Du willst nach dem Abi ins Ausland starten? Hurraaa! Dann bist du hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY erstens schon mal goldrichtig. Zweitens ist es die beste Entscheidung, die du für deinen Start ins Leben nach dem Gymnasium treffen kannst.
Welche großartigen Auslandsprogramme und Möglichkeiten nach dem Abi auf dich in der Welt warten, darüber spreche ich übrigens regelmäßig vor Schulklassen. Zu meiner Auslandspräsentation für Schulen geht’s hier entlang.
Ein Auslandsjahr zwischen Schule und dem nächsten Lebensabschnitt, auch Gap Year genannt, ist in vielerlei Hinsicht fantastisch: Um den Kopf frei zu bekommen nach der Schulzeit. Um dich selbst besser kennenzulernen. Um eine bessere Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studienfach treffen zu können. Um als Person zu wachsen.
Doch damit dir all das gelingt, musst du das richtige Programm für dein Auslandsjahr nach dem Abi wählen. Und die Auslandsprogramme nach dem Abi außen vor lassen, die dich persönlich und beruflich nicht weiterbringen.

Und um dich genau hier bei dem Thema Auslandsjahr an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.
Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und natürlich das für dich perfekte Programm im Ausland zu finden. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!
Das sagt mein übrigens mein Mentee Nik, der ein Jahr lang sein Französisch und sein Italienisch im EU-Ausland verbessern will, über unser Mentoring – danke, Nik!

Worauf du bei der Programmwahl achten musst und welche drei Fehler du unbedingt vermeiden solltest, darum geht es jetzt in diesem Artikel. Let’s go!
*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.
Fehler 1: Das Programm bringt dich persönlich nicht weiter
Ein Auslandsjahr nach dem Abi soll dir Freude bringen und Spaß machen, ganz klar. Aber nicht nur das. Ein Auslandsjahr nach der Schule ist auch dazu da, um deine Persönlichkeit zu stärken, um Neues zu lernen und dich als junge Frau wachsen zu lassen.
Es ist dazu da, deinen Horizont zu erweitern und dir die Möglichkeit zu geben, neue Fähigkeiten zu entwickeln und eigene Talente zu schärfen.
Aus Erfahrung und aufgrund der aktuellen Situation in der Welt kann ich dir sagen: Die Suche nach dem Programm im Ausland, das dir Spaß macht und dich gleichzeitig persönlich weiterbringt, birgt viele Fallstricke. Warum?
Über zwei Jahre Corona-Reisestillstand, Home Schooling, Dauer-Partyentzug und Vier-Wände-Kollaps haben dazu geführt, dass wir alle endlich mal wieder reisen wollen. Geht mir ja genauso. Ich will nach gefühlten drei Jahren Quarantäne in München unbedingt wieder raus in die Welt. Denn ich vermisse es. Ehrlich.
Dein und mein gestiegenes Bedürfnis nach Erlebnissen im Ausland hat eine Branche in letzter Zeit besonders kreativ werden lassen: Die der kommerziellen Reiseanbieter. Sie bieten schon lange nicht mehr nur klassische Standard- oder Gruppenreisen an. Wer in der Branche schlau war, hat die Corona-Downtime genutzt, um mit neuen Reisekonzepten auf den Markt zu kommen.
Reisekonzepte, die insbesondere für durch Corona-Hausarrest ausgelaugte Schüler*innen, Schulabgänger*innen und junge Erwachsene bis 30 Jahre gemacht sind. Programme, die auf den ersten Blick schimmernd und schillernd und rundum fantastisch klingen: Schildkröten retten auf Bali. Mit Kindern arbeiten in Sri Lanka. Kängurus betüddeln in Australien. Unterrichten in Indien.

