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Jahresrückblick 2022: When Life Gives You Lemons, Add Tequila & Dance On The Table!


Hi Digital World! Nice to meet you! Ich bin Julia und neu hier im World Wide Web. Und ehrlich gesagt: Es fühlt sich ein bisschen an, als wäre ich auf einmal wieder drei Jahre alt und müsste mich in einer Welt zurechtfinden, die ich noch gar nicht kenne. Nochmal laufen lernen quasi.

Es ist Ende Dezember 2022 und ich besitze zum allerersten Mal etwas mir völlig Neues, nämlich eine Website. Zumindest theoretisch. Ich habe mir voller Tatendrang Serverplatz gekauft und im Schweiße meines Angesichts WordPress installiert. Ich habe mir einen Page Builder zugelegt – ein Schnäppchen am Black Friday. Weil mir gesagt wurde, dass man/frau sowas braucht, um Websites zu gestalten. Gut! Erledigt.

Doch es wird noch verrückter. Ich habe im November zum allerersten Mal einen Instagram-Account eröffnet. Zum aller-ALLER-ersten Mal. Ja, sowas gibt es. Und glaub mir, ich hätte es selber nicht gedacht, dass es 2022 noch jemanden ohne IG gibt – doch, dieser Nerd bin ich beziehungsweise war ich. Jetzt ja nicht mehr – jetzt bin ich Teil der hippen Insta-Crowd.

Warum erzähle ich das alles? Weil ich selbst nie gedacht hätte, dass ich Ende 2022 schweißgebadete Neu-Besitzerin einer Website und Ex-Nerd mit spontanem Instagram-Auftritt sein würde. Geplant war all das nicht.

Hätte das Jahr 2022 keine Achterbahnfahrt mit Vollbremsung hingelegt, wäre ich heute immer noch instagramfrei. Ich hätte einen 9-to-5-Job bei einem doch recht cool anmutenden internationalen Unternehmen. Ich würde Freitagmittag nach einem Meetingmarathon gefolgt von 3-Gänge-Lunch ins Wochenende starten. Doch 2022 sollte es anders kommen. GANZ anders.

Dies ist nicht nur die Geschichte von Zitronen, die das Jahr 2022 gefühlt kiloweise in meinem Gesicht ausgedrückt hat. Sondern auch von Flügeln, die gebrochen wurden, damit ich sie mir selbst nach meinen eigenen Vorstellungen wieder neu zusammennähen konnte.

Und von einer Lektion, die mir das Jahr 2022 wie kein anderes zuvor in kreischendem Ton entgegenschrie:

WHEN LIFE GIVES YOU LEMONS, ADD TEQUILA AND DANCE ON THE TABLE!

Danke dafür, 2022!

And now: Enjoy reading!

(Januar)* Die Ruhe vor dem Orkan namens 2022

Mein Jahr beginnt normalerweise nicht nur mit vielen Ideen und guten Vorsätzen für die kommenden 12 Monate. Sondern auch mit meinem Geburtstag an Neujahr. Den 1. Januar ziert seit vielen Jahren ein festes Ritual: Geburtstags-Dinner mit meinen Schulfreundinnen.

Jahresrückblick 2022: Januar
Happy 1.1.2022! Little did we know…

Ich koche irgendwas (diesmal grünes Thai-Curry), wir essen und quatschen. Wir nutzen die Gelegenheit, um auf das kommende Jahr anzustoßen, unsere Wünsche, Hoffnungen und Ziele zu teilen. Nach fast drei Corona-Jahren waren wir uns schnell einig. Wir wünschten uns für 2022 vor allem eins: Mehr Normalität in unseren Leben.

Die vergangenen Jahre waren anstrengend. Nach 2020 und 2021 fühlten wir drei uns irgendwie ausgelaugt. Viele Pläne, die wir geschmiedet hatten, sind den Corona-Lockdowns zum Opfer gefallen. Für mich bedeutete Corona vor allem: Sehr lange auf das verzichten zu müssen, was ich liebe und was mir Energie gibt: Das Reisen.

2020 und 2021 haben sich unsere Energiespeicher also peu à peu geleert. Und Ende 2021 waren sie ziemlich nah am kritisch-roten Bereich. Entsprechend hoch war unsere Hoffnung auf 2022. Wir wollten ein tolles, gutes, glückliches und vor allem planbares Jahr vor uns haben.

Wie an jedem 1. Januar stießen wir also genau darauf an. Zum Neujahrsritual gehört auch, dass jede von uns einen Glückskeks aus meinem Lieblings-Asialaden öffnet. Das ist einfach Pflicht. Denn obwohl ich absolut gar nicht spirituell bin, bin ich mir sicher: Der Glückskeks hat einfach IMMER recht.

Doch 2022 sollte sich noch herausstellen: Der Keks hat mein blindes Vertrauen in ihn sowas von schamlos missbraucht!

Der Glückskeks orakelte ein grandioses 2022! Aber er log, dass sich die Balken biegen, wie sich noch herausstellen sollte...
Der Glückskeks orakelte ein grandioses 2022! Aber er log, dass sich die Balken biegen, wie sich noch herausstellen sollte…

(Februar)* Der Tod meines unbekannten Onkels

Mein Vater starb bei einem Autounfall, als ich 2 war. Er verließ morgens das Haus, um zur Arbeit zu fahren und kehrte nicht mehr zurück. Meine Erinnerung an meinen Vater ist sehr lückenhaft. Die Geschwister meines Vaters – er hatte noch drei – waren nie ein aktiver Teil meines Lebens. Bis zu dem Tag im Februar, als ich plötzlich einen Brief aus dem Postkasten fischte: Der bis dato noch lebende Bruder meines Vaters war verstorben.

