Auslandsjahr in Thailand: 5 Dinge, die wir von den Thais lernen können – und sollten!


Ein Auslandsjahr in Thailand ist der Jackpot schlechthin. Egal, ob Freiwilligendienst in Thailand nach dem Abi, ein Schüleraustausch in Thailand während der Schulzeit oder ein Auslandsjahr während des Studiums – 12 Monate in dem südostasiatischen Land zu verbringen, wird deinen Horizont flashen und dir einen völlig neuen Blickwinkel geben. Auf dich selbst, auf deine Lebensweise und darauf, wie du Europa und damit deine Heimat siehst.

Wieso weiß ich das so genau? Weil ich seit meinem Auslandspraktikum in Bangkok, der buzzing Hauptstadt Thailands, ein riesiger Fan dieses faszinierenden Landes bin. Und weil ich seitdem jede Gelegenheit nutze, um nach Krung Thep – so heißt Bangkok auf Thai – zurückzukehren und meine thailändischen Freunde aus Praktikumszeiten zu besuchen.

Mittlerweile kann ich guten Gewissens behaupten, die thailändische Kultur sehr gut zu kennen. Und je häufiger ich zurückkomme nach Thailand, desto mehr Dinge fallen mir auf, die wir als Deutsche oder auch Österreicherinnen von den Thais lernen können. Auf den unterschiedlichsten Ebenen übrigens. Ein Jahr in Thailand ist eben so viel mehr als Strand, Sonne und TukTuk-Fahrten – wenn wir unsere Augen öffnen und bereit sind, von den Thais zu lernen. Und das sollten wir!

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, zusammen mit thailändischen Freundinnen beim Abendessen in Bangkok bei Nacht.
Mit das Schönste an einem Auslandsjahr in Thailand: Mit- und voneinander lernen zu können.

Wie du ein Auslandsprogramm in Thailand oder auch sonst wo findest, das dich nicht nur persönlich, sondern auch beruflich und kulturell weiterbringt, und was gute und sinnvolle Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi sind, darüber spreche ich übrigens regelmäßig vor Schulklassen. Zur Buchung meiner Auslandspräsentation für Schülerinnen und Schüler geht’s hier entlang.

Und um dich beim Thema Auslandsjahr an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.

Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und zudem den größten kulturellen Lerneffekt zu haben. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!

Das sagt übrigens mein Mentee Jula über unser Mentoring. Jula will kein Auslandsjahr in Thailand, sondern in Australien machen, was mindestens genauso großartig ist. Ich darf sie auf dem Weg dorthin unterstützen. Vielen Dank, Jula!

Testimonial der Abiturientin Jula für DOWATYOULOVE.ACADEMY, die sich zum Thema Auslandsjahr nach dem Abi hat beraten lassen.
Egal, ob Auslandsjahr in Thailand oder Australien – mein Mentoring begleitet dich in das Jahr deines Leben!

Jetzt geht’s aber los mit dem Artikel. Was ich als Deutsche bei meinem Auslandsaufenthalt in Thailand gelernt habe und was auch du bei einem Auslandsjahr in Thailand lernen kannst – dazu kommen wir jetzt! Viel Spaß beim Lesen!

*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.

Auslandsjahr in Thailand, Learning 1: Lächeln bringt uns weiter als meckern

Starten wir mit einem Learning, das irgendwie banal klingt, aber für uns in Deutschland und Österreich doch sehr zentral ist. Denn oftmals merken wir selbst nicht, wie wir uns als Gesellschaft anderen gegenüber im Alltag verhalten. Weil es eben so normal ist, auf bestimmte Situationen auf eine gewisse angelernte Art und Weise zu reagieren.

Ich bin selbst Deutsche, geboren und aufgewachsen in München. Aber eben eine, die viel gereist ist uns schon in den unterschiedlichsten Ländern gelebt, gearbeitet und studiert hat. Immer, wenn ich in Thailand bin, fällt mir vor allem eines auf: Wie die Thais mit Situationen umgehen, die nicht so gelingen, wie sie es sich vorgestellt hatten. Wie sie auf Missgeschicke, Konflikte oder Enttäuschung reagieren.

