Lust auf mehr Blogartikel?
Schreib mir!

Land, Sprache, Dauer: Diese 10 Fragen helfen dir, dein ideales Auslandsprogramm nach dem Abi zu finden


Das ideale Auslandsprogramm nach dem Abi zu finden, ist gar nicht so einfach. Das ist dir vielleicht auch aufgefallen, wenn du schon versucht hast, mithilfe von Google etwas Licht in die unzähligen Auslandsoptionen nach dem Abi zu bringen. Fakt ist: Der Dschungel der Auslandsmöglichkeiten ist real!

Auch ich habe heute Morgen eine Google-Suche zum Thema „Wege ins Ausland nach dem Abitur“ durchgeführt – und war erstmal völlig überfordert. Mir wurden alle möglichen Auslandsprogramme entgegengeworfen:

Von Sprachkursen über Backpacking-Reisen, von Au-Pair bis Work and Travel, von Auslandspraktikum bis Freiwilligenarbeit im Ausland. Und all das in unzähligen Ländern, von diversen Anbietern mit viel zu vielen Informationen. Wow! Mein Gehirn sagte erstmal tschüß und verabschiedete sich in einen Komplett-Shutdown bis nach dem Mittagessen.

Genau von diesem morgendlichen Information Overload inspiriert, ist dieser Artikel entstanden. Die Frage, die mir sofort in den Kopf sprang: Wie kann ich etwas Klarheit in den Dschungel der Auslandsprogramme und unzähligen Möglichkeiten nach dem Abi bringen?

Und wie kann ich dir helfen, das für dich ideale Auslandsprogramm zu finden? Denn jede Weltenbummlerin hat andere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an ihr persönliches Auslandsabenteuer. Und dass diese bestmöglich erfüllt werden, darum geht es jetzt!

Für die nachfolgenden Denkanstöße in Form von hilfreichen Fragen habe ich ganz tief in meiner Erfahrungskiste von sechs Auslandsjahren gekramt. Und hier sind sie! Die wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest, um herauszufinden, welches Auslandserlebnis zu dir persönlich passt! Um das für dich perfekte Auslandsprogramm nach dem Abi zu finden, das dich rundum happy macht. Also, los geht’s!

Frage 1: Welche Sprachkenntnisse will ich verbessern?

Die allererste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du ein Auslandsprogramm nach dem Abi suchst, ist die nach der Sprache. Also: Welche Landessprache interessiert mich, welche Fremdsprache will ich erlernen oder verbessern? Warum ist das die Basic-Frage aller Fragen?

Ganz einfach: Weil sich durch diese Frage die Auswahl möglicher Länder für dein Auslandsprogramm bereits extrem eingrenzt. Hier gilt: Je exotischer die Sprache, die du lernen willst, desto mehr Länder fallen aus dem potenziellen Auswahltopf heraus. Aber auch, wenn deine Wahl auf Spanisch oder Französisch fällt, bist du schon einen Schritt weiter.

Wie wär's mit einem Auslandsprogramm nach dem Abi in Mexiko?
Wie wär’s mit einem Auslandsprogramm nach dem Abi in Mexiko?

Denn wenn du beispielsweise dein Französisch verbessern willst, dann ist die Auswahl an potenziellen Zielländern wesentlich kleiner, als wenn du dein Englisch verbessern willst. Deshalb gilt: Spanisch und Französisch grenzen deine Auswahlmöglichkeiten für dein Auslandsprogramm nach dem Abi schon extrem ein. Und bei Japanisch oder Chinesisch ist die Auswahl deines Ziellandes absolut glasklar. 😉

Die Fremdsprache, die die meisten nach dem Abitur verbessern wollen, ist Englisch. Vor- und gleichzeitig Nachteil dabei ist, dass die Auswahl an möglichen Zielländern für Englisch am größten ist. Aber don’t you worry! Auch hier lichtet sich der Dschungel der Möglichkeiten – und zwar, indem du dir Frage 2 stellst!

Frage 2: Will ich in ein Native-Speaker-Land oder nicht unbedingt?

