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High School Year während der Schulzeit oder Gap Year im Ausland nach dem Abi: 3 augenöffnende Unterschiede & wozu ich dir rate


High School Year während der Schulzeit oder Gap Year im Ausland nach dem Abi – wo genau liegen die Unterschiede und was ist eigentlich besser? Diese Frage erreicht mich immer wieder über Instagram und vor kurzem auch über meinen Blog.

Darüber hinaus ist diese Frage auch immer wieder Thema in den Schulklassen, in denen ich zu Besuch bin, um den Schülern und Schülerinnen ihre Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi bzw. der Matura vorzustellen. Zur Buchung meiner Auslandspräsentation für Schulen geht’s hier entlang.

Aber zurück zu Sandra. Sandra ist Mama einer Jugendlichen mit Auslandslust und sie schrieb:

Hallo Julia, danke für deine Erfahrungen. Interessant wäre noch der Vergleich Ausland WÄHREND der Schulzeit (z. B. Austauschjahr über Youth for Understanding etc.) und Ausland nach dem Abi. Ich wäre für meine Tochter (derzeit 15) eher für NACH dem Abi, da ich viel Schlechtes über die Situation von Minderjährigen bei Gastfamilien lese.

Sandra, über den Blog von DOWHATYOULOVE.ACADEMY – danke, Sandra! 🙂

Sandra spricht in ihrem Kommentar einen wichtigen Punkt an. Tatsächlich kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten zwischen Gastfamilie und Austauschschülerinnen im Ausland. Wenn ich mich durch Foren im Internet zum Thema High School Year lese, dann springen mir haufenweise Problemberichte entgegen:

Kulturelle Unterschiede zwischen deutschen Schülerinnen und ihren amerikanischen Gasteltern, die nicht überwunden werden können. Zwischenmenschliche Probleme bis hin zu Gewalt. Rivalitäten zwischen den Gastschülerinnen und ihren Gastgeschwistern. Und so weiter. Die Liste ist schier endlos.

Ich selbst habe übrigens nie ein High School Year gemacht, sondern mich bewusst für das Gap Year entschieden. Warum? Genau aus zwei Gründen: Ich wollte keine Gastfamilie erwischen, mit der ich mich nicht verstehe und wegen der ich am Ende eine miserable Zeit im Ausland habe oder mein Jahr sogar abbreche.

An dieser Stelle sei gesagt, dass Organisationen, die ein High School Year vermitteln und betreuen, in der Regel alles daran setzen, bei Problemen mit der Gastfamilie Lösungen zu finden, aber das klappt eben nicht immer. Und auch bei den Organisationen gibt es schwarze Schafe.

High School Year oder Gap Year? Zwischen beiden gibt es elementare Unterschiede.
High School Year oder Gap Year? Zwischen beiden gibt es elementare Unterschiede.

Und zweitens – und das war mir mindestens genauso wichtig: Ich wollte kein Schuljahr in Deutschland wiederholen. Denn genau das wäre nötig gewesen, wenn ich mich für das High School Year in den USA entschieden hätte. Aus der eigenen Klasse herausgerissen zu werden, wiegt für die meisten Schülerinnen schwer und ich hätte es damals nicht gewollt.

Abgesehen davon hätte mir meine Mutter kein High-School-Jahr finanzieren können und wollen. Und auch das ist ein Punkt, den wir uns in diesem Artikel ansehen. Ein Jahr Schüleraustausch in den USA mit Lernen an einer amerikanischen High School ist wahnsinnig teuer. Wir sprechen hier von fünfstelligen Summen, die Eltern aufbringen müssen, aber dazu gleich mehr.

Zunächst sehen wir uns an, was eigentlich ein High School Year ist und was ein Gap Year ist, also ein Auslandsjahr nach dem Abi. Dann habe ich für dich die drei meiner Meinung nach wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Formen des Auslandsaufenthaltes zusammengestellt:

1.) Deine Freiheit & die Möglichkeiten, die du im Ausland hast

2.) Deine Unterbringungsmöglichkeiten im Ausland

3.) Die Kosten & die Finanzierbarkeit deines Aufenthaltes

Um dich genau bei dem Thema Auslandsjahr an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.

Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und natürlich deine Erfahrung im Ausland maximierst. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!

Aber jetzt geht’s los mit den Unterschieden zwischen High-School-Jahr und Gap Year nach dem Abi. Was ich dir am Ende empfehle und warum, sei gespannt, also los geht’s!

*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.

Was ist ein High School Year?

Ein High School Year oder auch High-School-Jahr ist im Endeffekt ein Schüleraustausch, der an einer Schule im zumeist englischsprachigen Ausland stattfindet. Besonders gern gehen deutsche Schüler und Schülerinnen an eine amerikanische High School.

Ein High School Year dauert meist ein gesamtes Schuljahr lang. Du wirst Teil einer Klasse und nimmst am Unterricht in deinem Gastland und an deiner Gastschule Teil. Dabei wohnst du bei einer einheimischen Gastfamilie und wirst in deren Familienleben eingegliedert. Deutsche Schulen bieten die Möglichkeit eines High-School-Jahres meistens in den 10. oder 11. Klassen an.

Das heißt, dass du als Schülerin 16 oder 17 Jahre alt bist, also noch minderjährig. Und das ist ein ganz entscheidender Punkt, zu dem wir später noch kommen.

Was ist ein Gap Year?

Das Gap Year ist eine Auszeit, die junge Menschen oft nach dem Schulabschluss (insbesondere nach dem Abitur) oder vor Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung nehmen, um persönliche und berufliche Erfahrungen außerhalb des traditionellen Bildungssystems zu sammeln.

Dieser Zeitraum kann unterschiedlich lang sein, wir sprechen jedoch meistens von einem Jahr, weswegen sich auch der Name „Gap Year“, auf Deutsch „Lückenjahr“, etabliert hat. Und die meisten Schulabgängerinnen gehen tatsächlich auch für ein ganzes Jahr ins Ausland und nicht nur für ein paar Monate. Prinzipiell ist das natürlich kein Muss, aber es macht total Sinn, die frei geschaufelte Zeit zwischen Schule und Studium auch voll auszunutzen.

Wenn du beispielsweise im Mai 2024 Abi machst und dann ein Gap Year nimmst, um danach zu studieren, dann hast du von Mai 2024 bis Oktober 2025 Zeit, um die Welt zu erkunden. Das ist streng genommen sogar mehr als ein ganzes Jahr. Juhuuu!

Wie wäre es mit einem Gap Year in Seoul, Südkorea?
Wie wäre es mit einem Gap Year in Seoul, Südkorea?

Wichtiger Punkt: Bei einem Gap Year nach dem Abi bist du bereits volljährig. Und das ist deshalb relevant, weil es dir viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten in der Welt beschert. Dazu kommen wir gleich im Detail. Ich habe beispielsweise nicht nur ein Jahr, sondern gleich zwei Jahre Auszeit zwischen Abi und Bachelor-Studium genommen, ich war also 19 und 20 Jahre alt.

15 Monate habe ich bei Walt Disney World in Florida gearbeitet und ich muss sagen: Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Warum ich dir das Disney International Program absolut ans Herz legen kann und wie du dich bewirbst, erfährst du hier: When Your Best Friend is Snow White: 8 Reasons Why the Disney International Program Will Change Your Life Forever. Klick dich unbedingt rein, wenn du den Artikel noch nicht kennst.

Weitere drei Monate war ich bei einem Praktikum im in London und habe dort in den Tourismusbereich reingeschnuppert – und zwar bezahlt. Und das ist auch wichtig für dein Auslandsabenteuer. Egal, welche Form von Job du annimmst, stelle immer sicher, dass du dafür bezahlt wirst – ob bei Work & Travel, beim Auslandspraktikum oder auch bei Freiwilligenarbeit.