Anstatt in all diesen Situationen mit Wut, Aggression, Schimpfen oder Meckern zu antworten, heißt die Wunderwaffe der Thais: lächeln. Das mag für uns Deutsche erstmal oberflächlich und nicht zielführend klingen – das ist es aber absolut nicht. Das Lächeln ist in Thailand die zwischenmenschliche Botschaft an den jeweils anderen: Es ist okay. Let’s move on!

Es gibt einen bekannten Begriff auf Thai und zwar „Mai pen rai!“. Das heißt so viel wie: Macht nichts, schwamm drüber. Gepaart mit einem ehrlich gemeinten Lächeln lassen sich zwischenmenschliche Konflikte in Thailand gewaltfrei und ohne Aggression oder böses Blut lösen. Ein Lächeln sagt in Thailand tatsächlich mehr als tausend Worte. Es ist Ausdruck des Dankes, Ausdruck der Sympathie, Ausdruck der Entschuldigung und eben auch Ausdruck des Verzeihens.

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, vor einer bunten Bilderwand bei einem Auslandsjahr in Thailand. Sie hält eine Tasche in der Hand und lächelt in die Kamera.
Was man in einem Jahr in Thailand lernt: Lächeln ist der Kleber der thailändischen Gesellschaft. Eigentlich schön, oder?

Auch deshalb wirst du in Thailand keine Streitgespräche oder Konflikte miterleben, in denen sich Menschen in der Öffentlichkeit anschreien oder beschimpfen. Es ist einfach nicht Teil des Umgangs miteinander und der thailändischen Alltagskultur. Und das ist etwas, wovon wir in Deutschland und Österreich durchaus lernen können. Mehr zu verzeihen und anderen Menschen mit einem Lächeln anstatt mit Beschimpfungen, Wut und Anwaltsbriefen zu begegnen.

Und wenn du dich nun fragst, was du bei einem Auslandsjahr in Thailand sinnvollerweise tun könntest, dann habe ich einen Tipp für dich: Wie wäre es mit einem Freiwilligendienst in Thailand? Er gibt dir die Möglichkeit, an Sozialprojekten mitzuarbeiten und dabei ganz tief in die lokale Kultur einzutauchen. Aber Achtung: Freiwilligendienst ist nicht gleich Freiwilligendienst. Es gibt einen großen Unterschied zwischen wirkungsvollem Volunteering und meist sinnbefreitem Voluntourismus, der von Reisebüros angeboten wird.

Worauf du bei Freiwilligenarbeit im Ausland achten musst, um wirklich einen Impact in der Welt zu hinterlassen, das habe ich hier für dich: Volunteering versus Voluntourismus: Warum du von 14 Tagen Schildkröten retten auf Bali die Finger lassen solltest. Gilt übrigens auch für einen Auslandsaufenthalt in Thailand. Also check it out!

Learning 2: Jeder ist seines Glückes Schmied

Was mir schon bei meinem Auslandspraktikum in Thailand aufgefallen ist und immer wieder auffällt: In Thailand gilt das Mindset „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Und das liebe ich ja. Denn das bedeutet, dass in Thailand niemand beansprucht oder erwartet, dass der Staat ihn oder sie mithilfe von Steuergeldern durchfüttert. Deshalb findet man in Thailand selten Menschen, deren Lebensinhalt darin besteht, herumzulungern und nichts zu tun.