Die nächste Frage schließt sich direkt an die Frage der Sprachkenntnisse an. Du solltest dich fragen: Wie wichtig ist es mir, dass ich für mein Auslandsprogramm nach dem Abi in ein Native-Speaker-Land gehe? Sprich: Muss die Sprache, die ich verbessern will, die offizielle Landessprache in meinem Zielland sein? Diese Überlegung ist aus zwei Gründen wichtig.

Erstens: Wenn du dein Englisch verbessern willst, dann kannst du das in einem Land mit englischsprachigen Muttersprachler*innen tun. Das wären zum Beispiel Australien, die USA, Südafrika, Neuseeland, the United Kingdom, Kanada, Singapur und noch unzählige mehr – ich habe jetzt einfach mal die englischsprachigen Klassiker für Auslandsprogramme nach dem Abi gelistet.

Aber du musst nicht zwangsweise in ein Native-Speaker-Land gehen. Denn du kannst dein Englisch auch dann verbessern, wenn du in ein Land gehst, dessen offizielle Landessprache eben nicht Englisch ist.

Zum Beispiel, indem du dir ein Auslandspraktikum bei einem internationalen Konzern wie Google & Co. suchst, in dem Arbeitssprache Englisch ist – völlig egal, wo auf der Welt. So bekommst du deine tägliche Dosis englisches Sprachtraining auch in einem Land, in dessen öffentlichem Leben kein Englisch gesprochen wird. So als kleine Gedankenerweiterung. 😉

Englisch verbessern geht auch in Mexiko! Oder du lernst dort einfach direkt Spanisch und übst mit den Einheimischen.
Englisch verbessern geht auch in Mexiko! Oder du lernst dort einfach direkt Spanisch und übst mit den Einheimischen.

Zweitens, und das ist meine persönliche Erfahrung aus den unterschiedlichsten Auslandsprogrammen und in deinen Überlegungen keinesfalls zu vernachlässigen: Du kannst in einem Land, das nicht zu den westlichen englischsprachigen Klassikern zählt, eine extrem spannende interkulturelle Erfahrung machen. Denn generell gilt: Je weiter entfernt die Kultur deines Ziellandes von der deutschen Kultur, desto interessanter und lehrreicher die Erfahrung!

Apropos lehrreiche Erfahrung: Ich habe mich nach meinem Bachelor-Abschluss ganz bewusst für ein nicht-westliches und auch nicht-englischsprachiges Erlebnis im Ausland entschieden. Und mein Praktikum in Thailand war eine der bis heute absolut besten Erfahrungen meines Lebens!

Warum ich auch dir ein Auslandspraktikum in Thailand sehr ans Herz lege, erfährst du in meinem Artikel 90 Days in Bangkok: Warum ein Praktikum in Thailand auf deine To-Do-Liste muss. Klick dich rein!

Frage 3: Welche Region dieser Welt interessiert mich?

Kommen wir zu Frage 3, die dir hilft, dein ideales Auslandsprogramm nach dem Abi für dich zu finden. Diese dritte Überlegung ist spannend, denn sie ermöglicht es dir, die möglichen Zielländer für dein Auslandsabenteuer noch weiter einzugrenzen. Also, let’s do it!

Wenn du ins Ausland nach dem Abi starten willst, ist es nicht nur wichtig, dass dich dein Auslandsprogramm persönlich und in Sachen beruflicher Klarheit weiterbringt. Es ist auch wichtig, dass du in deinem Auslandsjahr Spaß und ein insgesamt tolles Auslandserlebnis hast.

Deshalb solltest du dich fragen, welche Region dieser Welt dich eigentlich persönlich interessiert und wo du gerne für eine Weile leben würdest. Welche Kultur du inhalieren und welche Menschen du unbedingt kennenlernen willst.

Hier ist es wichtig, deinem Instinkt und deinen Interessen zu folgen und weniger darauf zu achten, welches Land vielleicht im Lebenslauf gut aussehen könnte. Apropos Lebenslauf! Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: Ein Auslandsjahr in den USA nach dem Abi macht keinen besseren Eindruck bei zukünftigen Chef*innen als beispielsweise ein Auslandsjahr in Südafrika, Kambodscha, Mexiko oder China. Im Gegenteil.