Mein Vater und meine Tante liebten gutes Essen genauso wie ich. Muss wohl in der Familie liegen. :-)
Mein Vater und meine Tante liebten gutes Essen genauso wie ich. Muss wohl in der Familie liegen. 🙂

Da ich nichts über meinen Onkel wusste, setzte ich mich in den Zug und fuhr los. In den Ort in Bayern, der auf dem Brief des Gerichts als sein letzter Wohnort angegeben war. Als neugierige Journalistin war mein erster Gedanke, bei einer Vor-Ort-Recherche sicherlich mehr erfahren zu können. Nördlingen ist ein 20.000-Einwohner-Städtchen mit beschaulich-schöner Fachwerk-Architektur und mittelalterlichem Stadtkern, etwa zwei Stunden von München entfernt.

Mein Onkel war Steinmetz und hat sein künstlerisches Vermächtnis an verschiedenen Stellen des hübschen Städtchens hinterlassen: Am Turm der gotischen Kirche im Ortskern. Und an seinem aus dem Jahr 1592 stammenden Haus.

Beides hatte er zu Lebzeiten mit viel Liebe und Können restauriert und damit für die Nachwelt erhalten. Dass ich erst nach dem Tod meines Onkels Teil seiner Geschichte wurde, hat mich nicht nur bestürzt, sondern auch traurig gemacht.

Jahresrückblick 2022: Februar
Das Lebenswerk meines Onkels: Das Gerberhaus aus dem Jahr 1592.

Trotz der emotionalen Achterbahnfahrt gab es im Februar ein Happy End. Denn ich habe bei meinen Vor-Ort-Recherchen die Frau meines verstorbenen Onkels kennengelernt, die mich nicht nur herzlich in ihre eigene Familie mit aufgenommen hat. Sie ist mit ihren vielen Anekdoten und Stories vergangener Zeiten auch ein Fenster zu meiner eigenen Familiengeschichte. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

(März)* Oh, du schönes Österreich!

Wenn es drei Dinge gibt, die meine Laune so richtig sinken lassen, dann sind es: Die Dunkelheit im Winter, die Kälte im Winter und Hunger kombiniert mit schlechtem Essen. Na gut, Sport gehört jetzt auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und Regen und nicht funktionierende Technik hasse ich auch. Das ist aber für meinen März-Report irrelevant. Das Thema Technik wird allerdings später im Jahr noch eine Rolle spielen, also stay tuned!

Generell mag ich den März, weil er nach der langen Durststrecke des Winters endlich den Frühling einläutet. Die Zeitumstellung kommt und die Tage werden länger. Und wärmer. Beides lässt mich so richtig aufblühen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, ab März jeden Monat mindestens einen Kurztrip in Österreich zu machen. Schließlich bin ich 2020 wegen des Jobs nach Österreich gezogen, habe bis dato dank ständiger Corona-Lockdowns aber so gut wie nichts vom Land gesehen.

2022 ging es also endlich los! Mein erster Trip in Österreich führte mich im März ins schöne Innsbruck. Die malerische Altstadt ist geradezu bezaubernd. Zwar war die Stadt von Wintersportler*innen bevölkert, aber auch ohne Sportambitionen ist das quirlige Innsbruck einen Wochenend-Trip wert.

Jahresrückblick 2022: März
You gotta love Austria: Im Winter wie im Sommer bezaubernd. @Innsbruck.

Als nächstes auf meiner Kurztrip-Liste 2022: Graz. Obwohl Graz keine klassische Touristen-Destination ist – oder vielleicht gerade deswegen – habe ich Graz in die Top 3 meiner persönlichen Österreich-Highlights gekürt.

Graz hat nicht nur eine fantastische Dachterrasse auf einem Kaufhaus, wo es wunderbares Frühstück gibt. Graz besticht durch seine hübschen Straßenzüge, seine süßen Cafés, einen künstlerischen Touch und seine historischen Gebäude. Graz ist auch wunderschön grün und wer da ist, sollte unbedingt eine Fahrradtour durch die blühenden Oasen der Stadt machen.

Jahresrückblick 2022: März
Gotta love Austria even more: Fahrradtour durch Graz.

Schloss Eggenberg bei Graz ist ebenfalls einen Besuch wert. Einen halben Tag lang durch den Schlosspark und die Prunkräume zu schlendern, ist ein grandioser Trip in vergangene Zeiten. Und obwohl ich jetzt keine klassische Museumsgängerin bin, fand ich Schloss Eggenberg ziemlich faszinierend – auf seine charmant-österreichische Art. Doch so high der März, so tief der Fall, der im April auf mich zukommen sollte…

(April)* When life breaks your wings (and heart)

Wobei: Eigentlich sollte der Titel des April-Kapitels passenderweise heißen: Wenn ein neuer Manager deine Flügel und dein Herz bricht. Vor allem, da dieser neue Manager in einem Unternehmen tätig ist, das sich eigentlich auf die Fahne schreibt, seinen Mitarbeitenden eben solche Fittiche zu geben.

Von „Breaks Your Wings“ hatte ich – zumindest bis April 2022 – noch gar nichts gehört?! Zugegeben: Das wäre auch kein ansprechender Werbeslogan für eine Firma.

Wer würde da schon arbeiten wollen? Das klingt ja nicht gerade einladend. Wer würde die Produkte kaufen wollen? Vermutlich niemand. Fakt ist jedoch: Es wäre von der Realität gar nicht so weit entfernt.

Als ich noch Flügel hatte...
Als ich noch Flügel hatte…

Denn ich habe in über zwei Jahren viele Kolleg*innen gesehen, denen die Flügel entweder gestutzt oder direkt gebrochen wurden. Durch permanente interne Umstrukturierungen. Durch Versetzungen, zu denen sie einfach nicht befragt wurden. Durch das Auflösen ganzer Teams über deren Köpfe hinweg. Durch das HR-Schachspiel mit Holzfiguren, hinter denen eigentlich Mitarbeiter*innen mit Herz und Seele stecken.

Durch random out-of-the-blue-Kündigungen von Menschen, die für diesen doch so cool anmutenden Job mit ihren ganzen Familien, Partner*innen und Kindern einmal quer über den Erdball umgezogen waren. Aus Metropolen wie Delhi, Sydney, Rio, Kapstadt, Atlanta – you name it!

Und die nun in einem 150.000-Einwohner-Alpenstädtchen gestrandet sind. Ohne Deutschkenntnisse, ohne Job, ohne Chancen auf einen gleichwertigen neuen Job. Dafür mit Tränen in den Augen und einem riesigen unbeantworteten Fragezeichen über dem Kopf.

Wow. Congratulations zu dieser charming Firmenphilosophie, guys!

Learning im April: Ein Taubenstall, der außen auf Hochglanz poliert ist, kann drinnen durchaus marode sein. Man merkt es halt erst, wenn man drin sitzt. An dieser Stelle sei auch gesagt: Österreich, ich liebe dich. Aber dein Arbeitsrecht ist unter aller Würde. Copy that.

Jedenfalls wurden mir meine Flügel ziemlich uncharmant im April gebrochen. Doch wie so oft im Leben gilt auch hier: Everything happens for a reason.

Und für jede*n da draußen, der das hier liest: Don’t worry! Auch, wenn du gerade das Gefühl hast, mit einem oder gar keinem Flügel nur noch hopsen und nicht mehr fliegen zu können – du wirst wieder abheben! Und dabei noch schöner, höher und weiter fliegen, als du es dir bis dato jemals erträumt hattest.

(Mai)* Oh, du noch schöneres Budapest!

Wenn alles den Bach runter geht – reise! Das war schon immer mein Motto. Und es gibt nichts Besseres, als die Schönheit fremder Städte zu inhalieren, wenn einem das Leben kurzzeitig Schnappatmung verabreicht hat. Also, den linken Flügel eingerenkt und losgehoppelt.

Oh, du schönes Budapest! You are pretty and I like you!
Oh, du schönes Budapest! You are pretty and I like you!

Budapest ist genau das Richtige, wenn man sich im Glanz einer europäischen Kulturstadt treiben lassen will. Und da ich vorher noch nie in Ungarn gewesen war, habe ich genau das getan. Budapest besticht durch prunkvolle Cafés mit dem Charme längst vergangener Zeiten. Es überfällt einen mit Gulasch-Kanonen an jeder Ecke (aber Achtung – nicht jede ist lecker!).

Und es verzaubert einen mit einem atemberaubenden Blick über die Dächer dieser wunderschönen Stadt. Wenn man nur noch einen halben Flügel statt zwei hat, muss man sich natürlich mit dem Aufzug auf alle möglichen Dachterrassen und Aussichtsplattformen rauffahren lassen – aber: es lohnt sich!

Da ich generell kein Fan von großen anonymen Hotels bin, hatte ich mir in Budapest ein AirBnB bei einer chinesischen Gastfamilie gebucht. Warum gerade diese Unterkunft? Das Frühstück der Familie war von allen bisherigen Gästen in den Himmel gelobt worden. Und es hat tatsächlich nicht enttäuscht. Es war eins der besten selbstgemachten Frühstücke, die ich jemals auf Reisen gegessen habe!

Wie in einem botanischen Garten: Das Restaurant Twentysix in Budapest.
Wie in einem botanischen Garten: Das Restaurant Twentysix in Budapest.

Und wenn du immer schon mal mitten in der Stadt in tropischem Grün entspannen und lecker essen wolltest, dann solltest du das Twentysix ausprobieren. Es nennt sich selbst The Greenest Restaurant in Hungary. Ich jedenfalls habe es geliebt. Und obwohl ich nun wirklich nicht ganz Ungarn kenne, glaube ich ihnen, dass es genau SO ist!

(Juni) * Barcelona, no one heals a broken soul better than you!

Wer seine immer noch angeschlagene Seele beruhigen und leckere Tapas finden will, der reise nach Barcelona! Barcelona ist irgendwie meine Soul City. Die Stadt in Europa, an der seit 2014 mein Herz hängt und in die es mich immer wieder wie magisch zieht. Warum ist das so? Ich denke, ich habe mich darin verliebt, wie Barcelona tickt.

Barcelonas Altstadt ist tagsüber ein Mekka der Ruhe und streichelt aufgewühlte Seelen.
Barcelonas Altstadt ist tagsüber ein Mekka der Ruhe und streichelt aufgewühlte Seelen.

In Barcelonas Altstadt scheint die Zeit irgendwie stillzustehen. Zumindest tagsüber, bis die vielen kleinen Gassen und Plätze pünktlich zum Abendessen zum Leben erwachen. Und genau das liebe ich an Barcelona.

Die Stadt wickelt angeschlagene Seelen tagsüber mit ihrer Ruhe und Gelassenheit ein. Und mit buntem Obst, leckeren Würsten und frischen Säften in La Boqueria, der Markthalle, die dich mit ihren Farben und Düften umhaut, sobald du sie betrittst und die du dafür einfach nur lieben musst.

Und sobald die Sonne untergeht in Barcelona, versichert dir diese Stadt, dass alles eigentlich gar nicht so schlimm ist. Dass mit Tapas und Sangria das Leben alles andere als gemein ist. Barcelona legt sich über angeschlagene Seelen wie eine tröstende Decke aus Leckereien, süßen Getränken, Sonnenschein und Lebensfreude.

In Barcelona lohnt es sich übrigens immer, ein Fahrrad zu mieten. Und für das ultimative Freiheitsgefühl mindestens einmal die von Palmen gesäumte Strandpromenade der Barceloneta auf- und abzufahren. Das habe ich diesmal direkt mehrfach getan, um mit in die Luft gestreckten Armen auf zwei Rädern den Wind in den Haaren zu spüren und den Stress der letzten Wochen aus- und das schöne Leben einzuatmen. Und um dabei fast vom Rad zu kippen – aber nur fast! 😉

Jahresrückblick 2022: Sitges - wenn du schon da bist, bleib doch einfach dort! :-)
Sitges – wenn du schon da bist, bleib doch einfach dort!

Außerdem habe ich diesmal zum allerersten Mal einen Tagestrip nach Sitges gemacht – in diesen süßen kleinen Ort direkt am Strand 40 Kilometer südlich von Barcelona mit seinen malerischen weißen Häusern, einladenden Restaurants und bunten Geschäften, die alle ständig rufen: Vergiß dein altes Leben und bleib doch einfach hier!

(Juli) * Jetzt DU auch noch… The freaking C*!

Tja, hätte ich das mal getan! Stattdessen kam im Juli wieder mal alles anders als erwartet. Gerade noch den Meereswind im Haar und das Grinsen auf dem rostigen Fahrrad im Gesicht, kam mit der Ankunft zurück in München the freaking C* um die Ecke. Ähm, wie bitte? CORONA?? JETZT DU AUCH NOCH??? Über zwei Jahre hatte ich es extrem gut ohne das kleine Scheißerchen ausgehalten. Und plötzlich war es da.

Wer grinst denn da so gehässig?! Pfüh.
Wer grinst denn da so gehässig?! Pfüh.

Puh. Im ernst?! Nach dem ganzen Mist der letzten Monate musste das jetzt auch noch sein?! Mein gerade mithilfe von Tapas und Fahrradtouren mühsam aufgepäppelter Körper und Geist resignierten. Zwei Wochen Quarantäne und keinen Tag weniger wollte mich the freaking C* aus meinem hochsommerlichen Hausarrest entlassen.

14 geschlagene Tage zu Hause, mit zwölf Strichen auf insgesamt sechs gehässig grinsenden Schnelltests, im Eigenschweißbad in meiner Dachgeschosswohnung, ohne Leckereien wie Obst und Würste, ohne Meereswind im Haar, dafür mit umso mehr Fett.

Denn wer nicht raus darf aus der Bude, der braucht sich schließlich auch nicht die Haare waschen, richtig? Und der erkennt auch irgendwann zwangsweise sein eigenes Spiegelbild nicht mehr (FYI: Nach etwa zehn Tagen ist es soweit!). Oh Mann.

When life gives you lemons, you need a friend who gives you chocolates.
When life gives you lemons, you need a friend who gives you chocolates! Danke, Hellen!

Aber auch der Juli hält eine Lebensweisheit parat: Denn wer eine Freundin hat, die sich unaufgefordert und trotz Corona-Gefahr bis ins Treppenhaus der Quarantänewohnung im 5. Stock ohne Aufzug traut, um Überraschungsblumen und „Mein Glück in 100 Listen“ als Seelentröster vorbeizubringen – der kann sich trotz Haarschweiß und Hausarrest doch unheimlich glücklich schätzen, oder? Danke für deinen Mut und überhaupt alles, liebe Hellen!

(August) * Do What YOU Love, Julia!

Wer innerhalb von sechs Monaten den Tod seines unbekannten Onkels, gebrochene Flügel und Corona hinter sich hat, den kann nicht mehr viel zu Fall bringen im Leben, oder? Stimmt. Aber ausruhen muss sich derjenige trotzdem, um später wieder im fünften Gang durchs Leben brausen zu können.

Außerdem: Nur wer die Seele mal für eine Weile baumeln lässt, der kommt auf jede Menge Schabernack und auf neue Ideen fürs eigene Leben. Denn Seele und Kopf sind dann am kreativsten, wenn man sie am wenigsten dazu zwingt. Man muss ihnen einfach nur den Raum zum Aufblühen geben.

Deshalb habe ich im August radikal nur eines getan: Die Dinge, die ich liebe und die meine Seele spontan in diesem und jenem Moment mit Glück befüllt haben. Nämlich: Einfach mal gar nichts!

Einer meiner persönlichen Lieblingsplätze im Sommer: Der Fuschlsee in Österreich.
Einer meiner persönlichen Lieblingsplätze im Sommer: Der Fuschlsee in Österreich.

Und jetzt kommt der Clou! In Österreich kann man genau das im Sommer wunderbar tun. Denn im Gegensatz zu Deutschland ticken hier die Uhren noch eine Spur langsamer. Und das ist auch genau gut so.

In Österreich kann man total entspannt von einem See zum nächsten hoppeln. Das ist übrigens auch mit nur einem Flügel total gut machbar. Man kann die Füße in glasklares Wasser tauchen. Das Gesicht in die Sonne hängen, Wiener Schnitzel und Salzburger Nocken genießen.

Doofe, lustige, interessante, lebenserhellende Bücher auf bunten Picknickdecken in saftigen Sommerwiesen mit Bergpanorama lesen. Und dabei einfach: Doof vor sich hin grinsen und gar nichts denken. Einfach mal im Moment leben.

Im Moment leben und dabei das eigene Leben in 5 Jahren mitsamt Hängematte visualisieren - priceless!
Im Moment leben und dabei das eigene Leben in 5 Jahren mitsamt Hängematte visualisieren – priceless!

Und das Beste ist: Man kann bei dieser gedanklichen Downtime auf völlig neue Ideen kommen! Denn wenn ich eins im Leben gelernt habe: Die besten Ideen kommen immer dann um die Ecke, wenn man es am wenigsten von ihnen erwartet. Und diese Weisheit hat sich bisher absolut immer bewahrheitet.

(September) * When life gives you lemons – Die Geburt der Academy!

Die August-Downtime in der wunderschönen österreichischen Natur hat wahre Wunder für Geist und Körper vollbracht. Denn sie hat mir die Kraft gegeben, meine immer noch lädierten Flügel wieder ein kleines Stückchen mehr zusammenzunähen. Wie sagt man so schön: Gut Ding braucht Weile. Und wer größere, schönere und flugtauglichere Flügel als vorher will, der muss eben länger an ihnen schrauben als an 08/15-Standardflügeln.

Aber um die Flügel geht es im September nur in zweiter Linie. In erster Linie geht es darum, dass ich mir selbst im September das wohl größte Geschenk gemacht habe, das ich mir überhaupt jemals im Leben machen konnte: Ich habe die Idee für mein eigenes Unternehmen geboren.

An dieser Stelle nochmal: Danke an meinen Ex-Manager! Denn ohne dich und deine absolut schräge Aktion im April wäre ich niemals auf die Idee gekommen, überhaupt an mein eigenes Unternehmen zu denken.

Und im Gegensatz zu menschlichen Geburten war die Geburt meines Unternehmens weder angstbesetzt noch schmerzhaft. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung hat es auch keine neun Monate gedauert (Thank God!). Und dafür bin ich rückblickend unendlich dankbar.

The Big Ideas Book: Jede*r sollte eins haben. Dann klappt das mit den Einfällen von ganz alleine.
The Big Ideas Book: Jede*r sollte eins haben. Dann klappt das mit den Einfällen von ganz alleine.

Denn dank meiner Corona-Zwangspause im Juli und der sommerlichen Downtime im August, war der Kopf im September wieder klar genug, um frische Ideen hervorzubringen.

Und so entstand sie: Die Idee für DOWHATYOULOVE.ACADEMY!

Geboren aus meiner eigenen Überzeugung heraus, dass Träume im Leben nicht dazu da sind, um in Schreibtischschubladen von öden 9-to-5-Jobs zu versauern. Sondern, dass sie dazu gemacht sind, um verdammt nochmal verwirklicht zu werden.

Entwickelt aus meiner eigenen Erfahrung heraus, dass die Welt ein wunderschönes buntes Spielfeld ist und dass alles möglich ist, wenn man im Leben kluge Entscheidungen trifft. Wenn man mit Plan und Köpfchen und einer gewissen Hartnäckigkeit an den eigenen Zielen arbeitet. Und: Wenn man sich von absolut niemandem von den eigenen Träumen abbringen lässt.

Diese Puzzleteile zusammen ergeben das große Bild, das DOWHATYOULOVE.ACADEMY ist und in Zukunft ausmachen wird. Und: Wofür dieses Unternehmen stehen wird.

Die Mission von DOWHATYOULOVE.ACADEMY ist übrigens genau die, die auch schon Walt Disney manifestierte, bevor er mit seiner Vision von einer gezeichneten Maus die Welt eroberte:

Wie schon Walt Disney sagte: If you can dream it, you can do it!
Wie schon der wunderbare Visionär Walt Disney sagte: If you can dream it, you can do it!

Er sagte: If you can dream it, you can do it. Und der Mann hatte und hat absolut recht!

(Oktober)* Hey, Berlin! You are my love (at 2nd sight)!

Berlin und ich kennen uns eigentlich nicht besonders gut. Beziehungsweise war ich bisher nur zweimal in Berlin – und jedes Mal nicht so wirklich zum Spaß, sondern zu „kulturellen Fortbildungszwecken“. Einmal in der Schule und einmal irgendwann später. Und ehrlich gesagt, fand ich Berlin beide Male doch recht langweilig. Außerdem hat es immer geregnet, was sich ganz offenbar nicht gerade positiv in meiner Erinnerung verankert hat. Aber das ist wie gesagt schon viele Jahre her.

Genau deshalb habe ich mich entschlossen, unserer Hauptstadt im goldenen Oktober 2022 seit langer Zeit endlich mal wieder einen kleinen Besuch abzustatten. Meine Disney-Freundin Steffi – wir haben uns beim weltbesten Job nach dem Abi bei Walt Disney World in Florida kennengelernt – wohnt schon seit Ewigkeiten in Berlin. Und sie ist so begeistert von der Stadt, dass sie „München keine Träne hinterher weint.“ Gut, das klingt doch vielversprechend! Also losgefahren!

Und um eine long story short zu machen: Berlin hat mich im tiefsten Inneren meines von 2022 ausgelaugten und geschundenen Herzens berührt und glücklich gemacht.

Yesterday I really wanted pizza. Today I am eating pizza. Follow your dreams!
Yesterday I really wanted pizza. Today I am eating pizza. Follow your dreams! 🙂

Wie kam’s? Ich denke, es liegt daran, dass ich mich ganz bewusst dazu entschlossen habe, mir Berlin diesmal fernab der Touristenmeilen anzusehen. Ich habe also einen großen Bogen um alle Sehenswürdigkeiten gemacht und bin mit Steffis altem (und für meine 1,65 Meter viel zu hohen) Ersatz-Klapperrad losgebraust.

Von Gesundbrunnen in den schönen Prenzlauer Berg mit seinen quirligen Shops und hippen Cafés, mit seinen hübschen Altbaufassaden und internationalen Restaurants, deren Außenterrassen von goldenen Herbstblättern gesäumt waren.

Ich habe bei Allan’s Breakfast Club in der Rykestraße das wohl beste australische Frühstück gegessen, seitdem ich Sydney nach meinem Studium verlassen habe. Ich habe den Duft von sonnengeküssten Herbstblättern eingeatmet bei meinem Spaziergang durch das schmucke Charlottenburg.

Steffi und ich haben internationale Köstlichkeiten auf dem Wochenmarkt in Friedrichshain probiert. Wir sind durch Parks spaziert und über gesäumte Alleen geschlendert. Wir haben über die Ups and Downs des Lebens philosophiert, leckere chinesische Nudeln verschlungen und bunte Lichtershows bewundert.

Wir haben mit unseren Rädern das goldene Herbstlaub aufgewühlt und Spritz im Sonnenuntergang geschlürft, bevor wir mit unseren klapprigen Rädern und ihren permanent klingelnden Klingeln wieder über das Kopfsteinpflaster nach Hause gerattert sind.

Berlin, I think I like you a bit more than initially planned.
Berlin, I think I like you a bit more than initially planned.

Dabei habe ich mir eins geschworen: Irgendwann werde ich hier leben. Irgendwo rund um den Wasserturm Prenzlauer Berg in Berlin. In der Rykestraße mit ihren schönen Altbauten. Wo jeden Tag mein Lieblingsfrühstück auf mich wartet und wo ich jeden goldenen Herbst auf klapprigen Fahrrädern durch mein Viertel fahren werde. Wie heißt es so schön im Leben: You gotta dream big! Und genau das tue ich.

(November)* Was zum Teufel will Insta*what von mir?

Inspiriert von meinen goldenen Berlin-Plänen und in ehrfürchtiger Erinnerung an die Worte meines Vorbilds Walt Disney (wir erinnern uns – er sagte: If you can dream it, you can do it!) bin ich voller Elan in den November gestartet. Denn ich wollte vor allem eins: Machen.

Do it. Do it now! Get your sh*t together, Julia, and get started! Also gut. Was ich also im ersten Schritt wollte, war ein Instagram-Account. Für mich privat und für mein Business. So weit, so gut! Das kann ja eigentlich nicht so schwer sein.

Erste Schritte mit Instagram: Was ist eine Story und wie benutzt man GIFs?
Erste Schritte mit Instagram: Was ist eine Story und wie benutzt man GIFs?

Meine liebe Freundin Kathrin ist schon seit drei Jahren stolze Besitzerin mehrerer Instagram-Accounts. Ganz im Gegensatz zu mir, die außer einem verstaubten Facebook-Profil, einem toten XING-Account, dessen Passwort ich vergessen habe (Update: Ich hab’s wieder!!), und einem LinkedIn-Profil, das von all meinen halblebigen Accounts noch die beste Figur macht, keine Social-Media-Profile besitzt. Perfekt, Kathrin ist also meine Go-To-Expertin für Instagram!

Kathrin warnte mich sofort eindringlich. Sie sagte: „Pass auf, wenn du deinen Instagram-Account anlegst. Mir wurde aus undefinierbaren Gründen der Account geschlossen und es war ein ewiges Drama, ich musste einen neuen Account anlegen, meine Follower umziehen, nimm bloß nicht dieselbe E-Mail-Adresse für privaten und geschäftlichen Account und so weiter. Und überhaupt, das ist alles ein riesen Murks.“

BÄM! Nach Kathrins eindringlich beschriebenem Leidensweg mit Instagram war mir klar: Das wird keine einfache Nummer! Und wenn ich eins so richtig abgrundtief hasse (neben Kälte, Regen, schlechtem Essen, nassen Füßen und so weiter), dann ist es Technik, die nicht funktioniert. OMG. Worauf hatte ich mich da eingelassen?

Ich habe übrigens folgende Theorie: Technik merkt, wenn man sie hasst und/oder, wenn man sich nicht mit ihr auskennt. Und gerade dann und umso schneller hält sie einem den Mittelfinger ins Gesicht. Und genau SO kam es. Instagram hatte nicht nur auf Kathrin, sondern auch auf mich keine Lust. Aller guten Tipps meiner Instagram-Kathrin zum Trotz, ging nach meiner Anmeldung bei Instagram: Gar nichts!

Account tot, Account gesperrt, Account hat ein vorübergehendes oder auch nicht vorübergehendes Problem. „Eventuell wurde gegen die Community-Richtlinien verstoßen“. Ähm, wie bitte? Wie das denn? Wenn man noch nicht mal ein Account-Foto hochgeladen und keinen einzigen Post abgesetzt hat und der Account-Name der eigene Vor- und Nachname ist. Wie kann man dann gegen die Richtlinien verstoßen?! Macht absolut zero Sinn.

Na gut. Irgendwann – und ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam – wurde mein Account plötzlich entblockt. Einfach so. God knows why. Aber gut, ich konnte also endlich mit meinen ersten Schritten auf Instagram beginnen. Und ganz ehrlich: Auch das war wahrlich keine leichte Geburt! Meine dilettantischen Baby Steps bei Instagram mussten all meine 15 (!) Follower jeden Tag leidvoll miterleben. Das hat sie übrigens bis heute geprägt. Danke, dass ihr immer noch meine Freunde seid!

What doesn't kill you makes you stronger! Danke, Instagram!
What doesn’t kill you makes you stronger! Danke, Instagram!

(Dezember )* Scheiß auf den Technikfrust – Ich bau mir die Website selber!

Julia und die Technik – das ist also ein traurig-nerviges Kapitel für sich. Lass ich mich davon abhalten? Hell NO! Natürlich nicht. Also hatte ich im Dezember DIE Idee aller Ideen: Ich könnte mir meine Website für mein Business doch selber bauen. Kann ja eigentlich nicht so schwer sein! (Der Gedankengang war: Wer Instagram bezwingt, der kann alles im Leben erreichen).

Also, los geht’s! Wie schon im Intro dieses Artikels erwähnt, hatte ich mir im November zum Black-Friday-Schnäppchenpreis bereits meinen Serverplatz bei einem Hoster gekauft. Und da man mir ja auch gesagt hatte, dass ich einen Page Builder brauche, habe ich den direkt mitgekauft.

Ich war also geradezu perfekt ausgestattet, um pünktlich im Dezember mit WordPress und meinem kleinen vorweihnachtlichen Spaßprojekt starten zu können.

So viel schon mal vorab: Mein Hoster kennt mich mittlerweile namentlich, da wir durch meine vielen technischen Fragen bereits eine persönliche Beziehung aufgebaut haben. Zum Glück beantwortet der Support wirklich JEDE meiner Fragen mit Kompetenz und Freundlichkeit.

Ein Hoch auf das Team von Siteground an dieser Stelle. An Lilko Z vom Support Team: Hey, how are you? Are you missing my 1001 questions? Don’t worry, I’m still alive! And SOON coming back to you mit noch mehr Fragen. 😉

Aber zurück zum Thema. Wie ist das so, wenn man als Nicht-Programmiererin, Nicht-Webdesignerin und Nicht-Technikexpertin eine Business Website selber bauen will, die nicht nur funktionstüchtig ist, sondern auch gut aussieht? Ohne Website-Baukasten wohl bemerkt, das wäre ja zu einfach. Ähm… im Prinzip ein Selbstmordkommando!

Ein Hoch nicht nur auf den Support von Siteground, sondern auch auf den von Elegant Themes - You helped me in my darkest hours and I love you!
Ein Hoch nicht nur auf den Support von Siteground, sondern auch auf den von Elegant Themes – You helped me in my darkest hours and I love you!

Kurz gesagt: Ich weiß mittlerweile, warum Menschen Webdesign und Programmieren studieren und warum daraus ein richtiger Beruf resultiert, mit dem diese Menschen ihr Geld verdienen. Denn am 31.12.2022 hatte ich nicht nur diverse bereits angelegte Seiten meiner Website wieder zurück auf Null gesetzt.

Ich hatte auch leidvoll lernen müssen, dass mehr WordPress-Plugins nicht gleich besser ist. Dass das WordPress-Backend einen mit seinen tausend Einstellungsmöglichkeiten völlig kirre macht. Dass man für manche Plugins bezahlt und diese einem aus Dankbarkeit die Website schrotten. Dass man tagelang am Design seiner Seite schraubt, um dann zu merken, dass ein schickes Desktop-Design auf Mobiltelefonen völlig dilettantisch aussieht.

Aber mir ist bei dem ganzen Desaster auch klar geworden, dass letztlich nichts über die eigene Vision für die eigene Website geht. Obwohl der Weg bis zum Launch nervig, anstrengend, herausfordernd und voller Fallstricke ist. Und obwohl WordPress ständig und unnachgiebig flüstert: Julia, lass es endlich sein und lass es jemanden machen, der sich damit auskennt (pfüh! Shut up, WordPress!).

Bin ich froh darüber, dass ich zwischen dem 1.12.2022 und dem 31.12.2022 gefühlt 18 Nervenzusammenbrüche in Verbindung mit meiner Do-it-yourself-Website hatte? Definitiv nicht. Bin ich dankbar dafür, dass ich trotzdem nicht aufgegeben und immer weitergemacht habe, um meine Vision von meiner eigenen Website zu verwirklichen? Hell YES!!

Denn mir ist klar geworden (und ich hoffe, dass das jede*n Webdesigner*in in spe inspiriert, der oder die das hier liest): Meine Website ist MEIN Abenteuerspielplatz für MEINE Vision. Und diesen Spielplatz kann niemand so gut errichten, wie ich selbst.

Mit richtig hohen Schaukeln, gigantischem Trampolin, 360-Grad-Teufelsrad, Candy Kiosk mit XXL-Regenbogenlutschern, Eisstand und allem, wonach mir ist und was sonst noch Spaß macht! Damit ich selbst Freude auf meinem eigenen Spielplatz habe. Denn das ist letztlich doch das Allerwichtigste. Okay, meine Freund*innen dürfen auch Spaß haben. Hehe! 😉

My website, my playground. Like ice in the sunshine! :-)
My website, my playground. Like ice in the sunshine! 🙂

2022, it was (kind of) nice to meet you. But please GO AWAY now!

Tja, was soll ich sagen. 2022, du warst kein einfacher Gefährte. Nicht nur das. Du warst eine Herausforderung auf allen Ebenen. Beruflich, persönlich, karrieretechnisch, gesundheitlich. Du hast so oft Zitronen in meinem Gesicht ausgedrückt, dass es quasi ständig gebrannt hat. Unaufhörlich. Immer und immer wieder.

Aber: Mit jedem Spritzer Zitrone habe ich gelernt, mein Gesicht schneller wieder abzuwischen und noch effektiver Brand- und Wundgel aufzutragen. Ich habe gelernt, dass das Leben einfach manchmal arschig ist und Zitronen verteilt. Jede Menge Zitronen sogar.

Und, dass es einzig und allein an mir liegt, aus diesen sauren Zitronen etwas Süßes und Leckeres zu machen. Und genau das habe ich getan. Ich habe die Zitronen genommen, sie in schöne Scheiben geschnitten und in einem hübschen Glas mit Strohhalm, Tequila, Soda, Eis und Minze angerichtet. Und: Mein Glas auf der Tanzfläche feierlich auf die Achterbahnfahrt namens 2022 erhoben!

Liebes 2022, ich bin aus tiefstem Herzen froh, dass du nun vorbei bist! Und bitte komm nie wieder. Musst du auch wirklich nicht, denn eins hast du auf jeden Fall geschafft: Dass ich mich an deine Lektion auf immer und ewig erinnern werde:

WHEN LIFE GIVES YOU LEMONS, ADD TEQUILA & DANCE ON THE TABLE!

Thank you for your lesson, 2022!

All said.
Cheers, friends! 🙂

Mein Jahr 2022 in Zahlen


Januar: Mein grünes Thai-Curry hatte diesmal Schärfegrad 5 von 4. Immer noch sorry, Mädels! 🙂

Februar: 84 Jahre war mein unbekannter Onkel alt, als er starb.

März: 5 von 5 Sternen bekommt Österreich als Reiseland für Wochenend-Trips.

April: 0 von 5 Sternen bekommt mein Ex-Manager für seine uncharmante Flügel-Aktion.

Mai: 41 Euro kostet eine Nacht im chinesischen AirBnB von Baobao mit dem besten Fusion-Frühstück in Budapest.

Juni: Nach 3 Gläsern Sangria (0,5l) und 8 Tapas hat man in Barcelona das Gefühl, dass das Leben nicht so gemein ist, wie man ursprünglich dachte.

Juli: 12 on 6 = 12 Striche leuchteten auf 6 fies grinsenden Corona-Schnelltests.

August: 4 Bücher habe ich im Monat August gelesen und dabei grenzdebil Richtung Himmel gestarrt.

September: 5x gehüpft ist mein angeschlagenes Herz, als ich die Idee für mein eigenes Unternehmen hatte.

Oktober: 39 Euro kostet die 7-Tages-Fahrkarte für Berlin, was sogar den Preis für den öffentlichen Nahverkehr in München übertrifft.

November: 4 Wochen habe ich gewartet, bis mein Instagram-Account wie von Zauberhand von Meta entblockt wurde.

Dezember: 18 hundertprozentige Nervenzusammenbrüche hatte ich über meiner DIY-Website.

Meine Ziele und Projekte 2023


Ehrlich gesagt – no idea! Aber ich fände es ganz cool, wenn 2023 nicht so arschig werden würde wie 2022. Und wenn doch – ich bin vorbereitet. 2022 sei Dank! 🙂

Starte ins Ausland nach dem Abi

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