„2023 was somewhat crazy. Now I’m ready for 2024!“ Mit diesen Worten schloss mein Jahresrückblick 2023. An dieser Stelle: Klick dich rein, wenn du ihn noch nicht kennst, du wirst es absolut nicht bereuen! Das sagen zumindest diese treuen Leser und Leserinnen meines Jahresrückblicks, den es übrigens schon seit 2022 gibt und damit dieses Jahr in die dritte Runde geht. Also, seid gespannt auf diese Ausgabe des beliebten Formats! Und hier geht’s zum Rückblick 2023.

Um dir nur ein ganz klitzekleines Recap des Jahres 2023 zu geben, damit du up-to-date bist: 2023 war das wohl verrückteste, tollste, erfolgreichste, überraschendste Jahr ever – für mich und für DOWHATYOULOVE.ACADEMY.

Was war geschehen? All das:
Ich habe DOWHATYOULOVE.ACADEMY als Marke registriert und damit offiziell geboren. Die Academy kam in die Medien. Ich aß 8 Calippo mit Cola- und 56 saure Schlangen mit Erdbeergeschmack. Im April erhielt ich eine Million Dollar für mein Start-up. Und auch das Bundesministerium für Wirtschaft ließ sich 2023 nicht lumpen und gab mir und der Academy sein begehrtes EXIST-Women-Stipendium. Wow! Oh what a year!
Gekrönt wurde das Ganze noch von einem Glückskeks im Dezember, der für die Academy im Jahr 2024 Großartiges orakelte, nämlich nicht weniger als das hier:

Ob der Glückskeks recht behalten sollte, was 2024 bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY tatsächlich geschah, was ich 2024 schnabuliert habe und was der Glückskeks für 2025 vorhersagt?
All das erfahrt ihr jetzt – los geht’s!

*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.
(Januar) * Into the Media Pt. 2
Das neue Jahr startet für mich prinzipiell volle Power voraus. Denn der 1. Januar ist nicht nur Neujahr, sondern auch mein Geburtstag. Und eigentlich hatte ich mir für diesen 1. Januar einfach mal gar nichts vorgenommen. Denn 2023 endete so rasant, dass ich eigentlich nur eines wollte: mich ausruhen und sowohl am Silvesterabend als auch am 1. Januar mit Hüttensocken, Kaffee und Netflix auf meinem Sofa vor mich hin schlafen. Oder doof in die Luft gucken – maximal.

Doch dann geschah etwas, das diese Wunschvorstellung radikal zunichte machte: eine Einladung zu einem – wie sollte es anders sein – Silvester-Racelette-Abend bei Freunden. Und da ich zwar eigentlich Käse hasse, aber Racelette doch irgendwie mag, habe ich spontan zugesagt.
Naja, Quintessenz dieses Abends war, dass es nicht nur Racelette, sondern auch die ein oder andere osteuropäische Schnaps-Spezialität gab, was diesen Abend in eine unvorhergesehene Wohnzimmer-Party verwandelte. Wie heißt es so schön: Am lustigsten ist es immer dann, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Und genau SO war es auch!
Aber im Januar geschah noch viel mehr. Und wenn ich jetzt daran denke, muss ich sagen, dass 2024 schon mal absolut phänomenal in die Gänge kam. Denn DOWHATYOULOVE.ACADEMY hat seinen zweiten Medienauftritt hingelegt. Medienauftritt Nummer 1 im Oktober 2023 war proudly brought to you by Bayerischer Rundfunk. Und wenn du den Artikel noch nicht kennst, dann klick dich doch direkt mal rein.
Nachgezogen im Januar ist die internationale Presse in Form der – tadaaaaa – Salzburger Nachrichten! Und zwar in ihrer Printausgabe (ja, es kommt noch vor, dass ein Artikel nur in eine Zeitung gedruckt und nicht online gestellt wird, zumindest bei den Salzburger Nachrichten).
Also, Freundinnen der Auslandsabenteuer, das Ganze sah dann so aus:

Eine volle Seite, Freunde! Das geht runter wie Öl, glaubt mir. Ich war stolz wie Oskar, als ich dieses Blatt in Händen hielt, das könnt ihr euch sicher vorstellen. Noch dazu ziert das Titelbild eine meiner Lieblingsstädte dieses Planeten, nämlich Bangkok in Thailand. Can it get any better? Wohl kaum. Deshalb haben wir diesen coolen Artikel zu Jahresbeginn auch mal so richtig zelebriert! Hehe! :-)

So richtig gefeiert habe ich auch, dass ich im Januar die allerersten Flyer für DOWHATYOULOVE.ACADEMY in den Druck gegeben habe. Und sie sind wirklich richtig nice geworden. Ganz alleine hätte ich diese Bestellung aber vermutlich vergeigt.
Deshalb an dieser Stelle nochmal ein Hoch auf meine Freundin Kathrin von infinitywetrust, die mit ihren 15 Jahren Print-Berufserfahrung einschritt, bevor ich den Druckauftrag ohne Sicherheitsrahmen absenden konnte. Wohooo! Danke dafür!

Wenn du übrigens auf dem Laufenden bleiben willst, was die Academy betrifft und auch meine Abenteuer irgendwo in der Welt, dann folge mir bei Instagram. Da zelebriere ich mit meinen Followern und Freunden die Wins der Academy, teile News und verrückte Bilder von irgendwo auf diesem wunderbaren Planeten. Ich kann es dir wirklich nur empfehlen! :-)
(Februar) * Podcast time!
Der Februar ist wirklich nicht mein Lieblingsmonat – zu kalt, zu matschig, zu grau. Doch dieser Februar hatte so einige bunte Überraschungen auf Lager, die der Academy einen ordentlichen Sichtbarkeits-Push bescheren sollten.