Menschen kennenlernen und lokales Essen schnabulieren ist mit das Beste am Auslandsjahr nach dem Abi!
Menschen kennenlernen und lokales Essen schnabulieren ist mit das Beste am Auslandsjahr nach dem Abi!

Je „exotischer“ das Land, das du wählst, desto größer das kulturelle und persönliche Learning für dich. Deine Entwicklungskurve macht dann einen besonders großen Sprung nach oben, wenn du raus musst aus deiner Komfortzone. Und das musst du umso mehr, je fremder und unbekannter das Abenteuer ist, in das du dich stürzt. Auch das solltest du also in deine Überlegungen mit einfließen lassen.

Was ich damit sagen will: Es müssen nicht immer die USA oder England sein. Mir persönlich ist England beispielsweise kulturell viel zu unspektakulär. Wenn du eine Leidenschaft für Asien hast, weil du das Essen liebst – go for it!

Oder wenn dich der afrikanische Kontinent mit seinen bunten Farben fasziniert – perfekt! Wenn du Lateinamerika und seine Tänze magst – super! Wichtig ist nur eins: Folge deinem Herzen und deinen Interessen bei der Frage nach der Region.

Frage 4: Wie lange will ich raus aus Deutschland?

Frage 4, um das für dich perfekte Auslandsprogramm nach dem Abi zu finden, betrifft die Dauer deines Aufenthaltes. Denn die Frage, wie lange du eigentlich Deutschland goodbye sagen willst, hilft dir bei der Wahl des entsprechenden Auslandsprogramms.

Fakt ist: Viele Auslandsprogramme haben eine festgeschriebene Dauer und es ist entweder nicht möglich oder nicht empfohlen, diese Dauer zu unter- oder überschreiten.

Insbesondere für die USA gilt: Das Arbeitsvisum, das wir als Deutsche für einen Job in den USA benötigen, ist auf einen bestimmten fixen Zeitraum ausgestellt. Dieser fixe Zeitraum hängt wiederum vom Programm ab und ist vom Programmgeber oder Arbeitgeber festgesetzt.

Für meinen Job nach dem Abi bei Walt Disney World in Florida war es beispielsweise so, dass die Gültigkeit des Visums fix für zwölf Monate festgesetzt war, denn genau so lange sollten wir bei Disney arbeiten. Es gab die einmalige Chance, dieses Visum von zwölf auf 15 Monate zu verlängern (was ich getan habe), aber dann war Schluss.

Du solltest also die Dauer der verschiedenen Auslandsprogramme nach dem Abi in deine Überlegungen mit einbeziehen, um herauszufinden, was für dich die beste Option ist.

Bedeutet: Wenn du kein ganzes Jahr weg willst, dann bewirb dich nicht für das Disney-Programm. Wenn du nicht mindestens sechs Monate weg willst, dann bewirb dich nicht für Freiwilligenarbeit im Ausland, denn alle seriösen Anbieter schreiben als Mindestdauer ein halbes Jahr vor – und empfehlen dir tendenziell mehr.

Geburtstag, Weihnachten und sonstige Feiern - wer ein Jahr bleibt, der kriegt sie alle mit!
Geburtstag, Weihnachten und sonstige Feiern – wer ein Jahr bleibt, der kriegt sie alle mit!

Aus meiner Erfahrung mit allen möglichen Auslandsprogrammen kann ich dir sagen, dass du gut fährst und die meisten Optionen hast, wenn du zwölf Monate Zeit einplanst. Das Working Holiday Visum für Work & Travel in Australien, Neuseeland und Kanada wird für zwölf Monate ausgestellt. Aus Freiwilligenarbeit im Ausland nimmst du erst so richtig was mit, wenn du ein Jahr bleibst.

Ein Auslandspraktikum kann durchaus für sechs Monate Sinn machen, aber eben nicht so sehr für zwei. Und wenn du nur für drei Monate weg willst, dann eignet sich wahrscheinlich am besten ein Job irgendwo in Europa über den Sommer.

Denn für einen Job in der EU brauchst du kein Visum und hast auch keine Mindest-Programmdauer. Also überlege dir, wie lange du raus willst aus Deutschland, um den Dschungel der Auslandsmöglichkeiten etwas mehr in den Griff zu bekommen.

