willst.
Außerdem kennen sich kleine Banken in der Regel schlecht mit internationalen Zahlungsvorgängen aus. Wenn es ganz dumm läuft, dann sperrt dir deine Hausbank (die Klitsche an der Ecke in Castrop-Rauxel) deine Bankkarte im Ausland, sobald du versuchst, dort Geld abzuheben.
Warum? Weil sie damit nicht rechnen, dass jemand außerhalb von Castrop-Rauxel diese Karte rechtmäßig nutzen will und aus Sicherheitsgründen alle Zugänge sperren. Ist übrigens genau SO einer Freundin von mir passiert. Also bitte, tu dir das nicht an.
Suche dir die richtige Bank und das richtige Konto, das dich erstens keine regulären monatlichen Gebühren kostet und mit dem du zweitens weltweit ohne Heckmeck bei geringen bis keinen Gebühren an dein Geld kommst. Nur so klappt Auslandsjahr selbst finanzieren und nur so hältst du deine Kosten bei internationalen Zahlungsvorgängen unter Kontrolle. Bedeutet: Dir bleibt mehr Geld fürs Ausland übrig. Und genau das wollen wir.
Auslandsjahr finanzieren – machst du es finanzschlau?
In diesem Artikel haben wir uns angesehen, wie Auslandsjahr finanzieren mit den richtigen Geldentscheidungen klappt und an welchen Stellschrauben du drehen kannst und solltest, wenn du in ein selbst finanziertes Auslandsjahr nach dem Abi starten willst.
Ich habe meine selbst erprobten Tricks für Sparfüchse mit dir geteilt und wenn ich so darüber nachdenke, habe ich noch den ein oder anderen mehr in der Hinterhand. Juhuuu! Ich hoffe, dass ich in diesem Artikel vermitteln konnte, dass es völlig egal ist, ob du für dein Auslandsjahr finanzielle Unterstützung von deinen Eltern bekommst oder nicht und warum Selbermachen deine erste Priorität sein sollte.

Denn es kommt letztlich nicht darauf an, reiche Eltern zu haben oder den eigenen Eltern Geld fürs Ausland abzuknöpfen. Es kommt darauf an, schon als Schülerin schlaue Finanzentscheidungen zu treffen, frühzeitig zu planen und den ein oder anderen Trick, den ich dir heute verraten habe, zu beherzigen. All diese Tipps und Tricks wende ich übrigens auch immer selber an, wenn ich ins Ausland starte. Das mit dem Kindergeld früher übrigens auch. :-)
Hast du noch Tricks oder Ideen, wie Auslandsjahr selbst finanzieren finanzschlau geht? Dann schreib mir doch: hi@dowhatyouloveacademy.de. Ich freue mich, deine Tipps zu erfahren! Von einem Sparfuchs zum nächsten!
Und wenn du jetzt Lust hast, in ein selbst finanziertes Auslandsjahr zu starten (yay!), dann schnapp dir doch direkt meinen Starter Guide für 0 Euro. Drin ist ein Test, in dem du herausfindest, ob du der Typ für ein Auslandsjahr bist. Viel Spaß!





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