Dass du auch noch Geld dafür hinlegst, dass du irgendwo arbeitest, ist ein absolutes No-Go. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass du zu kommerzieller Freiwilligenarbeit unbedingt NEIN sagen solltest. Warum genau? Schau mal hier: Volunteering versus Voluntourismus: Warum du von 14 Tagen Schildkröten retten auf Bali die Finger lassen solltest.

Zu all diesen Themen wie auch zu schlauer Finanzplanung fürs Auslandsjahr gibt es Artikel mit meinen Expertentipps und Erfahrungsberichten hier im Blog, also klick dich mal rein! Jetzt geht’s aber erstmal weiter und zwar mit den drei wichtigsten Unterschieden zwischen High-School-Jahr und Gap Year nach dem Abi.

High School Year oder Gap Year: Das sind die 3 wichtigsten Unterschiede

Unterschied 1: Deine Freiheit & deine Möglichkeiten im Ausland

Deine Freiheiten im High School Year

Sehen wir uns zuerst einmal das High School Year an. Bei einem High-School-Jahr ist ziemlich genau vorgegeben, was du dein Jahr lang im Ausland tust. Denn du nimmst an einem Schüleraustausch teil und Ziel dieses Schüleraustausches ist es, dass du den Unterricht in deinem Gastland besuchst. Das heißt, dass konkret klar ist, was du in deinem Zielland, zum Beispiel in den USA, tust.

Du besuchst eine High School, nimmst an Unterricht und Klausuren teil, machst am Nachmittag vermutlich Sport, so wie die meisten High School Kids, und verbringst ansonsten Zeit mit Lernen, deinen neuen Freundinnen und deiner Gastfamilie. Deine Freiheit, dir dein Auslandsjahr selbst zu gestalten, ist also recht eingeschränkt, um nicht zu sagen, nicht-existent.

Der Rahmen und die Möglichkeiten sind in einem High School Year klar vorgegeben – genauso wie die Gastfamilie. Du kannst auch nicht einfach nach Lust und Laune einen Job annehmen oder bei der Gastfamilie ausziehen und in eine WG umziehen – das alles ist in einem High School Year nicht vorgesehen.

Hängt natürlich auch damit zusammen, dass du während des High-School-Jahres minderjährig bist und deshalb dein Bewegungsradius auch rein rechtlich eingeschränkt ist.

Deine Freiheiten im Gap Year

Anders sieht es beim Gap Year nach dem Abi aus. Dein Gap Year kannst du planen und gestalten, wie es dir passt. Von Work & Travel über Freiwilligenarbeit im Ausland bis hin zu einem Auslandspraktikum – the sky is the limit! Du kannst dir dein Zielland frei aussuchen und nach Lust und Laune das tun, was dir im Ausland Spaß macht.

Auch hier ist dein Alter mit der entscheidende Faktor. Denn sobald du volljährig bist, darfst du dir ein Visum für dein Lieblingsland beantragen und Arbeit annehmen – innerhalb der EU sogar ohne Visum, denn wir als Europäerinnen genießen das Recht, uns innerhalb Europas frei bewegen und niederlassen und eben auch arbeiten zu dürfen.

Die meiner Meinung nach coolsten Jobs für Abiturientinnen innerhalb Europas findest du übrigens hier: Strand, Spaßpark & Schiff: Das sind meine Top 3 der coolsten Auslandsjobs nach dem Abi (mit Urlaubsfeeling!) – check it out, da sind sicherlich ein paar Impulse dabei.

Du könntest dein Gap Year auch dafür nutzen, um eine neue Sprache im Ausland zu erlernen. Wenn du innerhalb der EU bleibst, dann bieten sich Sprachkurse in Spanien an, um Spanisch zu lernen – oder in Frankreich, wenn du dein Französisch aufpimpen willst. Oder natürlich auch jede andere Sprache, die in der EU gesprochen wird. Vorteil hierbei ist wieder, dass du dir deinen Sprachkurs easy durch Jobs finanzieren kannst – machen übrigens auch die meisten so, die ich kenne.