Meine Empfehlung für dich ist übrigens ganz klar, ein ganzes Jahr Zeit einzuplanen. Vor allem dann, wenn du absolut keinen Plan hast, was du mit deinem Leben nach der Schule anstellen sollst. Statt dich panikartig in irgendein Studium oder Ausbildung zu schmeißen, solltest du eine Auszeit nach dem Abi nehmen.

Warum sie dir hilft, schlechte Entscheidungen in Bezug auf Studien- und Berufswahl zu vermeiden, erfährst du hier: Mission Happiness! 6 Gründe, warum du eine Auszeit nach dem Abi nehmen solltest. Klick dich rein!

Frage 5: Wie unabhängig will ich im Ausland sein?

Eine extrem zentrale Frage in Bezug darauf, welches Auslandsprogramm das richtige für dich ist, ist die nach deiner eigenen Unabhängigkeit. Frag dich selbst: Wie unabhängig bin ich, wie gut organisiere ich mein eigenes Leben und wie viel Unabhängigkeit möchte ich in meinem Auslandsaufenthalt?

Denn im Dschungel der Auslandsmöglichkeiten gibt es welche, die dir mehr Unabhängigkeit geben und andere, die dir weniger Entscheidungsspielraum lassen und mehr Rahmenbedingungen vorgeben. Sehen wir uns beispielsweise Au-Pair als Auslandsprogramm an.

Als Au-Pair im Ausland bist du sehr stark fremdbestimmt und genießt sehr wenig Unabhängigkeit. Warum? Weil du in eine Familie eingebunden bist, bei der du wohnst, für die du arbeitest und auf die du rundum angewiesen bist. Du musst dich für alles mit dieser Familie abstimmen und kannst nicht einfach tun und lassen, was du willst. Der Vorteil von Au-Pair ist, dass du nicht auf dich alleine gestellt bist, wenn du das nicht möchtest. Der Nachteil ist eben diese fehlende Selbstbestimmung.

Extreme Unabhängigkeit hingegen gibt dir Work & Travel, für dessen Umsetzung du übrigens kein Reisebüro brauchst. Mein Tipp: Spar dir das Geld für Erlebnisse vor Ort, denn Work & Travel in Australien, was ich selbst gemacht habe, kannst du dir super leicht eigenständig organisieren.

Bei Work & Travel kannst du jobben, wo du willst. Du kannst wohnen, wo du willst. Du kannst hinreisen, wo du willst. Du kannst mit deiner Zeit tun und lassen, was du willst. Wenn dir ein Ort nicht gefällt, kannst du einfach weiterziehen. Und genau dafür liebe ich Work & Travel!

Allein durch die Welt ziehen? Yes, you can! Auch in Mexiko! Die Überlandbusse sind übrigens Extraklasse!
Allein durch die Welt ziehen? Yes, you can! Auch in Mexiko! Die Überlandbusse sind übrigens Extraklasse!

Um das für dich ideale Auslandsprogramm nach dem Abi zu finden, solltest du dir ehrlich die Frage stellen, wie unabhängig du jetzt schon bist und später im Ausland sein willst. Für diese Einschätzung kannst du übrigens auch enge Freundinnen und deine Eltern befragen.

Denn wenn du der Typ Freiheitsliebhaberin bist – so wie ich – dann wird dir Au-Pair keinen Spaß machen, weil es dich zu sehr einengt. Andersrum wird dich Work & Travel überfordern, wenn du eine gewisse Sicherheit brauchst und nicht komplett auf dich alleine gestellt sein willst.

Du siehst, auch mit Frage 5 kommst du einen Schritt weiter in Richtung des Auslandsprogramms, das perfekt zu dir passt. Aber – ich habe noch mehr für dich! 🙂

Frage 6: Wie weit traue ich mich aus meiner Komfortzone heraus?