Denn die liebe Karina von weltwärts, einem non-for-profit Programm der Bundesregierung für die Vermittlung von Freiwilligenarbeit im Ausland (ich kann weltwärts nur wärmstens empfehlen) lud mich in ihren Podcast ein, um meine Tipps zum Auslandsjahr nach dem Abi zum Besten zu geben.

Host war kein geringerer als der großartige Matthias, mit dem es einfach nur mega Spaß gemacht hat, über meine und auch seine Auslandsabenteuer zu sprechen. Meine vor allem in Asien und Australien, seine vor allem in Afrika – richtig spannend also! Hier geht’s zur Podcastfolge – reinhören lohnt sich! Dort erfahrt ihr auch, was mein absoluter Geheimtipp für ein großartiges Mitbringsel für neue Freunde in der Welt ist.
Aber auch die Hochschule München hat in Sachen Promotion der Academy im Februar so richtig Gas gegeben. Und falls du meinen Jahresrückblick 2023 nicht gelesen hast, für dich zur Einordnung: Ich gründe DOWHATYOULOVE.ACADEMY in Kooperation mit der Hochschule München und dem dortigen Gründungszentrum, dem Strascheg Center for Entrepreneurship, kurz SCE.
Jedenfalls hat die Hochschule im Februar ordentlich die Werbetrommel für ihre Startups gerührt und die Academy auf all ihren Kanälen beworben – und das auch noch auf Deutsch und Englisch – danke dafür!

Und nachdem ich über Weihnachten und den Jahreswechsel mit meinen Schulpräsentationen aufgrund der Weihnachtsferien pausiert hatte, startete ich im Februar mit Vollgas voraus ins neue Präsentationsjahr 2024! Wohoo! Ich muss ja sagen: Ich liebe die Schulpräsentationen! Das Leuchten in den Augen der Schüler und Schülerinnen, wenn sie von ihren Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi bzw. der Matura erfahren, ist geradezu priceless!

Im Februar bin ich an der Handelsakademie 1 in Salzburg auch direkt auf eine besonders engagierte und tolle Lehrerin gestoßen, nämlich die liebe Ruth Kamml. Sie hatte die Idee, Fotos von mir und ihren Schülerinnen zu machen und hat auch noch direkt einen super informativen Artikel über meinen Besuch in ihrer Klasse verfasst.
Ich war stolz und sprachlos zugleich und meine Augen leuchteten nach dem Besuch an der HAK1 mindestens genauso wie die ihrer Schülerinnen beim Thema Auslandsjahr. Zum Artikel von Ruth geht’s hier – check it out!
Und wenn du Lehrer oder Lehrerin oder Eltern bist und gerne eine Auslandspräsentation für deine Schulklasse bzw. die Klasse deiner Kinder buchen möchtest, dann geht das ganz einfach hier. Ich freue mich jedenfalls!
(März) * Bring on the school fun!
Der Februar startete mit vielen leuchtenden Schüler*innenaugen und das machte mich trotz des grauen Regenwetters richtig happy. Dank Ruths Artikel verbreitete sich die Information, dass ich in Schulklassen eine Auslandspräsentation halte, in Salzburg wie ein Lauffeuer. Und so kam es, dass ich kurz nach meinem ersten Schulbesuch in diesem Jahr direkt zu weiteren Schulbesuchen eingeladen wurde.
An der HLWM Annahof in Salzburg war ich schon letztes Jahr mit meiner Auslandspräsentation. Diesmal durfte ich in ihren Schülerpodcast kommen. Gehostet wird der Podcast von den beiden super engagierten Schülerinnen Véronique und Shira und es hat richtig viel Spaß gemacht, mit den beiden über das Auslandsjahr nach der Matura bzw. dem Abi zu sprechen.

Hört hier unbedingt in die Folge rein und lasst etwas Liebe und eine positive Bewertung für Shira und Véronique da! Ein weiteres Schulhighlight im März war der Besuch an der Handelsakademie 2 in Salzburg. Insgesamt 80 Schüler und Schülerinnen aus den zwei obersten Jahrgängen wurden zusammen getrommelt, um sich meine Auslandspräsentation anzuhören – was für eine Stimmung in dem kleinen Seminarraum! Ihr habt wirklich gerockt, HAK2! Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich an meinen Besuch bei euch denke! Es war großartigl

Irgendwie ist man als Solopreneurin immer busy. Jetzt gerade ist es Samstagabend 22 Uhr und ich schreibe meinen Jahresrückblick. Die Work-Life-Balance einer Gründerin gerät ganz schön schnell aus den Fugen, wenn man nicht darauf achtet, sich ab und an eine Auszeit zu nehmen und vor allem auch seine Freundschaften nicht zu vernachlässigen.
Deshalb haben meine Freundinnen Nancy und Pauline und ich uns einen richtig leckeren Sonntag Ende März gegönnt. Mit fluffy pancakes im gleichnamigen Lokal in München und ganz viel Sonne und Wärme so unerwartet früh in diesem Jahr. Danke für den tollen Tag zum Abspannen und Genießen jenseits der Unternehmensgründung! :-)

Und dann geschah Ende März noch etwas Magisches: Die Stadt München hat von meinem Angebot erfahren, in Gymnasien Auslandspräsentationen zu halten und hat einen wahren Heldinnen-Move getan: Das Referat für Bildung hat mein Präsentationsangebot mit der Bitte um Beachtung an 59 städtische Gymnasien in München weitergeleitet. OMG! Mein Herz sprang 5x in die Höhe, als ich davon erfahren habe. Danke, Stadt München! Ihr rockt!
Das erste Quartal 2024 startete also vielversprechend. Dass es später im Jahr noch ziemlich dicke auf mich zukommen würde, daran haben wir über Fluffy Pancakes noch nicht nachgedacht. Das erste Quartal war die Ruhe vor dem Sturm. Und auch der April startete extrem vielversprechend, denn ich konnte im Frühling das tun, was ich selbst liebe: Weltenbummeln!
(April) * Korea & Japan, you are the greatest!
Wer Abiturientinnen beibringen will, wie man sich ein ganzes Jahr im Ausland selbst organisiert und auch finanziert, der muss sich selbst aus erster Hand in der Welt auskennen. Denn wie ich immer sage:
When Setting Out On a Journey, Do Not Seek Advice From Those Who Have Never Left Home.
– Rumi
Und daran glaube ich zu 100%. Denn nur wer selbst auslandserfahren ist, kann seine Erfahrung und auch das entsprechende Mindset zum Weltenbummeln weitergeben. Meine sechs Auslandsjahre über den ganzen Globus verteilt machen sich in meinem Mentoring immer wieder bezahlt. Außerdem liebe ich ja Asien.