In einem Gap Year kannst du tun und lassen, was du willst, da du volljährig bist. Im High School Year ist das nicht der Fall.
In einem Gap Year kannst du tun und lassen, was du willst, da du volljährig bist. Im High School Year ist das nicht der Fall.

Was es bei so einem Sprachkurs zu beachten gibt und wo es sich besser Spanisch lernen lässt – innerhalb der EU in Barcelona oder außerhalb in Mexiko, habe ich übrigens hier für dich: Spanisch lernen in Barcelona oder Mexiko: Der große DOWHATYOULOVE-Vergleich in 7 Kategorien. Viel Spaß!

Erstes Fazit also: Das Gap Year ermöglicht dir allein aufgrund deiner Volljährigkeit und aufgrund dessen, dass du nicht in ein fixes Rahmenprogramm eingebunden bist, wie es beim High-School-Jahr an einer amerikanischen High School etwa der Fall ist, enorm viel Freiheit, Flexibilität und Bewegungsspielraum. Perfekte Voraussetzungen, um genau das zu finden, was dein Jahr wahrhaft unvergesslich machen wird.

Unterschied 2: Deine Unterbringungsmöglichkeiten im Ausland

Weiter geht’s mit einem Unterschied, der absolut nicht zu vernachlässigen ist und den ich zu Beginn schon kurz angerissen habe: Wie du in einem High School Year oder einem Gap Year wohnst.

Deine Unterbringung im High School Year

Im High School Year bist du absolut unflexibel, was deine Wohnoptionen betrifft. Das High-School-Jahr ist so gestaltet, dass du in einer Gastfamilie lebst. Das macht für einen Schüleraustausch auch irgendwie Sinn, da diese Familie meistens selbst Kinder im Teeniealter hat, so dass du in deiner neuen Heimat direkt Anschluss an Gleichaltrige hast.

Nachteil dessen ist der schon von meiner Blogleserin Sandra erwähnte: Es gibt sehr viele Berichte über Probleme mit Gastfamilien, aber nicht nur das: Als Teil einer Gastfamilie bist du 24/7 in diese Familie eingebunden, du hast keine Möglichkeit, für dich eine andere Wohnoption zu wählen. Wenn es Schwierigkeiten mit der Gastfamilie gibt, dann ist das ein riesiger Nachteil für dich, der dir dein gesamtes Auslandsjahr ruinieren kann.

Wenn es mit der Gastfamilie gut klappt, dann hat das aber natürlich auch seine Vorteile. Denn wenn du ein ganzes Jahr lang bei einer Gastfamilie verbringst, dann lernt ihr euch in deinem High-School-Jahr so gut kennen, dass ihr vermutlich ein Leben lang in Verbindung bleiben werdet und das ist richtig schön!

Der Knackpunkt ist aber: Du hast im High School Year keine Wahlmöglichkeit, was andere Wohnoptionen betrifft, sondern musst nehmen, was du bekommst. Im Gap Year hingegen schon.

Deine Unterbringung im Gap Year

Im Gap Year liegt dir die Welt zu Füßen – im wahrsten Sinne des Wortes. Und das betrifft auch die Wohnmöglichkeiten. Und die sind so bunt wie die Welt selbst. Du kannst in deinem Gap Year in einer Gastfamilie wohnen, musst aber nicht. Du kannst es auch nur eine Zeit lang tun und danach andere Wohnmöglichkeiten ausprobieren, was ich dir auch unbedingt empfehlen würde.

Da du dir dein Gap Year im Ausland selbst organisierst, liegt es voll und ganz in deiner Hand, wie du in der Welt wohnst. Zur Auswahl stehen nicht nur die Gastfamilie, sondern auch das Hostel (ja, das nutzen manche tatsächlich als Langzeitunterkunft), dann die Option, eine Wohnung alleine zu mieten und – und das ist mein absoluter Favorit – die internationale WG!

Und hier wird es so richtig spaßig und bereichernd, denn die internationale WG ist die meiner Meinung nach BESTE Wohnmöglichkeit der Welt. Warum? Weil sie dir unvergessliche Erfahrungen und Erlebnisse mit internationalen Freundschaften ermöglicht, den Blick über den kulturellen Tellerrand und dir auch noch dabei hilft, Mietkosten zu sparen, wenn du mit anderen zusammenwohnst.

Alle Vorteile der internationalen WG habe ich hier für dich gesammelt, klick dich rein: Survive & Thrive: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist. Ich selbst habe im Ausland übrigens immer in internationalen WGs gewohnt und hatte dort die beste Zeit meines Lebens. Nicht zuletzt, weil ich viele Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt geknüpft habe, die bis heute halten. Ich weiß also, wovon ich spreche und kann dir die WG nur ans Herz legen.

Zweites Fazit: Auch in Sachen Wohnmöglichkeiten bietet dir das Gap Year maximale Flexibilität. Selbst wenn du dich für eine Gastfamilie entscheidest und dann merkst, ihr passt nicht zusammen, kannst du im Gap Year die Reißleine ziehen und dir eine andere Wohnmöglichkeit suchen.

Im High School Year kannst du nicht einfach in ein Hostel umziehen, im Gap Year schon.
Im High School Year kannst du nicht einfach in ein Hostel umziehen, im Gap Year schon.

Im High School Year geht das eben nicht so einfach und das kann im schlimmsten Fall böse enden – nämlich im Abbruch deines High-School-Jahres und in schlechten Erinnerungen an deinen Schüleraustausch auf Lebzeiten.

Aber es gibt noch einen dritten riesigen Unterschied zwischen High School Year und Gap Year und der ist vielleicht sogar der allerwichtigste, denn da geht’s um die Kohle, also weiter geht’s!

Unterschied 3: Die Kosten & Finanzierbarkeit deines Aufenthaltes

Money Matters, Freundinnen der Auslandsabenteuer! Und weil wir hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY immer die Kosten im Blick haben und ich dir beibringe, wie du finanzschlaue Entscheidungen in Bezug auf dein Auslandsjahr triffst, ist dieser Punkt ein ganz zentraler.

Sehen wir uns also einmal an, wie das High School Year und das Gap Year kostentechnisch so im Vergleich abschneiden. Und außerdem, wer eigentlich für die Finanzierung der beiden Auslandsaufenthalte aufkommt.

Deine Kosten im High School Year & wie du es finanzierst

Da ich mich als Schülerin gegen ein Jahr an einer amerikanischen High School entschieden habe, kann ich in Sachen Kosten für ein High-School-Jahr nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen. Und selbst wenn – inzwischen sind die Preise völlig andere, da meine Zeit als Schülerin nun auch schon 20 Jahre zurückliegt.

Deshalb habe ich in den letzten Monaten viel zum Thema High-School-Jahr recherchiert und an verschiedenen Online-Infosessions von Agenturen und Organisationen teilgenommen, die ein High School Year (meistens in den USA) vermitteln.

Was ich dort zu hören bekam, hat mich schier umgehauen. Für ein Jahr an einer amerikanischen High School fallen – Achtung! – 15.000 bis 20.000 Euro Kosten an – ich dachte, das muss wohl ein Scherz sein. Aber ist es nicht. Der Witz ist auch, dass es finanziell nur einen ganz minimalen Unterschied macht, ob du als Schülerin ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr an der High School bleibst.

Was ist also mit dieser horrenden Summe abgedeckt? Die Kosten für die Gastfamilie, die Schulgebühren der amerikanischen High School, bei manchen Agenturen auch der Flug in die USA und das Visum, bei anderen jedoch nicht. Das geht dann also noch extra. Und dann natürlich eine Vermittlungsgebühr für diese Agentur bzw. Organisation.

Was nie eingeschlossen ist, ist das Taschengeld für dich als Schülerin für ein Jahr im Ausland. Was außerdem nicht eingeschlossen ist, sind die Kosten für Ausflüge oder mal Urlaub, den du vielleicht mit deiner Gastfamilie machst. Kann ja in einem Jahr durchaus vorkommen.

Wenn wir all das noch mit oben drauf rechnen, kommen wir locker auf eine Summe von 20.000 bis 25.000 Euro für das High School Year. Wow! In dem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen, warum meine Mutter mir damals kein High-School-Jahr ermöglichen konnte und ich kann es absolut nachvollziehen.

Denn wenn wir mal ehrlich sind, dann ist es komplett unrealistisch, dass du als Schülerin dein High School Year selbst finanzierst – dafür müssen zwangsläufig deine Eltern aufkommen. Die Frage ist eben nur, ob sich das lohnt. Was ich damit meine ist: Ob der Mehrwert, den dir ein Schüleraustausch bringt, im Verhältnis zu den horrenden Kosten steht. Aber machen wir mal weiter.

Deine Kosten im Gap Year & wie du es finanzierst

Im Gap Year gibt es erstmal keine fixen Kosten, die auf dich zukommen. Beziehungsweise schon, aber in individuellem und sehr überschaubarem Rahmen. Natürlich brauchst du einen Flug in dein Zielland, das ist ganz klar. Und natürlich brauchst du auch die nötigen Reiseimpfungen, falls welche vorgeschrieben sind (dazu klärt übrigens das Robert-Koch-Institut immer aktuell auf) und natürlich brauchst du eine Krankenversicherung im Ausland. Selbstverständlich musst du auch irgendwo wohnen.

All das sind Kosten, die in deinem Gap Year auf dich zukommen. Aber: All diese Kosten hast du selbst in der Hand. Ob du nun alleine oder in einer Gastfamilie wohnst (was teurer ist) oder die WG wählst (was günstiger ist), ob du mit einer teuren Airline fliegt oder dir einen günstigen Deal schnappst – all das bestimmst du.

Und du hast außerdem die Möglichkeit, dir ein paar schlaue Strategien zur finanziellen Planung deines Auslandsjahrs zurechtzulegen. Meine Tipps dazu findest du hier: Auslandsjahr finanzieren, aber finanzschlau! Meine 5 besten Auslandstricks für Sparfüchse. Check it out!

Für dein Gap Year brauchst du kein Reisebüro und keine Vermittlungsagentur. Für dein High School Year schon.
Für dein Gap Year brauchst du kein Reisebüro und keine Vermittlungsagentur. Für dein High School Year schon.

Was im Gap Year nicht auf dich zukommt, sind Kosten für eine Vermittlungsorganisation oder Agentur, denn hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY bringe ich dir bei, dein Auslandsjahr selbst zu organisieren und auch selbst zu finanzieren. Und hier sind wir direkt beim nächsten elementaren Unterschied zwischen den Kosten und der Finanzierbarkeit eines Gap Years im Vergleich zu einem High School Year:

Dein Gap Year kannst und sollst du dir selbst finanzieren und eben nicht deine Eltern. Und das ist auch durchaus möglich, denn:

1.) Bist du volljährig, wenn du in dein Gap Year startest und hast damit die Möglichkeit, zu arbeiten und Geld zu verdienen (natürlich mit der entsprechenden Arbeitserlaubnis deines Ziellandes)

2.) Geht es in deinem Gap Year immer darum, einer Beschäftigung nachzugehen, so dass deine Lebenshaltungskosten im Ausland gedeckt sind, und

3.) Hast du es wie gesagt selbst in der Hand, wie hoch deine Ausgaben und damit deine Kosten im Ausland tatsächlich sind, indem du frühzeitig planst und schlaue Entscheidungen triffst.

Für ein Gap Year benötigst du keine 25.000 Euro deiner Eltern und selbst wenn dir deine Eltern das Geld geben würden, solltest du es nicht annehmen, sondern selbst mit dem Arbeiten und der Finanzplanung in die Gänge kommen. Warum? Lies mal hier: Hello, Money Mindset! 4 Gründe, warum DU als Abiturientin dein Auslandsjahr finanzieren solltest – und nicht deine Eltern.

Der Grund ist eigentlich ziemlich simpel: Du beraubst dich selbst einer riesigen Lernkurve, wenn du das Geld deiner Eltern nimmst und dich im Gap Year ins gemachte Nest setzt, indem du dir beispielsweise von einem Reisebüro dein Auslandsjahr (oder auch nur einige Monate) gegen hohe Gebühren organisieren lässt. Don’t do it!

Du hast nur dann einen Mehr wert für dich und dein Leben, wenn du selbst in die Puschen kommst und lernst, dich zu organisieren und auch mal auftretende Probleme selbst zu lösen. Und genau darum geht es hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY.

Drittes Fazit: Bei einem High School Year ist es unumgänglich, dass deine Eltern viel Geld in die Hand nehmen, um dir dein Jahr an einer amerikanischen High School zu ermöglichen. Bei einem Gap Year brauchst du kein Geld deiner Eltern, denn du kannst und sollst es dir selbst finanzieren. Und das macht nicht nur für deine Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch für den Geldbeutel deiner Eltern einen riesigen Unterschied.

Mein Fazit: Warum ich dir zum Gap Year rate – und nicht unbedingt zum High School Year


In diesem Artikel haben wir uns angesehen, was genau ein High School Year und was ein Gap Year eigentlich ist und was die drei elementaren Unterschiede beider Formen des Auslandsjahres sind. Für mich persönlich überwiegen die Vorteile des Gap Years im Vergleich zum High-School-Jahr ganz klar.

Vor allem das Thema Kosten und Finanzierbarkeit fällt bei meiner Entscheidung ins Gewicht, aber auch die Tatsache, dass du als Volljährige in einem Gap Year viel mehr Gestaltungsspielraum und viel mehr Möglichkeiten hast, als es in einem High-School-Jahr der Fall ist.

Die Berichte von Problemen mit der Gastfamilie während eines High-School-Jahres sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen und mir persönlich ist das Risiko zu groß, das mit potenziellen Problemen mit der Gastfamilie einhergeht. Und dass ich als Schülerin möglicherweise eine Klasse in Deutschland wiederholen müsste, wenn ich aus meinem High-School-Jahr zurückkomme, ist für mich ebenfalls ein No-Go.

Was das Argument vieler Agenturen betrifft, dass du an einer amerikanischen High School dein Englisch extrem aufbesserst und dadurch nach deiner Rückkehr nach Deutschland bessere Noten in Englisch bekommst, kann ich nicht bestätigen und auch nicht dementieren. Ich kann dir nur so viel sagen:

Überlege dir, ob es die 25.000 Euro wert sind, dass du als 16-Jährige an einer High School dein Englisch verbesserst oder ob du nicht warten kannst, bis du 19 bist und dann ohne das Geld deiner Eltern im Gap Year dein Englisch verbesserst. Das war der Weg, den ich für mich gewählt habe – und ich habe es bis heute nicht bereut.

Aber wie siehst du das? Hinterlasse mir einen Kommentar unter dem Artikel oder schreib mir, ich freue mich auf deine Gedanken: hi@dowhatyouloveacademy.de!

Und wenn du dich für ein Gap Year entschieden hast und dich fragst, ob du der Typ für ein ganzes Jahr weg von Zuhause bist, dann mach doch direkt den Test in meinem Starter Guide. Den kannst du dir für 0 Euro herunterladen und das Ergebnis als Anhaltspunkt nehmen, ob du die Persönlichkeit für einen längeren Auslandsaufenthalt mitbringst. Viel Spaß dabei!

Bis dahin viel Spaß und nicht vergessen: Egal, ob High School Year oder Gap Year – du solltest immer das tun, was dich happy macht! 🙂

Starte ins Ausland nach dem Abi

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