Die eigene Komfortzone ist vor allem eins: extrem bequem! Wenn du ins Ausland nach dem Abi willst, dann schubst du dich automatisch bis zu einem gewissen Grad aus deiner Komfortzone heraus. Und das ist auch verdammt gut so, denn dadurch lernst und wächst du und kommst als stärkere Person aus deinem Auslandsaufenthalt zurück. Was auch mit der Grund ist, warum wir längere Auslandsaufenthalte einfach lieben müssen. 🙂

Die unterschiedlichen Auslandsprogramme nach dem Abi verlangen einen unterschiedlichen Komfortzonen-Exit von dir. Die einen mehr, die anderen weniger. Generell gilt: Je größer das Abenteuer, das Unbekannte und die Ungewissheit, desto größer der Komfortzonen-Exit für dich und desto größer der Benefit für deine persönliche Weiterentwicklung. Simple as that.

Weit aus deiner Komfortzone heraus musst du also, wenn du in ein Land gehst, dessen Sprache du erst lernen musst und in dem du in wesentlichen Entscheidungen auf dich alleine gestellt bist. Und auch dann, wenn du ein Auslandsprogramm wählst, bei dem du tief in die lokale Kultur und die lokalen Gepflogenheiten deines Ziellandes eintauchen musst.

Generell gilt: Je weiter die Kultur deines Gastlandes von der dir bekannten deutschen Kultur entfernt ist, desto größer der Austritt aus der eigenen Komfortzone. Und: Desto einzigartiger das Erlebnis!

Das beste Erlebnis im Ausland: Mit Einheimischen wohnen und die besten Restaurants finden! Unbezahlbar!
Das beste Erlebnis im Ausland: Mit Einheimischen wohnen und die besten Restaurants finden! Unbezahlbar!

Einen großen Komfortzonen-Exit machst du auch dann, wenn du mit Einheimischen zusammenwohnst, statt mit anderen Internationals oder gar Deutschen. Das Zusammenwohnen mit Deutschen solltest du übrigens ohnehin vermeiden im Ausland.

Denn andere Deutsche bringen dich im Ausland nicht weiter, weder sprachlich noch kulturell. Sie schmälern die großartige Erfahrung, die du machen könntest, wenn du dich stattdessen mit Einheimischen umgeben würdest.

Was sind also Auslandsprogramme, für die man tendenziell eher weit aus der eigenen Komfortzone herausgehen muss? Ich würde sagen: Ein Jahr Freiwilligenarbeit in ländlichen Regionen in Afrika oder Asien, wo du mit Einheimischen an Projekten arbeitest und in Gastfamilien wohnst.

Wo du mit deinem Englisch vielleicht nicht optimal weiterkommst und die lokale Sprache zumindest in Grundzügen erlernen musst. Oder einfach mal lernen musst, mit Händen und Füßen zu kommunizieren. Hab ich in China übrigens auch gemacht und es hat mega funktioniert.

Wo du dich auch erstmal in den Arbeitsalltag vor Ort eingrooven musst. Wo der Komfort vielleicht nicht auf westlichem Standard ist. Wo du zwangsweise ohne dein Lieblingsessen aus Deutschland und ohne sonstige westliche Annehmlichkeiten auskommen musst. All das bedeutet raus aus der Komfortzone.

Deshalb frag dich, ob du bereit dazu bist. Oder ob ein Auslandsprogramm mit eher kleinem Komfortzonen-Exit vielleicht für dich besser ist. Ein kleiner Komfortzonen-Exit ist zum Beispiel ein Jahr Au-Pair im englischsprachigen Ausland.

Ein mittlerer Komfortzonen-Exit ist Work & Travel in Australien, Neuseeland oder Kanada, das du dir selbst organisierst. Auch das Auslandspraktikum würde ich als kleinen bis mittleren Komfortzonen-Exit bezeichnen – je nach Land.

Ich denke, du verstehst, was ich meine. Frag dich selbst: Wie hartgesotten bin ich und wie gut komme ich mit unbequemen Situationen klar, ohne aufzugeben. Genau dann weißt du, welche Art von Auslandsprogramm nach dem Abi zu dir passen könnte.

Frage 7: Wer ist der Anbieter des Auslandsprogramms?

Frage 7, um das für dich ideale Auslandsprogramm nach dem Abi ausfindig zu machen, betrifft den Anbieter des Auslandsprogramms. Beziehungsweise die Frage, ob du einen Anbieter brauchst oder nicht.

Was meine ich damit? Im Dschungel der Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi gibt es einige Auslandsprogramme, die du dir schlecht bis gar nicht selbst organisieren kannst und für die du deshalb eine Organisation benötigst. Und zwar eine gute! Doch dazu gleich mehr.