Stell es dir vor: Lachende Kinderaugen, süße kleine Tiere, die dank deiner Hilfe den Weg ins Meer finden, deine Füße im Sand, du in der Hängematte unter Palmen.
Wie fühlt sich das für dich an? Für dich als junger Mensch mit pandemiebedingtem Reiseentzug und dem Bedürfnis, etwas Gutes zu tun in der Welt. Erstmal doch so richtig super, oder?
Hell yeah! Und genau da liegt das Problem: Diese Art von Programm ist zwar nice. Bei genauerem Hinsehen sind solche Auslandsprogramme jedoch nur eine nette (und teure) Reise, die dich in deiner persönlichen Entwicklung keinen Schritt weiterbringen. Zero. Niente. Warum ist das so?
Red flag Nummer 1: Der Anbieter organisiert alles für dich
Du bezahlst den Programmpreis und der Programmanbieter, meistens ein Reiseveranstalter, organisiert dir den kompletten Ablauf deines Auslandsaufenthalts. Von Flug, über Visum, Unterkunft und Essen bis hin zu Fahrten und Ausflügen am Wochenende? So bequem das ist – es ist ein absolutes No-Go für deine persönliche Weiterentwicklung. Dabei lernst du genau: Nichts.
Du hast bei einem Auslandsaufenthalt nur dann den Benefit, dass du wächst, wenn du dich und deinen Aufenthalt selbst organisierst und zwar rundum. Wenn du dich selbst um eine Unterkunft kümmerst, beispielsweise. Dann hast du zum einen selbst in der Hand, welche Art von Unterkunft du nimmst, und zum anderen lernst du, dich zu strukturieren und Zahlungsfristen einzuhalten.
Du lernst zu recherchieren, welche die beste Übernachtungsoption für dich ist. Du lernst Probleme zu lösen, sobald sie auf dich zukommen (und das werden sie). Du lernst Verantwortung zu tragen, wenn du deinen Flug verpasst, weil du verpennt hast. Und halt einfach kein Reiseleiter da ist, der dich aus dem Schlaf klingelt und im Reisebus Richtung Flughafen chauffiert.

Organisationstalent, Flexibilität und Problemlösungsfähigkeit sind drei Eigenschaften, die man als Weltenbummlerin bei einem längeren Auslandsaufenthalt zwangsweise entwickeln muss und entwickeln wird. Denn unterwegs geht prinzipiell nie alles nach Plan, sondern es kommt immer anders als erwartet.
Wenn der Anbieter eines Auslandsprogramms also damit wirbt, dass er alles für dich organisiert, bedeutet das gleichzeitig: Null Entwicklungspotential für dich. Du wirst von deinen paar Wochen Schildkrötenkurs zurückkommen und keine Herausforderung selbst gemeistert haben.
Du wirst kein Erfolgserlebnis für dich verbuchen können – außer, dass die kleinen Schildkröten nun wieder schwimmen und das hätten sie auch ohne dich geschafft. Du wirst nichts gelernt haben, das dich persönlich stark macht und das dich auch in Zukunft weiterbringt.
Ein paar Wochen lang kleine Schildkröten irgendwo in der Welt zu betüddeln, hat übrigens rein gar nichts mit sinnvoller Freiwilligenarbeit im Ausland zu tun, auch wenn diverse Reiseveranstalter es gerne als solche verkaufen.
Warum du prinzipiell nein zu kommerzieller Freiwilligenarbeit sagen solltest, habe ich hier für dich: Volunteering versus Voluntourismus: Warum du von 14 Tagen Schildkröten retten auf Bali die Finger lassen solltest. Das ist ein Must-Read für dich, wenn du sicherstellen willst, dass du tatsächlich Gutes in der Welt bewirkst und nicht noch mehr Schaden anrichtest. Also, klick dich rein!
Red flag Nummer 2: Du bist nur von Deutschen umgeben
Einer der effektivsten Wege, wie du dein persönliches Wachstum im Ausland zunichte machen kannst, ist, indem du dich mit Deutschen umgibst. Nur mit Deutschen. Weil es ja so bequem ist. Dann kannst du ja Deutsch sprechen, musst nicht raus aus der Komfortzone und ein paar Worte Schulenglisch aus dem Gehirn kramen. Das wäre ja irgendwie anstrengend… I totally get it!
Heißt also, du bist auf Bali und um dich herum sind nur: Schildkröten und Deutsche. Herzlichen Glückwunsch! ;-) Da hättest du genauso gut Zuhause bleiben und dir eine Schildkröte aus der Zoohandlung holen können. Das wäre definitiv billiger gewesen.
Sinn und Zweck eines Auslandsaufenthaltes ist, dass du deine Sprachkenntnisse verbesserst. Das ist meistens Englisch, kann aber auch Spanisch oder jede andere Landessprache sein.
Was es definitiv nicht ist, ist Deutsch. Und du machst dir genau diese Chance auf besseres Englisch (oder welche Sprache auch immer) kaputt, indem du dich im Ausland mit Deutschen umgibst. So hart es klingt, aber es gilt: Vermeide Deutsche im Ausland. Sie bringen dich nicht weiter, weder sprachlich noch kulturell.