Japan und Korea standen schon lange auf meiner Abenteuerliste, doch irgendwann kam die Pandemie, dann kam die Gründung und dann rückten meine Reisepläne immer weiter in die Zukunft.
Doch Ende April war es soweit: Ich habe fast vier Wochen in Korea und Japan verbracht. Um den Vibe zu spüren, zu erfahren, wie leicht die beiden Länder für Ausländer*innen zu navigieren sind, wie das Preisniveau ist, wie sicher ich mich fühle und was man generell dort erleben kann. Und natürlich auch, um Freunde zu besuchen, die ich in beiden Ländern habe.

Das ist die Power eines internationalen Freundesnetzwerks: Du hast immer ein Home Away From Home. Meinen koreanischen Freund Luke habe ich während meines Studiums im australischen Sydney kennengelernt (wo ich auch ein Jahr lang Work & Travel gemacht habe), meine japanischen Freundinnen während meines Disney-Jahres in den USA nach dem Abi.
Zu beiden Themen gibt es übrigens spannende Artikel: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist – hier geht es auch darum, wie man sich einen internationalen Freundeskreis aufbaut – und When Your Best Friend is Snow White: 8 Reasons Why the Disney International Program Will Change Your Life Forever. Check it out!
Was Japan und Korea betrifft: Beide Länder haben mich mit ihrer Gastfreundschaft, ihrem Essen, ihrer Sauberkeit und der Herzlichkeit ihrer Menschen geradezu umgehauen. Ich habe mich so unglaublich willkommen gefühlt und zusammen mit meinen Freunden die schönsten Ecken, die verrücktesten Märkte und die leckersten Restaurants, in die nur Einheimische gehen, entdeckt.
Wir sind über Märkte gebummelt, haben China Town unsicher gemacht und Crazy Food probiert, haben über das Leben philosophiert, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten erörtert, verrückte Fotoshootings gemacht, extrem viel gelacht und die Schönheit des Lebens und unserer Freundschaft zelebriert.

Außerdem habe ich mich auf die Reise nach Japan und Korea gemacht, um für meine Website und meinen Blog zu fotografieren – ich liebe es! – und um meine Social-Media-Kanäle mit verrückten Videos bestücken zu können. Und das hat unheimlich viel Spaß gemacht! Danke, Luke, Grace, Yuki, Yuria, Akiko und Junji für eure Freundschaft, und die großartige Zeit, die ihr mir bei euch ermöglicht habt. Es war nicht das letzte Mal, dass ich euch besucht habe und ich freue mich jetzt schon auf unser Wiedersehen!
(Mai)* We’re now on TikTok! In Japan… :-D
Meine Reise nach Korea und Japan hat nicht nur mein Herz und meine Seele befüllt, sondern auch meinen brandneuen TikTok-Kanal. Und ich muss sagen: Obwohl ich studierte Journalistin und TV-Redakteurin mit 15+ Berufsjahren bin, ist das Produzieren von Bewegtbild-Content für TikTok eine ganz andere Nummer als das Produzieren von TV-Beiträgen für ProSieben & Co.
TikTok ist kurzlebig, schnell, gnadenlos competitive und zwingt einen, ständig aktiv zu sein und permanent Content zu erstellen und zu posten. Und mal ehrlich, so sehr ich Content liebe – als One-Woman-Show im Business kann ich diese Anforderung nur schwer erfüllen. Schließlich muss ich mich als Sologründerin auch noch um alle anderen Businessthemen kümmern und das sind nicht zu wenige.
Am liebsten würde ich mich einmal klonen, um mit allen Aufgaben hinterherzukommen. Vielleicht klappt das ja in der Zukunft… :-)
Schon in Japan war ich also festentschlossen, einen TikTok Account für die Academy zum Leben zu erwecken. Was habe ich also getan? Ich habe mir in Tokyo einen Tag Auszeit vom Fotografieren genommen und voller Vorfreude einen Business Account bei TikTok eröffnet. Das ging eigentlich super easy. Was mir jedoch niemand vorab gesagt hatte – auch TikTok nicht – ist, dass man seinen TikTok-Account am besten nicht im Urlaub bzw. im Ausland erstellen sollte.