Andere Auslandsprogramme bzw. Auslandsaufenthalte nach dem Abi kannst du dir easy selbst organisieren. Dazu gehört beispielsweise Work & Travel. Denn obwohl dir einige Reiseveranstalter Packages für etwa Work & Travel in Australien verkaufen wollen, brauchst du diese Packages überhaupt nicht. Genau zu diesem Thema habe ich übrigens bereits einen Artikel geschrieben: Work & Travel in Australien: 10 Facts über das beliebte Jahr Down Under. Klick dich rein, um bares Geld zu sparen!

Frag dich, wer der Anbieter deines Auslandsprogramms nach dem Abi ist. Oder organisiere dich selbst und erlebe mehr!
Frag dich, wer der Anbieter deines Auslandsprogramms nach dem Abi ist. Oder organisiere dich selbst und erlebe mehr!

Wenn du über Freiwilligenarbeit im Ausland als Auslandsprogramm für dich nachdenkst, ist die Frage nach dem Anbieter umso wichtiger. Denn du musst darauf achten, dass du deinen Freiwilligendienst über eine zertifizierte, gemeinnützige Organisation wie zum Beispiel weltwärts durchführst und nicht über einen kommerziellen Reiseveranstalter. Dies ist nicht nur für deinen Geldbeutel, sondern auch für deine eigene Sicherheit in der Welt und die Qualität deines Erlebnisses im Ausland wichtig.

Frag dich also: Wer ist der Anbieter des Auslandsprogramms, das ich mir für mich vorstellen könnte? Und: Brauche ich überhaupt eine Organisation? Wenn ja, wie viel kostet mich der Aufenthalt? Verlangt der Anbieter eine Gebühr von mir und plündert damit schon meine Reisekasse, bevor ich überhaupt in mein Auslandsprogramm gestartet bin? Ein extrem wichtiger Aspekt, der uns direkt zur nächsten Frage bringt!

Frage 8: Wie viel finanzielle Planungssicherheit brauche ich?

Nicht alle Wege ins Ausland nach dem Abitur sind gleich gut finanziell planbar. Generell sind die Themen Geld und Finanzierung deines Auslandsprogramms wichtig und sollten zu 100% in deine Überlegungen mit einfließen.

Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass du ein großzügiges Polster an Ersparnissen haben solltest, bevor du in dein Auslandsjahr oder Auslandsprogramm nach dem Abi startest. Und für einige Programme ist es sogar vorgeschrieben, einen bestimmten Geldbetrag auf dem Konto zu haben und ihn auch nachweisen zu können. Das ist zum Beispiel bei Work & Travel in Australien der Fall.

Ohne eine gewisse Summe an Geldreserven (derzeit umgerechnet etwa 3.000 Euro) lässt dich die australische Regierung gar nicht erst in ihr Land einreisen. Aber nicht nur das. Wenn du das ideale Auslandsprogramm nach dem Abi für dich finden willst, solltest du dich nicht nur fragen, was dich dein Auslandsaufenthalt kostet und ob du über das erwähnte finanzielle Polster verfügst.

Eine zentrale Frage ist auch, wie gut du Schwankungen in deinen Einnahmen oder in dem dir zur Verfügung stehenden Budget aushalten und ausgleichen kannst. Ein Beispiel: Ein Auslandspraktikum, bei dem dir dein Arbeitgeber ein fixes monatliches Praktikumsgehalt auf dein Konto überweist, ist sehr gut finanziell planbar. Schließlich weißt du genau, wie viel Kohle jeden Monat reinkommt und wie viel für Miete und das Leben im Ausland rausgeht.

Job im Ausland plötzlich weg? Frag dich, wie gut du finanzielle Schwankungen aushalten kannst.
Job im Ausland plötzlich weg? Frag dich, wie gut du finanzielle Schwankungen aushalten kannst.

Anders sieht es bei Work & Travel aus, wo du dir deine Gelegenheitsjobs vor Ort selbst suchen musst. Dabei können durchaus monetäre Durststrecken entstehen. Nämlich in Phasen, in denen du einfach mal keinen Job findest – oder keinen besonders gut bezahlten. Bei Work & Travel musst du also größere budgetäre Schwankungen abfedern können als bei einem bezahlten Auslandspraktikum.