Im Gegenteil: Das süße Nichtstun auf Staatskosten, wie es viele Menschen in Deutschland ohne schlechtes Gewissen zu tun pflegen, ist hier absolut verpönt. Das ist zumindest mein Eindruck nach meinen vielen Aufenthalten in Thailand. Denn was mir immer wieder direkt auffällt: Hier ist jeder busy. Geschäftig und beschäftigt. Jeder hat hier das Ziel, mit irgendetwas Geld zu verdienen und seine Skills einzubringen. Jeder tut in Thailand irgendwas, das er oder sie gut kann: Bügeln, nähen, Wäsche waschen, Haare schneiden, Mopedtaxi fahren, selbst gekochtes Essen oder selbst gebastelte Karten verkaufen etc.

Das führt dazu, dass es in Thailand unfassbar viele Mikrobusinesses gibt, also Minigeschäfte, die nur von einer oder maximal zwei Personen betreiben werden. Zum Beispiel: Im Friseursalon an meiner Straßenecke – dort wohne ich immer, wenn ich längere Zeit in Bangkok bin – arbeiten Mutter und Tochter. Eine wäscht die Haare und putzt den Boden, die andere schneidet und föhnt die Haare. Und das bis abends um 22 Uhr und auch am Wochenende. Warum? Weil sie Geld verdienen und ihr Business voranbringen wollen.

Übrigens: Für einen Haarschnitt bei Mutter und Tochter habe ich das letzte Mal 200 thailändische Baht bezahlt, umgerechnet 5,60 Euro (Stand: Dezember 2024). Bei meinem Auslandspraktikum in Thailand nach meinem Bachelor-Studium gab es den Haarschnitt noch für die Hälfte, also für unter 3 Euro. Aber seitdem sind auch in Thailand die Lebenshaltungskosten gestiegen, weshalb die Preise anziehen mussten.

Warum ich ein Praktikum in Thailand absolut jedem ans Herz legen kann, das habe ich übrigens hier für dich: 90 Days in Bangkok: Warum ein Praktikum in Thailand auf deine To-Do-Liste muss! Klick dich rein, wenn du den Artikel noch nicht kennst.

Quintessenz also für uns: Von dieser Can-Do-Attitude können wir in Europa durchaus lernen. Denn etwas mehr Drive, Fleiß und Unternehmergeist schadet uns als Gesellschaft gewiss nicht. Und entlastet unsere Staatskasse ungemein. Außerdem ist es irgendwie doch unfassbar erfüllend, seines eigenen Glückes Schmied zu sein, oder nicht? Das war jedenfalls meine persönliche Erkenntnis aus meinem Auslandsaufenthalt in Thailand.

Learning 3: Wer wen liebt, hat niemanden zu interessieren

Für Punkt Nummer 3 ist nicht mal ein ganzes Auslandsjahr in Thailand nötig, denn dieses Learning springt einem auch als Touristin entgegen, sobald man in Thailand einfach mal aufmerksam durch die Straßen geht. Zum Beispiel in Bangkok. Die Thais sind liberal und tolerant, was die Liebe betrifft. Ob Frauen Männer oder Männer andere Männer lieben oder Frauen andere Frauen, ist hier kein Gegenstand gesellschaftlicher Debatte. Hier darf jeder lieben, wen er oder sie will. Ohne Verurteilung oder Benachteiligung.

Das dritte Geschlecht ist in Thailand seit Langem etabliert und öffentlich akzeptiert. Wie sich jemand kleidet oder gibt, bleibt hier jedem oder jeder selbst überlassen. Auch den eigenen Namen ändern zu lassen, ist in Thailand ohne große bürokratische Hürden möglich. Während wir in Deutschland Komplexität schaffen, wo keine sein müsste, geht Thailand mit Toleranz und Liberalismus voran. Und das ist mir schon bei meinem Auslandsaufenthalt in Thailand im Jahr 2006 aufgefallen.

Das Bild zeigt ein Werbeplakat für das Geschäft "One Bangkok" mit einem Mann, der Schminke trägt.
Noch ein Learning im Auslandsjahr in Thailand: Die Thais lassen jeden leben und lieben, wie er oder sie will.

Damals lebten wir in Europa noch in der Steinzeit, was die Rechte und die Akzeptanz Andersgeschlechtlicher und Andersliebender betrifft. Dabei sind wir doch mal ehrlich: Es tut einer Gesellschaft keinen Abbruch, wenn jeder so lieben darf, dass es ihn oder sie glücklich macht. Warum sich andere Menschen daran stören sollten, ist mir schon immer ein Rätsel. Thailand beweist, dass wir anderen Menschen mit Toleranz und Respekt begegnen können – auch wenn sie anders leben als wir selbst.

Darüber sollten wir als Gesellschaft in Deutschland und Österreich nachdenken und unsere eigenen Denk- und Verhaltensmuster hinterfragen. In wenigen Tagen beginnt bei uns das Jahr 2025. In Thailand startet dann übrigens das Jahr 2568. Die Thais sind uns eben nicht nur in ihrer Zeitrechnung über 500 Jahre voraus. Sondern auch in ihrem Denken und im Level ihrer Toleranzfähigkeit.

Learning 4: Regeln sind wichtig, damit der Alltag funktioniert

Die Thais sind liberal, das haben wir gerade schon gelernt. Gleichzeitig hat mir mein Auslandsaufenthalt in Thailand gezeigt, dass gewisse Regeln für die Thais absolut unabdingbar sind, um einen reibungslosen Alltag zu gewährleisten. Vor allem in einer Metropole mit 10 Millionen Einwohner*innen, wie sie Bangkok eben ist. Und diese Regeln werden in Thailand zum einen streng durchgesetzt und zum anderen von den Menschen auch gelebt.

Bestes Beispiel: Die U-Bahn, die in Bangkok MRT oder auch Metro heißt. Die Züge der Metro verkehren im Minutentakt unterirdisch (und teilweise auch oberirdisch), transportieren Millionen Fahrgäste täglich und es kommt so gut wie nie zu Verzögerungen oder Ausfällen. Warum?

Der Bahnsteig der Metro-Station Lumpini in Bangkok. Eine automatisch öffnende und schließende Glastüre schützt die Gleise der U-Bahn.
Die Metro in Thailands Hauptstadt Bangkok ist einfach clever geplant: Glastüren schützen die Gleise vor Müll und hineinfallenden Dingen oder Menschen.

Erstens: Weil das U-Bahn-System clever geplant wurde. Die U-Bahn-Gleise sind durch Glaswände mit Glastüren geschützt. Die Türen öffnen sich nur, wenn ein Zug dahinter zum Stillstand gekommen ist, nur zum Ein- und Aussteigen, danach schließen sich diese Türen wieder. Bedeutet: Niemand kann Müll ins Gleis werfen, sein Handy darin verlieren oder andere Menschen hineinschubsen. Folge: Es gibt keine Ausfälle oder Verspätungen durch Müll oder Menschen im Gleis.

Zweitens: Wer die Metro nutzen will, muss sich an die Regeln der Thailand Transport Authority halten. Und die sind streng und clever zugleich. Essen und trinken in der U-Bahn: verboten! Selbst das verpackte Mitbringen von stinkendem Essen ist nicht erlaubt. In Thailand würde niemand auf die Idee kommen, einen Döner in einer U-Bahn auszupacken oder seine Bierflasche auf dem Boden auslaufen zu lassen, so dass alle anderen Fahrgäste durch eine klebrig-stinkende Bierlache steigen müssen.

In Thailand würde auch niemand auf die Idee kommen, lauthals ins Handy zu schreien oder ohne Kopfhörer Gespräche zu führen, was anderen Fahrgästen auf den Geist gehen könnte. Oder die dreckigen Schuhe auf die Sitze zu stellen. Rücksichtnahme und Regeln führen dazu, dass alle Fahrgäste eine angenehme Fahrt haben. Denn dafür haben sie schließlich auch bezahlt.

Ein Schild der Metro in Bangkok, die grafisch die Dinge zeigen, die im U-Bahn-Bereich verboten sind, wie Rauchen oder Müll wegwerfen.
Learning Nummer 4 bei einem Auslandsaufenthalt in Thailand: Regeln sind wichtig und richtig.

Finde ich das super? Aber sowas von! Und wenn ich Verkehrsministerin wäre, würde ich all diese Regeln für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel in Deutschland erlassen. Und deren Einhaltung kontrollieren lassen, so wie es auch in Thailand der Fall ist. In Bangkoks Metro sind die Bahnsteige, Gleise und Züge sauber. Die Reinigungskosten also gering. Dafür gibt es eine Person am Bahnsteig, die für die Einhaltung des Verhaltenskodex sorgt. Ist das clever? Oh yes!

Können wir auch in dieser Hinsicht von den Thais lernen? Definitiv. Und nicht nur von ihnen übrigens. Dass U-Bahnen durch Glastüren geschützt sind, ist in allen asiatischen Ländern, die ich kenne, der Fall. Einfach smart, finde ich. Und die Frage, warum wir in Europa nicht auf diese Idee gekommen sind, ist doch absolut berechtigt, oder nicht?

Learning 5: Der Sinn des Lebens ist, es zu genießen

Nun haben wir bisher über ein Auslandspraktikum oder Freiwilligendienst in Thailand gesprochen. Aber es gibt auch die Möglichkeit, einen Schüleraustausch in Thailand zu machen. Ein Auslandsjahr als Schülerin habe ich selbst nie gemacht, da ein High-School-Jahr in den USA nicht gerade billig ist. Im Hinblick darauf dürfte der Schüleraustausch in Thailand gar keine schlechte Option sein, denn das Leben in Thailand ist um ein Vielfaches günstiger als in den USA, Australien oder England.

Aber bevor ich abschweife, kommen wir zu der fünften Sache, die du bei einem Auslandsjahr in Thailand lernen kannst, und die betrifft eine ganz elementare Lebenseinstellung der Thais: Das Leben ist dazu da, genossen zu werden. Dafür gibt es in Thailand sogar einen Begriff und zwar „Sanuk“. Ich würde das Wort sinngemäß mit Lebensfreude oder Leichtigkeit des Seins übersetzen. Und das wird in Thailand von absolut jedem gelebt.

Die Thais genießen das Leben bewusst und von ganzem Herzen. Sie reisen durch ihr eigenes Land. Sie essen gerne und gut. Sie lachen viel. Sie treffen Freunde und haben zusammen eine schöne Zeit. Genuss steht für die Thais an oberster Stelle im Leben. Wer es sich leisten kann, der gönnt sich etwas und macht sich das Leben angenehm. Die Thais essen fast immer auswärts, was sicherlich auch daran liegt, dass die Preise für Essen und Restaurantbesuche wesentlich günstiger sind als in Europa. Aber auch daran, dass sie sich das Leben gerne erleichtern und nach einem Arbeitstag nicht auch noch einkaufen, das ganze Zeug nach Hause schleppen, kochen und abspülen wollen.

Das Bild zeigt einen traditionell thailändisch gedeckten Tisch mit thailändischen Nudeln auf einem Teller und einer Nachspeise aus Mango und Klebreis.
Absoluter Benefit bei einem Auslandsjahr in Thailand: Das leckere und günstige Essen!

Sich wie in Deutschland mit einem Hauskredit 30 Jahre lang zu versklaven und jeden übrigen Euro bzw. Baht an die Bank zahlen zu müssen, ist in Thailand deshalb eher unüblich, weil es Lebensqualität und Lebensfreude einschränkt. Das passt nicht zum Lebensverständnis der Thais.

Von der Lebensfreude der Thais können wir in Deutschland jede Menge lernen. Denn etwas mehr zu leben und weniger verbissen unsere Hauskredite abzuzahlen und für unsere Rente zu sparen, kann uns definitiv nicht schaden. Schon als ich von meinem allerersten Auslandsaufenthalt in Thailand zurück nach Hause kam, war mir eines klar: Das Leben hat mehr zu bieten, als sich Sorgen zu machen und sich von Banken versklaven zu lassen. Fakt ist auch: Wer einmal von den Thais in Sachen Leichtigkeit gelernt hat, der will nie wieder etwas anderes im Leben.

Auslandsjahr in Thailand: Wann startest du durch?


In diesem Artikel haben wir uns 5 Dinge angesehen, die wir bei einem Auslandsjahr in Thailand von den Thais lernen können. Diese 5 Dinge beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen und meiner Beobachtung aus meinem Praktikum in Thailand, unzähligen Aufenthalten dort und Gesprächen mit meinen thailändischen Freunden. Und es gibt noch einige Dinge mehr, die hier aber den Rahmen sprengen würden.

Egal, ob Freiwilligendienst in Thailand, ein Praktikum oder vielleicht sogar ein Schüleraustausch in Thailand – ein Jahr in diesem wunderbaren Land wird dich genauso flashen, wie es mich geflasht hat. Thailand hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und meinen Horizont unendlich erweitert.

Mein Auslandsaufenthalt in Thailand hat mir gezeigt, dass wir in Deutschland und Europa die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben. Auch, wenn wir oft so tun, als wüssten wir in der westlichen Welt alles besser als der Rest des Erdballs. Die Realität bestätigt das aber nicht. Oder was denkst du? Wenn du dich in Thailand auskennst und noch Ideen hast, was wir von den Thais lernen können, dann schreib mir: hi@dowhatyouloveacademy.de! Ich freu mich.

Und wenn du dich nun fragst, ob du eigentlich der Typ für ein Auslandsjahr in Thailand bist und dir 12 Monate weg von Zuhause gefallen könnten, dann finde es heraus! In meinem Starter Guide für 0 Euro findest du einen kleinen Test mit Fragen, die dir eine erste Einschätzung geben, ob ein Auslandsjahr ganz generell etwas für dich wäre. Also, check it out und folge mir bei Instagram, wenn du es nicht eh schon tust. Viel Spaß und bis bald!

4 Kommentare

  1. Vor allem bei Punkt 1 und 3 stimme ich dir zu. Mehr Freundlichkeit und Toleranz könnten uns in Deutschland enorm weiterbringen – im Privaten wie in der Arbeitswelt. Vielleicht liegt es aber auch einfach an dem vielen Sonnenschein und dem besseren Essen, dass die Thais bessere Laune haben als wir hier in Europa ☺️

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    • Hehe! Das kommt bestimmt noch dazu, ja! Und weniger Bürokratie, Formulare und Gängelung, die einem das Leben schwer macht. Die Leichtigkeit des Seins ist in Thailand so unfassbar erlebbar. Deshalb sollte einfach jeder und jede Deutsche mal für längere Zeit in Thailand leben. Ist die Horizonterweiterung schlechthin :-)

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  2. Danke für die Einsichten in die thailändische Kultur, die man als „normal Tourist“ oft gar nicht mitbekommt! Schon alleine deswegen lohnt sich ein längerer Aufenthalt :) Deutsche neigen ja gerne dazu, auf andere herabzuschauen, aber dein Artikel zeigt mal wieder, das einiges in anderen Ländern besser läuft und wir noch einiges an „room for improvement“ haben! Wenn ich mir das so durchlese, bekomme ich gleich Lust, hinzufahren :D

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    • Liebe Zoe! Es freut mich total, dass dir der Artikel über Thailand gefällt. Es ist genau, wie du sagst – wir in Deutschland und Europa können so einiges von anderen Ländern lernen. Aber diese Horizonterweiterung findet eben erst dann statt, wenn man sich darauf einlässt und längere Zeit mit offenen Augen und offenem Herzen durch ein fremdes Land geht. Ich jedenfalls liebe diese Mindset-Erweiterung sehr. Viel Spaß in Thailand, wenn du mal dort bist. Ist eines meiner absoluten Lieblingsländer :-)

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