Warum? Weil als Kontoregion das Land festgelegt wird, in dem man seinen Account erstellt hat. Und weil jeglicher Content infolgedessen erstmal einer Zuschauerschaft in eben diesem Land ausgespielt wird. Heißt in meinem Fall also: Meine Videos werden Japaner*innen gezeigt und keiner deutschsprachigen Zielgruppe. Dudummm.
Ähm, wie bitte?! Na gut, man kann ja die Kontoregion sicherlich noch auf Deutschland ändern? Ähm, nope! Really? What?! Quintessenz der ganzen Aktion also: Ich habe meinen Account noch einmal eingestampft und einen neuen Kanal aus meiner Wohnung in München erstellt.
Warnung also an euch da draußen: Wenn ihr jemals einen TikTok-Kanal erstellen wollt, tut das immer aus eurem Heimatland heraus. Ansonsten wird’s mal so richtig kompliziert.
Abgesehen von der TikTok-Pleite geschah im Mai bzw. kurz vor meiner Reise noch etwas Großartiges! Meine ehemalige Radio-Kollegin Sabrina hat mich in ihre Radio-Talkshow und in ihren Podcast eingeladen. Und das war mir eine ganz besondere Ehre, denn Sabrina ist eine echte Radio-Bekanntheit, die schon den Grimmepreis und den Deutschen Radiopreis erhalten hat. Hier geht’s zur Folge, check it out!
Wir haben darüber gesprochen, wie man sich auch ohne Finanzspritze von Zuhause sein Auslandsjahr ermöglicht und warum es wichtig ist, im Leben das zu tun, wofür man brennt. Das ist schließlich auch das Motto von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, mit der ich übrigens nicht nur Schüler*innen helfe, sich ihren Traum vom Auslandsjahr zu verwirklichen. Die Academy ist auch mein ganz eigenes DOWHATYOULOVE im Leben – und das ist mindestens genauso schön.
(Juni)* Work with me! Der Launch meines Mentorings
Der Juni startete kühl und regnerisch und ich bin ja eigentlich ein echter Sommerfan. Das hat meine Laune aber nicht getrübt. Denn am 1. Juni geschah etwas Großartiges: Ich habe mein allererstes Mentoring-Angebot gelauncht. Denn mich haben immer mehr Anfragen über meine Website und über Linkedin erreicht.
Von Eltern, deren Kinder kurz vor dem Abi stehen und die nach der Schule Zeit im Ausland verbringen wollen. Und die jemanden benötigen, der ihnen Input zu ihren Möglichkeiten gibt und praktische Vorbereitungs-Tipps mit ihnen teilt. So viele Anfragen zu erhalten, hat mich wahnsinnig happy gemacht. Denn ich merke, dass ich mit meiner eigenen Auslandserfahrung enorm viel bei anderen bewegen kann.

Ich kann Schüler*innen motivieren, unterstützen, ermutigen und ihnen einen konkreten Plan geben, wie sie sich ihren Traum vom Auslandsjahr selbst erfüllen können. Und ich kann ihre Augen leuchten lassen, so wie auch meine Augen leuchten, wenn ich in einem 1:1-Mentoring sitze. Diese Erkenntnis hat mich im Juni wirklich happy gemacht. Dazu kam, dass das Feedback der ersten Mentees umwerfend war. Ich habe es mit so viel Stolz auf meiner Website eingebunden, dass mir selbst ganz warm ums Herz wurde.
Dann gab es im Juni noch das Sommerfest an meiner Homebase, meiner Gründungshochschule, der Hochschule München. Und während es uns im letzten Jahr die Deko-Schlauchboote im Gewitter weggeschwemmt hat und die Hotdogs mit Zwiebel-Topping schon um 18:30 Uhr aus waren, war das Sommerfest 2024 ein voller Erfolg. In Sachen Essen, in Sachen Wetter, in Sachen Dankbarkeit.

Ich wusste ja schon immer, wie wichtig es ist, beim Gründen ein Netzwerk schlauer, talentierter und motivierter Menschen um sich herum zu haben. Als Vorbilder, die einen nach vorne pushen, wenn man selbst mal mit angezogener Handbremse fährt. Am Gründungszentrum der HM habe ich diese Menschen gefunden. Danke, Strascheg Center for Entrepreneurship, für euren Support, euer Netzwerk, eure Ideen, euren Weitblick und die SCE-Familie! I couldn’t have done it without you!
Jetzt, wo ich den Jahresrückblick schreibe, merke ich, dass der Juni ganz schön vollgepackt war. Und auch noch ziemlich viel geschehen ist. Und meine Agenda hielt im Juni noch etwas Großartiges bereit. Ich durfte mit der lieben Marleen in ihrem Podcast mit dem großartigen Namen „Unleashed Unicorns“ über die Gründung der Academy, das Alleinreisen als Frau und das Thema Mut bei der Umsetzung der eigenen Lebensziele sprechen. Ein mega Interview, das so viel Spaß gemacht hat! Danke, Marleen!

Auch das zweite Quartal 2024 war rückblickend großartig. Vielleicht ist das aber auch nur meinem Positivismus geschuldet – angesichts dessen, was da in der zweiten Jahreshälfte noch auf mich und DOWHATYOULOVE.ACADEMY zukommen sollte…
(Juli)* Von Speaker-Highlights und Steuer-Lowlights
Halbzeit im Jahresrückblick 2024! Der Sommer 2024 war eine Achterbahnfahrt – nicht nur wettertechnisch, sondern auch bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY. Denn im Sommer geschahen magische Dinge und auch solche, die meinen Puls ganz nach oben schnellen ließen. Zu den Lowlights fast jedes Gründenden gehören vermutlich die Irrungen und Wirrungen der deutschen Bürokratie und des deutschen Steuerrechts – und die machten im Sommer mit voller Wucht auch vor mir nicht Halt.
Was meine ich damit? Ich habe im Juli versucht, mich um verschiedene essentielle Dinge ordnungsgemäß zu kümmern: Um meine Gewerbeanmeldung, um meine Steuer und um die inhaltliche Auseinandersetzung damit, welche und wieviele verschiedene Steuerarten ich nun eigentlich bedienen und bezahlen muss. Und obwohl ich mich prinzipiell als nicht auf den Kopf gefallen einstufe, muss ich sagen: Die Bürokratie in Deutschland ist wirklich one-of-a-kind! Leider im negativen Sinne.
Während andere im Freibad schwitzten (wenn dann doch mal die Sonne raus kam im Juli), schwitzte ich über steuerlichen Erfassungsbögen voller Fachbegriffe und mir unerklärlichen Feldern, über Gewerbeanmeldezetteln und IHK-Briefen. Warum einen die Schule auf eine Selbständigkeit nicht vorbereitet, das frage ich mich bis heute, denn mal ganz ehrlich: Wer soll da durchblicken, der nicht vom Steuerfach ist? Wie machen andere Menschen das, die ein Gewerbe anmelden und gründen? Wie machen es diejenigen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist?
Berechtigte Frage oder nicht? Jedenfalls traf mich im Juli die deutsche Bürokratie mit voller Wucht. Ich habe versucht, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung selbständig zu bezwingen – Mission impossible! Durch die Begriffe steigt man einfach nicht durch, wenn man noch nie im Leben gegründet hat. Bleibt also nur, sich Hilfe vom steuerberatenden Gewerbe zu holen. Aber auch das ist kein Freifahrtsschein in die Glückseeligkeit.
Denn wenn einen die Erfassungsbögen voller Fachbegriffe noch nicht zu Fall gebracht haben, dann ist es spätestens die Honorarnote des Steuerberaters (m/w/d), der sich ein Wissensmonopol im deutschen Steuerdschungel geschaffen hat und sich das Anzapfen seines Monopols ordentlich vergüten lässt. Stundensätze von 400 Euro netto sind da mal keine Seltenheit. Wow.

Jetzt weiß ich auch, warum mir meine nette Beraterin bei der Lohnsteuerhilfe Bayern damals sagte, als ich noch festangestellt war: Machen Sie sich niemals selbständig, die Steuerberatungskosten werden Sie auffressen. Und dass sie sowas von Recht hatte, sollte ich noch schmerzhaft zu spüren bekommen, und zwar im August.
Und falls das hier ein Steuerberater (m/w/d) liest, der weniger als 400 Euro netto in der Stunde für seine Beratungsleistung verlangt und für eine Soloselbständige noch einen Platz frei hat: hi@dowhatyouloveacademy.de und ewige Dankbarkeit!
Aber im Juli gab es noch ein Highlight: Ich durfte Speakerin sein! Genauer gesagt hat mich die wunderbare Hanns-Seidel-Stiftung gebucht, um ein Online-Seminar zum Thema „Mein Auslandsjahr“ für Schüler*innen und ihre Eltern zu geben. Dieser Auftrag war einer der Momente, warum es sich für mich lohnt, mich weiter durch den deutschen Steuer- und Bürokratiedschungel der Selbständigkeit zu schlagen und noch nicht aufgegeben zu haben.
Denn mein Wissen und meine Auslandserfahrungen in diesem Seminar geteilt haben zu dürfen und damit ganz viele Menschen inspiriert zu haben, hat mich von Herzen glücklich gemacht. Noch mehr hat mich gefreut, dass das Feedback der Teilnehmenden einfach richtig toll war und ich vielen Menschen bei der Planung ihres Auslandsjahres weiterhelfen konnte. Danke dafür, Hanns-Seidel-Stiftung!

(August)*Der 1.900-Euro-Steuerschock!
Während andere Menschen den Sommer und die damit verbundenen Sommerferien genießen, ging es bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY weiter rund im Steuerdschungel. Und ich muss sagen, dass ich im Sommer sehr schlecht geschlafen habe. Denn im August trudelte die erste Rechnung aka Honorarnote meines neuen Steuerberatungsbüros ein. Betreff: Honorarnote „Laufende Beratung“.
Nachdem ich schon im ersten Quartal 2024 ein ganze Woche lang Belege nach Datum sortiert, digitalisiert, in Ordner sortiert und mit allen nötigen Informationen angereichert in die Cloud des Steuerberatungsbüros hochgeladen hatte, traf mich diese Rechnung wie ein Blitzschlag.
Knapp 1.500 Euro für – und jetzt kommt’s – folgende Tätigkeiten: Daten in Cloud umspeichern, Ordner sortieren, Memos erstellen und die Recherche zur Abgrenzung von gewerblicher Tätigkeit und Freiberuflichkeit (sollte das nicht die Kernexpertise eines Steuerberaters sein, für die er oder sie ohnehin exorbitante Stundensätze verlangt?). Unterm Strich 1.500 Euro. Und on top nochmal 412 Euro für das gemeinsame Ausfüllen des steuerlichen Erfassungsbogens. Macht 1.900 Euro, ohne dass meine Steuererklärung für das Jahr 2023 auch nur annähernd fertig war.
Hatte ich über dieser Honorarnote die Tränen in den Augen? Oh ja! Denn als Gründerin kann ich es mir nicht leisten, jemanden mit Stundensatz von 231,00 Euro netto Daten in einer Cloud umspeichern zu lassen. Vor allem dann nicht, wenn ich meine Daten schon selbst sortiert, benannt und hochgeladen hatte und meinem Steuerbüro keinen Schuhkarton mit losen Zetteln überreicht hatte.
Über einem Nervenzusammenbruch im August habe ich also beschlossen, die steuerlichen und bürokratischen Irrungen und Wirrungen des Gründens in Deutschland auf meinem Linkedin-Account auszurollen und dort sehr viele Stauner, Lacher und Mitgefühl erzeugt. Zu meinem Linkedin-Account geht’s hier entlang. Lass uns vernetzen, wenn du Fan der Academy, ebenfalls Gründer*in oder Steuerberaterin mit einem unschlagbaren Angebot bist oder einfach mal hi sagen willst!

Learning im August: Das Dickicht der deutschen Bürokratie ist real. Nachdem ich nach dem Steuerschock Wochen damit verbrachte hatte, mich auch noch durch die Formalitäten der Gewerbeanmeldung zu schlagen, war es aber im August dann endlich soweit!
Mein wochenlang im Voraus gebuchter Termin am Kreisverwaltungsreferat München zur Anmeldung meiner gewerblichen Tätigkeit war endlich da! Ich war so nervös, dass ich die Nacht zuvor nicht schlafen konnte, denn das Gewerbeamt war auf Monte terminlich ausgebucht. Dazu kommt, dass der Bogen zu Anmeldung einer gewerblichen Tätigkeit gar nicht sooo selbsterklärend ist (obwohl er nur zwei Seiten umfasst) und ich ganz Streber-like natürlich beim Ausfüllen nichts falsch machen wollte.
Resultat war, dass ich der netten Sachbearbeiterin am KVR mit meinen vielen Fragen so richtig auf den Sack gegangen bin (danke für Ihre Geduld!), und zwar so lange, bis sie sagte: „Ich muss jetzt leider in den nächsten Termin, wir haben nur 20 Minuten pro Person!“. Okaaay.
Kurzum: Am Ende der 25 Minuten (ich habe 5 Minuten überzogen, bis ich rausgeschmissen wurde) hatte ich meinen ausgedruckten Gewerbeschein zum Schnäppchenpreis von nur 50,00 Euro in der Hand. Schön auf Papier, wie es sich für Deutschland, das Land der Nicht-Digitalisierung, so gehört. Stolz wie Oskar!

Doch mit der Gewerbeanmeldung kamen auch die Magenschmerzen, denn ich wusste, was der Schritt der Gewerbeanmeldung nun bedeutete. Beziehungsweise, welchen bürokratischen Dominoeffekt die Gewerbeanmeldung mit sich bringt.
Und das ist wirklich kein Spaß, wenn man bedenkt, dass einen als nichts ahnende Gründerin plötzlich die verrücktesten Briefe ereilen: Vom Finanzamt (okay, das war klar), von der IHK (okay, hier wird man einfach mal Pflichtmitglied, ob man will oder nicht), von der Berufsgenossenschaft (ähm, wie bitte!?). Und alle wollen Geld von einem. Selbstverständlich BEVOR man überhaupt die ersten nennenswerten Einnahmen aus Selbständigkeit hat.
Aber dann geschah im August noch etwas Wunderbares! Das Strascheg Center for Entrepreneurship hat mich eingeladen, um einen Abend lang zum Thema „Tust du schon, was du liebst?“ zu sprechen.

Und obwohl ich ja eigentlich niemand bin, der sich super gerne vor ein Publikum stellt und drauf los redet, habe ich direkt zugesagt. Denn es ist wichtig, im Leben das zu tun, was man liebt und was einen glücklich macht. Genau das ist schließlich auch die Mission von DOWHATYOULOVE.ACADEMY. Und je früher man im Leben das tut, was man liebt, desto besser ist es.
(September)* La Vie Est Belle!
Im Spätsommer habe ich mir gedacht: Bevor mich Steuernummern, Gewerbeanmeldungen und Honorarnoten um den Verstand bringen – wie wär’s mit einem kleinen Trip nach Frankreich? Zugegebenermaßen hatte ich diesen Trip schon etwas länger geplant. Denn ich wollte mich für die Academy an der malerischen Cote d’Azur nach ein paar Sommerjobs für deutsche Schulabgängerinnen umsehen.
Und natürlich für meinen Blog fotografieren und mir ein paar Sprachschulen und Wohnmöglichkeiten in Nizza und um Nizza herum ansehen. Schließlich hatte ich in meinem Blog genau über solche Sommerjobs geschrieben, also muss ich hier selbstverständlich einmal vor Ort den Reality Check in Sachen Durchführbarkeit machen. Zu meinem Artikel über die coolsten Auslandsjobs nach dem Abi (mit Urlaubsfeeling) geht’s hier entlang.

Und nach vier Tagen kann ich ernsthaft behaupten: Nizza ist geradezu prädestiniert für drei Monate jobben und Französisch lernen über den Sommer nach dem Abi. In nur gut einer Flugstunde ab München seid ihr an der Cote d’Azur, der blauen Küste. Es gibt einen Direktflug mit Lufthansa, der euch in eine völlig andere Welt bringt. Raus aus dem trüben Deutschland, rein in ein Meer aus Farben, romantischen Gassen und bunten Märkten.
Nizza lässt sich sehr leicht navigieren, ein WG-Zimmer gibt’s dort für 500 bis 600 Euro, was den Preisen in deutschen Großstädten entspricht. Mehrere Sprachschulen bieten Sprachkurse für alle Niveaus an. Und an den sonnigen Nachmittagen könnt ihr euch durch die Altstadt treiben lassen.
Da Nizza ein Touristenmagnet ist, gibt es dort Sommerjobs in Hotels, Restaurants und Cafés, wo deutschsprachige Mitarbeitende willkommen sind. Und mit einer EU-Staatsangehörigkeit geht arbeiten in der EU ohnehin visumsfrei. Wisst ihr ja eh, wenn ihr Fans der Academy seid.
Ich jedenfalls war von Nizza und den umliegenden kleineren Orten wie Antibes und Saint Paul de Vence geradezu verzaubert. Warum also nicht für ein paar Monate nach dem Abi aussteigen und auch noch das eigene Französisch aufbessern? Ich kann es jedenfalls nur empfehlen.

Ach ja, ich persönlich hatte die beste Stadtführerin und Informantin aller Zeiten: meine französische Mitbewohnerin aus meinem Auslandsjahr nach dem Abi in Florida, USA. Wir beide haben zusammen bei Disney gearbeitet und ein Apartment geteilt. Unsere Freundschaft hat seitdem gehalten. Über unterschiedliche Sprachen und Landesgrenzen hinweg. Das ist das Schöne am Leben im Ausland – die internationalen Freundschaften und das damit verbundene „Home Away from Home“.

Was dann noch geschah im September, das war natürlich mein Auftritt am Strascheg Center for Entrepreneuership. Zusammen mit zwei weiteren Gründern, dem lieben David und Lars, sprach ich darüber, wie man dahin kommt, im Leben das zu tun, was man liebt. Und das Publikum war ganz schön begeistert. Der September war also vollgepackt. Voll mit Erlebnissen im wunderschönen Nizza, mit dem Aufleben alter Freundschaften und mit all dem, was ich persönlich liebe. Und genauso soll es im Leben ja sein.

(Oktober)* Machen ist wie wollen, nur krasser!
Ich bin ja eigentlich kein Fan von schmuddeligen und grauen Herbsttagen. Aber dieser Oktober war alles andere als eintönig. Denn ich war bei meiner ehemaligen ProSieben-Kollegin Melanie in den Podcast eingeladen. Melanie ist wie ich Journalistin, sie lebt mittlerweile nicht mehr in München, sondern in Spanien (I love it!) und hat vor kurzem ihren eigenen Podcast gelauncht.
Worum es da geht? Um Menschen, die einfach mal gemacht haben. Und es ehrt mich, dass du, Melanie, bei der Auswahl deiner Interviewgäste an mich gedacht hast! Hier geht’s zur Folge, also klickt euch mal rein – ich kann Melanies Podcast wärmstens empfehlen! Wir hatten jedenfalls viel zu lachen, also check it out! Learning aus Melanies Podcast ist übrigens folgender: Machen ist wie wollen, nur krasser! Und das sollten sich alle, die etwas im Leben wollen, aber nicht ins Tun kommen, einmal zu Herzen nehmen. With love.

Ansonsten war der Oktober eine Schlacht durch Deutschlands Bürokratie-Dschungel, die es nicht weiter zu erwähnen lohnt. Denn: Wer selbständig sein will, kann sich nicht nur in den Vorteilen suhlen, sondern muss graue Haare und den Verlust von Nerven über Steuererklärungen und Formulare zur Gewerbeanmeldung in Kauf nehmen. Zumindest in Deutschland. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich jede Unternehmerin in spe verstehen kann, die auf dem Weg in die Unternehmensgründung aufgibt. Deutschland, du machst es uns nicht leicht! Du schröpfst uns und lässt uns altern, bevor wir überhaupt nur einen Euro verdient haben. Und das ist alles andere als cool!
Wenn du also das hier liest und bei einer Behörde wie dem Finanzamt oder dem Gewerbeamt arbeitest und außerdem dort was zu sagen hast: Do something about it! Bureaucracy will kill us. Davon bin ich fest überzeugt, wenn Deutschland als Land die Prozesse und Formalitäten für Unternehmensgründungen nicht vereinfacht. Wir sind eh schon kurz vor dem Bürokratie-Kollaps.
(November)*Ich liebe meine Mentees!
Auch, wenn ich im Bürokratie-Dschungel Deutschland an manchen Tagen dachte, ich kann nicht mehr – im November wurde mir mal wieder klar, wofür ich all das tue und warum es sich jeden Tag lohnt, sich durch 108-seitige Steuerformulare zu wühlen: Für meine Arbeit mit meinen Mentees. Mit Schülern und Schülerinnen, die nach dem Abi bzw. der österreichischen Matura in ein Auslandsjahr starten wollen. Ihre Augen leuchten zu sehen, ist das Schönste, das ich mir vorstellen kann. Ihre Lernkurve zu sehen, ist das Beste, was mir passieren kann, denn es erfüllt mich mit Stolz und macht mich einfach nur glücklich.

Meine Mentees zu sehen, wie sie sich Schritt für Schritt ihren Traum vom Auslandsjahr selbst erfüllen und dazu meine Anleitung nutzen, ist so viel mehr als ein Job für mich. Es ist meine Mission und meine Vision: Das Auslandsjahr nach dem Abi für alle zugänglich zu machen. Auch für diejenigen, die sich diesen großen Schritt zunächst nicht zutrauen. Für diejenigen, die keine reichen Eltern haben. Und für diejenigen, deren Eltern kein Verständnis für ein Auslandsjahr und auch keine Erfahrung damit haben.
Meine Mentees trotz aller Widerstände über sich hinauswachsen zu sehen – das ist das, was ich liebe und was mich unfassbar happy macht. Viel mehr als jede Festanstellung, die ich bisher hatte – obwohl ich auch meine Angestelltenjobs immer gerne gemacht habe.
Was sonst noch im November geschah? Ich durfte nochmal Interviewgast für die Salzburger Nachrichten sein. Diesmal für eine Sonderausgabe zum Thema Coworking weltweit. Zu dem Thema habe ich tatsächlich einiges zu sagen, denn ich liebe das ortsunabhängige Arbeiten und bin regelmäßig im Ausland unterwegs, um Erfahrungen für die Academy zu sammeln, Kooperationen zu schließen und zu fotografieren und zu bloggen. Das Ergebnis seht ihr ja auf meiner Website. :-)

Danke für den tollen Coworking-Bericht, liebe Michaela Hessenberger! Du hattest eine großartige Spürnase bei der Auswahl deiner Interviewpartnerinnen für diesen Artikel und ich bin super stolz, dass ich dabei sein durfte! Was für ein toller November also. Bei so viel News im November habe ich gar nicht mitbekommen, dass eigentlich der Winter vor der Tür steht. Und den hasse ich für gewöhnlich. Deshalb habe ich schon Anfang des Jahres beschlossen, die Wintermonate ab sofort jedes Jahr in der Sonne zu verbringen. Und genau das habe ich auch getan.
(Dezember)* Sawatee ka, Bangkok!
Und zwar in einem Land, das ich liebe, seitdem ich im Jahr 2006 zum ersten Mal aus dem internationalen Flughafen seiner Hauptstadt getreten bin: Thailand! Es war damals Liebe auf den ersten Blick und meine Zeit in Thailand ist mit den schönsten Erlebnissen meines bisherigen Lebens verbunden. Denn 2006 war ich für ein Auslandspraktikum in Bangkok. Damals beim Goethe-Institut – eine Erfahrung, die meine Art zu denken, zu leben, zu arbeiten nachhaltig geprägt hat. Bis heute nutze ich jede Gelegenheit, um zurück in die Stadt der Engel zu kommen – nach Krung Thep, wie Bangkok auf Thai heißt. Und nach meinen Nervenzusammenbrüchen über Steuer- und Gewerbethemen im Sommer und Herbst war eine Auszeit von Deutschland für mich auch bitter nötig.

Meinem Praktikum in Bangkok habe ich übrigens einen ganzen Artikel in meinem Blog gewidmet, also klick dich rein, es lohnt sich. Jedenfalls habe ich den gesamten Dezember in Thailand verbracht, habe viel fotografiert und Freunde aus meiner Praktikumszeit gesehen. Wir haben gemeinsam die Stadt erkundet, zusammen Food-Märkte geplündert, haben verrückte Tuktuk-Fahrten gemacht, viel gelacht und alte Geschichten wieder aufleben lassen. Danke für eure Freundschaft seit mittlerweile fast 20 Jahren, Fon, Nok und Beer!
Und natürlich war ich bei alldem nicht untätig, was das Voranbringen der Academy betrifft. Denn in Thailand kann man geradezu wunderbar ein Auslandspraktikum machen – habe es ja selbst schon getestet. Also stay tuned, welche Möglichkeiten sich für meine Mentees dort ergeben. Aber 2025 dann! :)
2024, du hast mich echt geflasht!
Tja, was soll ich sagen? Das Jahr 2024 war unfassbar herausfordernd, aber auch spannend, voller Learnings und voller Ereignisse, die ich so nicht erwartet hätte. Die deutsche Bürokratie, Steuer- und Gewerbethemen haben mir 2024 alles abverlangt. Ich bin in der zweiten Jahreshälfte um gefühlte zehn Jahre gealtert und brauche seitdem Baldrian zu Einschlafen (kleiner Scherz!).
Aber es gab auch unglaublich viele Highlights, für die ich dankbar bin. Und die den Bürokratie-Stress dann doch wieder wettgemacht haben. Hätte ich zu Beginn des Jahres damit gerechnet? Absolut nicht! Und ehrlich gesagt hatte ich mit so vielen großartigen Ereignissen gar nicht geplant. Denn wer meinen Jahresrückblick 2023 aufmerksam verfolgt hat, der weiß, dass ich das Jahr 2024 einfach mal ziemlich ungeplant auf mich zukommen lassen wollte, da 2023 unglaublich anstrengend war.
Learning in diesem Jahr: Man muss nicht immer alles bis ins letzte Detail durchdenken, um großartige Ziele zu erreichen. So viel Presseaufmerksamkeit wie ich sie 2024 hatte, zum Beispiel. Aber auch der viele Support aus allen möglichen Ecken – er kam spontan und völlig aus dem Blauen zu mir. Von der Stadt München. Von meinem Gründungszentrum. Von unzähligen Freunden und Supportern der Academy. Für all das bin ich unglaublich dankbar.
2024, du hast mich wahrlich geflasht!
Now I’m ready for 2025!
An dieser Stelle fehlt noch der Glückskeks mit dem Glück für das Jahr 2025. In Thailand habe ich bisher keine Glückskekse gefunden – auch nicht in China Town. :-) Let’s think about it. Der Glückskeks muss also bis nach meiner Rückkehr nach Deutschland warten. Und wird dann direkt an dieser Stelle nachgereicht. Also stay tuned!
Mein Jahr 2024 in Zahlen
Januar: 9 Racelette-Pfännchen brutzelte ich am Silvesterabend, bevor ich platzte (dabei mag ich gar keinen Käse).
Februar: Über 100 Schüler und Schülerinnen haben im Februar meine Auslandsjahr-Präsentation gesehen – gigantisch!
März: 5x sprang mein Herz in die Höhe, als ich erfahren habe, dass die Stadt München mein Präsentationsangebot an 59 städtische Gymnasien in München weitergeleitet hat. Ihr seid Wahnsinn!
April: 7 japanische und koreanische Freund*innen habe ich auf meiner Reise wiedergesehen und noch eine chinesische Freundin, die für unser Wiedersehen extra aus China nach Tokyo kam. Danke, Ming!
Mai: 1.512 Views erzielten meine ersten drei TikTok-Videos auf meinem brandneuen Channel innerhalb der ersten 24 Stunden – obwohl sie nur Japaner*innen ausgespielt wurden. Oder vielleicht genau deshalb.
Juni: Für 149 Euro launchte ich mein erstes 1:1-Mentoring und das Angebot ging weg wie warme Semmeln (Danke für euer Vertrauen!).
Juli: Für 231 Euro netto Stundenlohn hat eine Mitarbeiterin meines neuen Steuerbüros unter anderem Daten in der Cloud neu sortiert, zum Gesamtpreis von knapp 1.900 Euro.
August: Für 50 Euro bekommt man einen Gewerbeschein im Kreisverwaltungsreferat der Stadt München, was im Vergleich zum Stundenlohn meines Steuerberaters ein richtiges Wahnsinns-Schnäppchen ist. Nach 5 überzogenen Minuten fliegt man raus.
September: 214 Euro kostete der Direktflug von München nach Nizza mit Lufthansa mit Flugzeit 1:15 Stunden. Ein super Deal!
Oktober: Gefühlte 108 Seiten hatten die Formulare zur steuerlichen Erfassung und zur Gewerbeanmeldung – einfach crazy!
November: Ein zweiseitiger Artikel ging in einer Sonderausgabe der Salzburger Nachrichten live – wohooo!!
Dezember: 2,80 Euro kostet in Bangkok ein Mittagessen im Schnitt. Kulinarische Vielfalt zum Schnäppchenpreis: I love it!
Meine Ziele und Projekte 2025
Nachdem ich mir letztes Jahr so gar keine Ziele für 2024 gesetzt habe und sich das Jahr als großartig entpuppte, bin ich extrem versucht, es auch diesmal einfach so zu handhaben: Mal schauen, was so passiert! Aber es gibt tatsächlich ein paar Dinge, die schon länger auf meiner To-Do-Liste stehen, die 2025 dran sind. Zum Beispiel: Ich will endlich meinen Podcast launchen! Und zwar prompto!
Was der Glückskeks für das Jahr 2025 orakelt, ist jedenfalls vielversprechend – und vor allem „Geduld“ so gar nicht mein Ding. Es wird also spannend! :-)






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