Deshalb frag dich: Welches Budget brauche ich und wie gut kann ich meine Finanzen planen und Schwankungen meiner Einnahmen und meines Budgets im Ausland aushalten?

Wenn dich das Thema Finanzen und Finanzplanung für dein Auslandsjahr nach dem Abi interessiert, dann schreib mir: hi@dowhatyouloveacademy.de! Übrigens: Auch wenn es kompliziert klingt – eine optimale Finanzplanung für dein Auslandsjahr ist kein Hexenwerk. Mehr dazu demnächst hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY.

Frage 9: Von welchem Programm kann ich meine Eltern überzeugen?

Mit Frage 9 kommen wir zu einem Punkt, der nicht mehr nur dich alleine betrifft, den du jedoch mit bedenken solltest. Denn: Kein Weg ins Ausland nach dem Abitur geht an deinen Eltern vorbei. Das ist Fakt.

Aus eigener Erfahrung und unzähligen Gesprächen weiß ich: Deinen Eltern wird es extrem wichtig sein, dass du im Ausland jederzeit gut aufgehoben bist und dass sie selbst den Sinn in deinem Auslandsjahr nach dem Abi sehen. Nur dann werden sie dich ziehen lassen, obwohl du als Abiturientin natürlich schon volljährig bist und rein rechtlich tun und lassen kannst, was du willst.

Aber natürlich ist es schöner, wenn deine Eltern deine Auslandspläne nach dem Abi unterstützen. Deshalb solltest du in deine Überlegungen mit einfließen lassen, wie du deine Eltern ins Boot holen und als Cheerleader deines Auslandsjahrs gewinnen kannst.

Du liebst Lateinamerika? Ich auch! Aber was denken deine Eltern über ein Auslandsprogramm in Mexiko, Kolumbien oder Ecuador?
Du liebst Lateinamerika? Ich auch! Aber was denken deine Eltern über ein Auslandsprogramm in Kolumbien, Mexiko oder Ecuador?

Ich würde die Frage, von welchem Auslandsprogramm nach dem Abi du deine Eltern überzeugen kannst, nicht an erste Stelle setzen. Deshalb ist sie hier bei mir auch an Position 9. Aber komplett außer Acht lassen würde ich sie eben auch nicht.

Niemand kennt deine Eltern so gut wie du selbst. Daher frag dich: Wie sehr werden deine Eltern dein Vorhaben, ins Ausland nach dem Abi zu gehen, unterstützen? Und auch: Werden sie alle Arten von Auslandsaufenthalt unterstützen oder nur einen bestimmten? Es lohnt sich durchaus, dass du dir diese Fragen stellst. Und auch die Frage, welche guten Argumente du deinen Eltern für das ein oder andere Auslandsprogramm vorbringen kannst.

Letztlich liegt dein Leben ab deinem 18. Geburtstag komplett bei dir. Aber die Entscheidung für dein ideales Auslandsprogramm nach dem Abi wird dir leichter fallen, wenn du deine Eltern und deren Meinung als einen Aspekt im großen Ganzen mit berücksichtigst. Ohne ihnen die Entscheidungsgewalt über dein Leben zu überlassen, natürlich! 🙂

Frage 10: Was macht mich zu 100% glücklich?

Letzte und die wichtigste Frage überhaupt und dann haben wir das Thema „Wie finde ich das Auslandsprogramm, das perfekt zu mir passt?“ bezwungen! 😉

Was macht mich rundum glücklich? Stell dir diese Frage immer wieder, wenn du dir die verschiedenen Auslandsprogramme nach dem Abi ansiehst, wenn du im Internet recherchierst und mit Freund*innen darüber sprichst. Denn diese Frage ist absolut zentral für den Erfolg deines Auslandsjahres.

Im Leben ist es für gewöhnlich so: Wir sind gut in den Dingen, die uns Spaß machen. Wir sind dann die beste Version von uns selbst, wenn wir etwas tun, das unsere Leidenschaft ist und das uns rundum mit Glück erfüllt. DOWHATYOULOVE ist hier das Motto! Und das solltest du leben! Und zwar jeden Tag.