Merke: Du lernst absolut nichts, wenn du mit Deutschen abhängst. Deshalb gilt: Wenn der Anbieter des Auslandsprogramms damit wirbt, dass du mit anderen Deutschen reist, mit ihnen zusammenwohnst und auch noch eine deutsche Reiseleitung – neuerdings auch „Coach“ genannt – Ansprechpartner vor Ort ist, kann ich dir nur eins empfehlen: RUN for your life!
Diese Konstellation ist ein Garant dafür, dass du dich sprachlich und kulturell nicht weiterentwickeln wirst. Du wirst die Kultur deines Gastlandes nicht kennenlernen und keine Freundschaften mit Einheimischen schließen.
Das als Gesamtes führt dazu, dass du dir keinerlei Fähigkeiten aneignest, die du später für dein Berufsleben gebrauchen kannst. Welche das sind und warum du unbedingt darauf achten musst, dass du dich im Ausland sprachlich und kulturell weiterentwickelst, habe ich hier für dich: Skills 4 Future: Warum dich Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, aber eine Gruppenreise nicht.
Das Problem bei der Gruppenreise mit Deutschen ist: Du wirst dein Englisch um genau 0 Punkte verbessern. Weil du weiter in deiner deutschen Bubble vor dich hin dümpeln wirst, nur eben jetzt unter balinesischen Palmen. Für deine Weiterentwicklung ist eine deutsche Reisegruppe also ein absolutes NO. NO. NO.
Red flag Nummer 3: Das Programm ist „schon ab 3 Wochen Dauer“ buchbar
So viel schon mal direkt vorab: Ein Auslandsaufenthalt mit der Dauer von drei Wochen – oder auch vier oder sechs Wochen – ist kein ernstzunehmender Auslandsaufenthalt. Geschweige denn eine gute Option oder eine sinnvolle Alternative zu einem Auslandsjahr nach dem Abi. Ist es nicht.
Es ist eine Reise, sonst nichts. Urlaub. Ein meist sehr teurer noch dazu. Verpackt in wohlklingende Worthülsen und mit Überbegriffen wie „Auslandsprogramm“ oder auch „Freiwilligenprogramm“ oder „Programm zur Persönlichkeitsentwicklung“ geschmückt. Die Namen sind so kreativ wie die Reisen kurz.
Die Anbieter solcher Programme behaupten gerne, wie gut man sich als Schüler*in oder Schulabgänger*in bei ihren Auslandsaufenthalten doch weiterentwickeln und selbst finden könne. Ähm – Reality Check – hmm. Nope!

Über zwei Gründe, warum solche betreuten Schildkröten-Crashkurse unter Palmen de facto sehr wenig zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen, hast du schon weiter oben gelesen.
Dazu kommt, dass auch die Dauer deines Aufenthalts im Ausland absolut entscheidend dafür ist, ob er dich persönlich weiterbringt oder eben nicht. Ob du am Ende sagen kannst, dass du persönlich gewachsen bist. Oder eben nicht. Warum ist das so?
Wir alle lernen und wachsen ab dem Moment, in dem wir uns aus unserer eigenen Komfortzone herausbewegen. Und das passiert genau dann, wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen und unbekannte Situationen meistern müssen. Es passiert, wenn wir uns in fremden Umgebungen zurechtfinden und uns ein neues soziales Netzwerk aufbauen müssen.
Es passiert, wenn wir eine neue Sprache lernen und uns in eine fremde Kultur integrieren müssen. Die Betonung liegt hier auf „müssen“. All das müssen wir, wenn wir in ein Auslandsjahr starten. Und damit meine ich: 12 Monate raus von Zuhause. Minimum sechs Monate. Aber das ist wirklich unteres Limit.
All das müssen wir aber nicht, wenn wir nur drei Wochen auf Bali sind. In drei Wochen müssen wir unsere Komfortzone kaum bis gar nicht verlassen. Wir können drei Wochen gut ohne deutsches Essen und unsere Freund*innen von Zuhause aushalten. Wir müssen uns auch keinen neuen Freundeskreis aufbauen, denn drei Wochen sind schnell vorbei. Da geht’s auch mal ohne die BFF.
Und Balinesisch lernen müssen wir für drei Wochen auch nicht. Wir müssen uns mit der Kultur Indonesiens eigentlich nicht beschäftigen. Warum auch? Es reicht doch, wenn wir danach wissen, wie Nasi Goreng schmeckt, oder? Und wenn nicht – who cares?

Bei 12 Monaten weg von Zuhause sieht das schon anders aus. Ohne Hotel Mama müssen wir kreativ werden, uns dauerhaft an neues Essen gewöhnen oder selber kochen. Bei diesem Prozess lernen und wachsen wir.
Und manchmal ist es vielleicht auch unbequem und wir sehnen uns nach Mamas Küche. Aber screw it – wir beißen die Zähne zusammen und finden neue Wege, wie wir eben auch mal ohne unser Lieblingsgericht auskommen. Das ist der Moment, in dem wir über uns selbst hinauswachsen.
In einem Auslandsjahr müssen wir uns zwangsweise neue Freund*innen suchen. Denn 12 Monate ohne soziale Kontakte sind nicht zu managen. Heißt: Rausgehen, social sein, die Kultur des Gastlandes aufsaugen, an Events teilnehmen, small talken, Verbindungen zu fremden Menschen knüpfen.
Und genau das ist wahnsinnig bereichernd und ein riesiger Grund, stolz auf uns zu sein. Beziehungsweise du auf dich, wenn du dein Leben nach dem Abi selbst in die Hand nimmst und dir dein Auslandsjahr nach dem Abi selbst organisierst. Hier ist übrigens ein keiner Helfer für dich: Meine 10 Tipps fürs Auslandsjahr: Wie du Herausforderungen erfolgreich meisterst und deine Erfahrung maximierst.
Ja, ein ganzes Auslandsjahr zu stemmen und nicht nur ein paar Wochen die eigene Bubble zu verlassen, das ist anstrengend. Aber dabei lernen und wachsen wir. Genau dieses Wachstum hast du in drei Wochen Schildkröten-Crashkurs eben nicht. Oder was auch immer du in drei Wochen im Ausland genau machst. Die Zeit reicht nicht, um deine Komfortzone zu verlassen und dich in deinem neuen Umfeld persönlich weiterzuentwickeln.

Deshalb: Finger weg von Auslandsprogrammen, die auf eine Dauer von wenigen Wochen angelegt sind. Sie bringen dich persönlich nicht weiter. Wenn du sie buchst, wirst du viel Geld für eine teure Reise bezahlen. Und am Ende ohne Learnings zurück nach Hause kommen.
Fehler 2: Das Programm zahlt nicht auf deine berufliche Zukunft ein
Ein clever gewählter Auslandsaufenthalt nach dem Abi verbindet zwei Dinge: The fun side of things und das Nützliche. Sprich: Du sollst nicht nur Spaß haben im Ausland, sondern die Zeit im Hinblick auf den nächsten Schritt in deinem Leben sinnvoll nutzen.
Idealerweise hilft dir das Auslandsjahr nach dem Abi, um nach deiner Rückkehr nach Deutschland eine bessere Entscheidung für deinen beruflichen Weg treffen zu können. Aber nicht jedes Programm leistet genau das.
Direkt nach dem Abi bereits zu wissen, wo die berufliche Reise hingeht, ist für die meisten Abiturientinnen einfach unrealistisch. Und ehrlich – ich wusste auch nicht, wo meine Reise hingeht, als ich mit 19 das Gymnasium verlassen haben. Ich hatte null Ahnung, was zu mir passt. Ich wusste nicht, ob ich studieren will oder nicht und wenn ja, was. Mein Kopf war voll und gleichzeitig total leer.
Deshalb habe ich entschieden, nach dem Abi zwei Jahre Auszeit zu nehmen. Ich wollte mir die Zeit geben, um mir klar zu werden, was ich eigentlich als nächstes will. Was mir liegt und was mir beruflich Freude machen könnte.
Und wer jetzt Panik schiebt, dass zwei Jahre doch so lang sind – relax! Die zwei Jahre Auszeit waren sowas von genau richtig. Mehr zum Thema Auszeit nach dem Abi kannst du übrigens hier erfahren: Mission Happinessss! 6 Gründe, warum du eine Auszeit nach dem Abi nehmen solltest.

Die meisten meiner Mitschüler*innen haben sich direkt nach dem Abi in ein Studium gestürzt. Und – surprise! – nach ein paar Semestern wieder abgebrochen, weil sie eben nicht wussten, was ihnen eigentlich liegt und das falsche Fach gewählt haben.
Ich habe meine zwei Jahre nach dem Abi anders gefüllt. Und das war rückblickend auch wesentlich sinnvoller, als Zeit mit einem falschen Studium zu vergeuden und meine wertvolle Lebenszeit in die Tonne zu treten. Ein abgebrochenes Studium sieht im Lebenslauf übrigens auch nicht sooo toll aus. Aber das ist ein anderes Thema.
Der Schlüssel zum Glück lag in einer Kombination von Auslandsprogrammen, die mir Freude gemacht und gleichzeitig auf meine berufliche Zukunft eingezahlt haben. Denn was wirklich wichtig ist nach dem Abi, ist einen Überblick im Dschungel der Möglichkeiten zu bekommen und eine berufliche Richtung zu erkennen.
Eine richtig großartige Option für alles USA-Liebhaberinnen ist übrigens ein Jahr jobben bei Disney in Florida. Davon hast du noch nicht gehört? Dann schau unbedingt mal hier rein: When Your Best Friend is Snow White: 8 Reasons Why the Disney International Program Will Change Your Life Forever. Ich habe mein Jahr bei Disney unter Floridas Sonne richtig geliebt und ich bin mir sicher, du würdest es auch lieben. :-)
Aber zurück zum Thema. Da du beruflich noch ganz am Anfang stehst, sollte dir das Programm, das du im Ausland machst, erstmal berufliche Orientierung geben. Gleichzeitig sollst du natürlich eine tolle Zeit haben und mit vielen neuen und wundervollen Eindrücken zurück nach Hause kommen.

Problem: Viele Auslandsprogramme, die es so auf dem Markt gibt, bieten keine berufliche Orientierung. Dazu zählen die schon erwähnten Schildkröten-Crashkurse. Aber auch eine reguläre Weltreise gibt in den seltensten Fällen berufliche Klarheit.
Die berufliche Eingebung kommt halt selten einfach so bei einer Full Moon Party am Strand von Koh Phangan in Thailand oder beim Surfen an Sydneys Bondi Beach. Wer dabei doch ganz urplötzlich eine göttliche Eingebung für seine Zukunft hat – congratulations! Ist halt nur so gut wie nie der Fall.
Aber was für Programme sind das nun, die auf deine berufliche Zukunft einzahlen? Tendenziell solche, in denen du dich beruflich ausprobieren kannst. Dazu zählen Auslandspraktika, wo du in einen Fachbereich und ins Arbeitsleben allgemein reinschnuppern kannst und schauen kannst, ob dir ein Job in dem Bereich liegt. Wenn du absolut keine Ahnung hast, was ein Auslandspraktikum ist, was es dir bringt und wo du es findest, geht’s hier entlang zum Artikel Auslandspraktikum: Der ultimative DOWHATYOULOVE-Guide für Anfängerinnen. ;-)
Aber auch Work & Travel, bei dem du ein Jahr lang viele verschiedene Casual Jobs, also befristete Anstellungen, ausprobieren kannst. Dabei kannst du breitgefächert Erfahrungen sammeln und herausfinden, welche Art von Job dir für später gefallen würde. Hier entlang zu meinem Artikel Work & Travel in Australien: 10 Facts über das beliebte Jahr Down Under.
Wenn dich Sozialarbeit als potenzielles Studienfach interessiert, dann ist auch ein Freiwilligenprogramm im Ausland sehr sinnvoll. Aber Achtung: Freiwilligenprogramm ist nicht gleich Freiwilligenprogramm.
Manche Freiwilligenprogramme bieten dir eine sehr gute berufliche Orientierung und andere nicht. An welchen Merkmalen du die qualitativ hochwertigen Programmen von schlechten Programmen unterscheidest, das erfährst du hier: Freiwilligenarbeit im Ausland: 10 Merkmale von hochwertigen Volunteering-Angeboten.
Kurzum geht es aber auch hier wieder darum, ein Programm zu wählen, das auf mindestens sechs Monate Dauer ausgelegt ist. Besser neun oder 12. Denn nur dann hast du genug Zeit, um wirklich einen Mehrwert mitzunehmen. Um dich selbst besser kennenzulernen und als Person zu wachsen.

Fehler 3: Das Programm finanziert sich nicht selbst
Der dritte Fehler bei der Programmwahl ist mindestens genauso schwerwiegend wie häufig: Das von dir ausgewählte Programm finanziert sich nicht selbst. Ja, richtig gehört.
Dein Auslandsjahr nach dem Abi muss und soll sich so weit wie möglich selbst finanzieren. DU sollst deine Zeit im Ausland selbst finanzieren. Nicht deine Eltern. Und deine Eltern sollen auch keine 10.000 Euro oder mehr für irgendein Programm ausgeben, damit du ein Jahr im Ausland verbringen kannst.
Heißt im Umkehrschluss: Du brauchst keine reichen Eltern, wenn du dich an das Prinzip hältst, dass sich dein Auslandsjahr nach dem Abi selbst finanzieren muss. Du selbst musst auch nicht reich sein. Ersparnisse sind wichtig und notwendig für einen Auslandsaufenthalt, keine Frage. Aber es liegt an dir, diese Ersparnisse anzulegen.
Mehr zu diesem Thema habe ich hier für dich: Real Talk! 3 Gründe, warum du definitiv auch ohne reiche Eltern in ein Auslandsjahr nach dem Abi starten kannst (und wirst!). Ich hatte die reichen Eltern übrigens auch nicht. Und nichtsdestotrotz habe ich es geschafft, bis heute sechs Jahre im Ausland zu verbringen, dort zu leben, zu arbeiten und sogar zu studieren. Und genau dieses Wissen und meine Strategien gebe ich hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY an dich weiter.
Wie du als Schülerin Ersparnisse anlegst, lernst du in meinen Blogartikeln zum Thema Sparen fürs Auslandsjahr nach dem Abi (Teil 1): Weniger Geld ausgeben und Sparen fürs Auslandsjahr nach dem Abi (Teil 2): Mehr Geld einnehmen.

Fakt ist, dass es sehr viele Auslandsprogramme gibt, die sich eben nicht selbst finanzieren. Im Gegenteil: Sie spülen dir nicht nur null Euro in die Tasche, sondern verlangen zusätzlich auch noch eine erhebliche Programmgebühr von dir. Völlig logisch, dass an der Finanzierung solcher Auslandsprogramme sehr viele Schulabgängerinnen scheitern.
Die meisten der aktuell trendy Programme mit dem wohlklingenden Titel „Finde dich selbst und deine Berufung“ oder „Tu was Gutes im Ausland in drei Wochen“ zählen zu diesen Programmen, die sich nicht selbst finanzieren und zusätzlich auch noch extrem teuer sind. Das ist für mich ein doppeltes NO.
Die Folge ist leider wirklich fatal: Viele Schulabgängerinnen verwerfen ihren Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi komplett, wenn sie die Preise solcher Programme sehen. Sie werfen das Handtuch, weil sie sich die hohen Programmkosten nicht leisten können und bleiben völlig desillusioniert in Deutschland zurück. Begehe diesen Fehler nicht!
Um dich hier an die Hand zu nehmen und dir Wege aufzuzeigen, wie du ohne teure Abzocker-Programme ein ganzes Jahr im Ausland verbringen kannst, dazu habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet. Die ersten Steps in die richtige Richtung und die Merkmale, an denen du ein Auslandsjahr mit Mehrwert von einer Gruppenreise unterscheiden kannst, findest du hier: Im Ausland leben vs. ins Ausland reisen: 5 Gründe, warum die Academy mit dem Angebot eines Reisebüros absolut gar nichts zu tun hat.
Wenn du also auf der Suche nach einem sinnvollen Programm für ein Auslandsjahr nach dem Abi bist, stelle dir die folgende Frage: Ist das ein Programm, das sich selbst finanziert? Damit meine ich: Wähle ein Programm, das:
- Keine extrem hohe Programmgebühr von dir verlangt
- Dir die Möglichkeit gibt, im Ausland Geld einzunehmen, indem du arbeitest und zumindest so viel verdienst, um deine laufenden Kosten vor Ort zu decken und ein wenig zu reisen oder:
- Als Aus- und Fortbildung anerkannt ist und dir potenziell staatliche Unterstützung sichern könnte. Zu diesem Thema folgt ein Blogartikel demnächst hier. Also stay tuned!

Und, welches Programm wählst du?
In diesem Artikel habe ich dir die drei häufigsten Fehler bei der Wahl eines Auslandsprogramms für deine Zeit nach dem Abi erklärt. Nutze sie als Leitlinie, wenn du Lust auf ein Auslandsjahr nach dem Abi hast, aber nicht weißt, wie du anfangen sollst. Fang damit an, dir zu überlegen, welches Programm für dich infrage kommen könnte.
Teste die Programme, die du im Internet so findest, auf drei Aspekte: Bringt dich das Programm persönlich weiter? Zahlt das Programm auf deine berufliche Zukunft ein, bietet es dir berufliche Orientierung? Und: Finanziert es sich selbst? Wenn deine Antwort dreimal nein ist: Finger weg und weitersuchen.
Du willst wissen, ob du der Typ für ein Auslandsjahr nach dem Abi bist? Dann schnapp dir meinen Starter Guide für 0 Euro und finde es in einem kurzen Test heraus! Viel Spaß!
Du wünschst dir einen Blogartikel zu einem ganz bestimmten anderen Thema? Schreib mir per Mail: hi@dowhatyouloveacademy.de oder bei Instagram. See you there!





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