Frag dich, was dich glücklich macht und hab Spaß im Ausland! (Hier: The Crazy Hairdresser in Cholula, Mexiko)!
Frag dich, was dich glücklich macht und hab Spaß im Ausland! (Hier: The Crazy Hairdresser in Cholula, Mexiko)!

Also überlege, was deine Leidenschaft sein könnte, wenn du es noch nicht herausgefunden hast. Du liebst es, Kinder zu betreuen und willst vielleicht später Sozialarbeit studieren? Dann ist eventuell Au-Pair das richtige für dich. Oder ein Freiwilligendienst im Ausland, bei dem du mit Kindern arbeitest.

Du liebst die Unabhängigkeit und die Freiheit, du tingelst gerne alleine durch die Welt und liebst es, neue Orte zu entdecken? Dann passt Work & Travel vermutlich gut zu dir. Du brennst dafür, herauszufinden, wie ein Unternehmen wirtschaftet oder deine Lieblingsbrand ihre Social-Media-Strategie aufbaut? Dann könnte ein Auslandspraktikum in genau diesen Bereichen deine beste Wahl für dich sein.

Was ist dein ideales Auslandsprogramm nach dem Abi?


So, Freunde der Auslandsabenteuer! In diesem Artikel haben wir uns angesehen, wie es dir gelingt, etwas Licht in den Dschungel der Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi zu bekommen. Und auch, welche zehn Fragen du dir stellen solltest, wenn du nach dem Abi ins Ausland starten willst, aber gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst.

Übrigens: Die zehn Fragen in diesem Artikel sind genau die Fragen, die auch ich mir gestellt habe, als ich nach dem Abi ins Ausland wollte, aber keine Ahnung hatte, wo ich anfangen sollte.

Ich hoffe, dass ich dir in diesem Artikel auch zeigen konnte: Die Wege ins Ausland und deine Möglichkeiten nach dem Abi sind schier endlos. Es gilt, das für dich perfekte Auslandsprogramm zu finden und nach dem Abi die beste Zeit deines Lebens zu haben.

Und genau diese Entscheidungsfindung gelingt niemandem so gut wie dir selbst. Keinem Reisebüro, nicht deinen Eltern und auch nicht Tante Erna und Onkel Rudi, die ja auch mal alle gerne mitreden, wenn es um die eigenen Pläne nach dem Abi geht. 😉

Kleiner Tipp noch zum Abschluss: Ich habe bei all meinen Entscheidungen für Auslandsprogramme immer extrem auf mein Herz gehört. Und darauf, was mir Freude macht und wo ich meinen Wunsch nach Freiheit und Abenteuern am besten ausleben kann.

Ich habe die Meinungen von Bedenkenträgern und all denjenigen, die zwar selbst noch nie im Ausland waren, aber trotzdem meinten, mir ihr Gequatsche aufdrängen zu müssen, jederzeit gekonnt ignoriert. Was ich übrigens auch dir empfehle. Merke immer und unter allen Umständen: When setting out on a journey, do not seek advice from those who have never left home!

Denn diese Menschen werden dich mit ihren eigenen Bedenken, Ängsten und mentalen Limitierungen lähmen. Und dich am Ende so lange aus deinen Auslandsplänen herausreden, bis dein Traum platzt.

Deshalb: Wenn du nach dem Abi ins Ausland starten willst, umgib dich mit Menschen, die diesen Traum bereits für sich verwirklicht haben. Sie werden dich unterstützen, anstatt dich und deinen Traum mit gefährlichem Halbwissen und eigenen Ängsten zu boykottieren.

Übrigens: Ich habe keinen einzigen meiner vielen Auslandsaufenthalte jemals bereut. Wenn du wissen willst, in welchen Ländern ich bereits gelebt habe und was genau ich dort gemacht habe – MEET ME!

Klick dich in die Timeline vom Abi bis heute und lass dich für deine eigenen Auslandsabenteuer inspirieren! Und wenn du Lust hast, dann sag auch mal Hi! Ich freu mich jedenfalls! Bis bald!

Starte ins Ausland nach dem Abi

Das könnte dir auch gefallen ❤︎

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert