Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt im Leben, um ein Jahr lang ins Ausland zu gehen? Antwort: Nach dem Abitur. Eindeutig! Genau das war meine Antwort auf die Frage, die mir vor kurzem eine Schülerin in einem Gymnasium in München gestellt hat, in deren Klasse ich meine Auslandspräsentation gehalten hatte. Zur Buchung meiner Auslandspräsentation für Schulen geht’s übrigens hier entlang.
Ehrlich gesagt musste ich über meine Antwort auch überhaupt nicht lange nachdenken. Sie kam wie aus der Pistole geschossen.
Aber warum ist das so? Genau darum soll es heute in diesem Artikel gehen, in dem ich auch meine persönlichen Erfahrungen mit dir teilen will. Denn ich war zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten für längere Aufenthalte im Ausland: Direkt nach dem Abi für ein Praktikum in London und im Anschluss für ein Auslandsjahr bzw. ein klein wenig länger – 15 Monate – zum Arbeiten bei Disney in den USA.
Etwas später, nach dem Bachelor-Studium, war ich für ein Auslandspraktikum in Thailand. Danach für ein komplettes Master-Studium in Australien und schließlich für ein Austauschprogramm in China, als ich schon berufstätig war.
Meine verschiedenen Auslandsaufenthalte fanden also zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten in meinem Leben statt. Und es hat sich ganz klar herauskristallisiert, warum es mal einfacher und mal weniger einfach war, den Schritt ins Abenteuer zu gehen und das eigene Leben in Deutschland für eine Weile zurückzulassen.
Denn beim Auslandsjahr gilt ganz klar – und das ist wohl das wichtigste Learning überhaupt: Der richtige Zeitpunkt ist nicht „immer“. Fakt ist: Es gibt einige Zeitfenster im Leben, in denen sich ein längerer Auslandsaufenthalt anbietet und besonders leicht realisieren lässt. Weil die eigene Persönlichkeit bereit dafür ist. Weil die äußeren Umstände passen und man besonders flexibel ist. Und weil es einfach ein smarter Move ist, zu diesem und keinem späteren Zeitpunkt den Schritt ins Ausland zu wagen.
Warum das absolut beste Zeitfenster für ein Auslandsjahr direkt nach dem Abitur ist – darum geht es jetzt.

Und wenn du gerade mit dem Gedanken spielst, nach dem Abi ins Ausland zu starten, dann bist du hier bei mir genau richtig!
Denn um dich genau dabei an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.
Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte aus sechs Jahren in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und damit es dir tatsächlich direkt nach dem Abitur gelingt, ins Ausland zu starten. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!
Das sagt übrigens mein Mentee Josy über unser Mentoring. Josy will nach dem Abitur ein Jahr ins Ausland, aber sie war sich nicht sicher, wohin genau. Zusammen haben wir aus Josys Ideen einen konkreten Plan gemacht. Danke, Josy!

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis: Bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY geht es nicht um eine Weltreise nach dem Abi, die zwar auch Spaß macht, aber erstens teuer ist und dich zweitens persönlich und beruflich nicht weiterbringt. Hier geht es darum, mit Plan und Köpfchen das richtige Programm für dein Auslandsjahr nach dem Abi zu wählen, mit dem du nach deiner Rückkehr nach Deutschland auch beruflich die Nase vorn hast. So wie es Josy mit Work & Travel in Australien getan hat.
Aber jetzt geht’s erstmal los! Warum der beste Zeitpunkt, um ins Ausland zu gehen, direkt nach dem Abitur ist? Off we go!
*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.
Grund 1, warum nach dem Abitur der beste Zeitpunkt ist, um ins Ausland zu gehen: Du hast die Zeit!
Starten wir mit einem Grund, der genauso elementar wie oftmals schwierig im Leben ist: genügend Zeit zu haben bzw. sich diese zu nehmen, um sich einfach mal ein ganzes Jahr aus dem Leben in Deutschland auszuklinken.
Und wenn du gerade in der Oberstufe des Gymnasiums bist und dir denkst, dass du nach dem Abi unglaublich viel Zeit für alle möglichen Dinge und Lebenspläne hast: stimmt! Und genau das ist auch der Grund, warum du die Zeit direkt nach dem Abi nicht untätig verstreichen lassen solltest.
Denn Fakt ist: Es werden sich später im Leben nur noch wenige Zeitfenster auftun, in denen es so super leicht möglich ist, zwölf Monate oder länger die Reißleine vom eigenen Leben in der Heimat zu ziehen, wie nach dem Abitur. Was nicht heißt, dass es prinzipiell nicht möglich ist – es wird nur später immer schwieriger umsetzbar. Warum das so ist, dazu später mehr.
Und wenn du dich jetzt fragst, wie ich mein Auslandsjahr nach dem Abi so gestaltet habe: Ich habe 15 Monate bei Disney in den USA gearbeitet und parallel das ganze Land bereist. Es war eines der besten Jahre meines Lebens und ich kann es dir absolut ans Herz legen. Mehr dazu findest du hier: When Your Best Friend is Snow White: 8 Reasons Why the Disney International Program Will Change Your Life Forever. Check it out – vor allem, wenn du nach dem Abitur in die USA willst. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, dort nach dem Abitur zu jobben.

Aber zurück zur Frage nach der Zeit. Generell gilt im Leben: Zeit muss man sich aktiv nehmen. Für die Dinge, die einem wichtig sind und die einen erfüllen. Nach dem Abitur ist genau das besonders einfach, da mit dem Ende der Schulzeit ein Lebensabschnitt aufhört und sich die Karten für das eigene Leben in dem Moment nochmal völlig neu mischen. In solchen Übergangsphasen von einem Lebensabschnitt zum nächsten ist es leicht, eine kurze oder auch mal eine längere Auszeit zu nehmen.
Warum ich dir generell rate, nach dem Abitur für eine Weile aus dem Leben zuhause auszusteigen und den Kopf nach all den Schuljahren frei zu bekommen, darum geht es übrigens genau hier: Mission Happiness! 6 Gründe, warum du eine Auszeit nach dem Abi nehmen solltest. Klick dich im Anschluss direkt rein, wenn du den Artikel noch nicht kennst.
Warum sage ich, dass du direkt nach dem Abitur die Zeit hast, um ins Ausland zu gehen? Weil es so ist. Auch wenn andere Panik schieben, weil sie denken, dass sie sich im Sturzflug für irgendein Studium einschreiben müssen, damit es gut aussieht im Lebenslauf (oder warum auch immer).
Ich habe den Reality Check gemacht, der glasklar beweist: Es macht absolut gar keinen Unterschied, ob du direkt im Anschluss ans Abitur ein Studium oder eine Ausbildung beginnst oder ein Jahr später. Oder auch zwei Jahre später. Ist Fakt.
Du wirst weder Nachteile bei der Jobsuche noch im Studium haben, wenn du dir ein Jahr oder auch länger Zeit nimmst, um ins Ausland zu gehen – im Gegenteil. Ein Auslandsjahr nach dem Abi bringt dir jede Menge Vorteile für deine beruflichen next steps im Leben. Welche das genau sind, kannst du dir übrigens hier durchlesen: Skills 4 Future! Warum dich Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, aber eine Gruppenreise nicht.
Aus meiner eigenen Zeit nach dem Abi habe ich in Erinnerung, dass mein Umfeld massive Zeit-FOMO hatte. Regelrechte Beklemmungszustände, nicht schnell genug ins Studium oder in die Ausbildung und dann in den Job zu kommen. Bloß kein Jahr verlieren, war da die allgemeine Ansage.
Zwei Jahre aussteigen – für 99% der Menschen in meinem Umfeld undenkbar! De facto war und ist diese Zeitpanik völlig unbegründet. Denn es macht absolut null Unterschied, ob du im Alter von 21, 22 oder 23 Jahren mit dem Bachelor fertig bist und auf den Arbeitsmarkt kommst.
Und auch dann, wenn du Jahrgangsälteste bei der Bachelor-Abschlussparty bist – es interessiert niemanden. Auch nicht den Arbeitgebenden, bei dem du dich als nächstes um ein Praktikum oder um eine Junior-Stelle bewirbst.
Was den Arbeitgebenden interessiert, ist primär deine Arbeitserfahrung und was du seit Ende der Schulzeit mit deinem Leben Sinnvolles oder auch Sinnloses angestellt hast. Und dass du mit der richtigen Auslandserfahrung im Lebenslauf ohnehin die Nase vorn hast, haben wir ja schon weiter oben besprochen. Und das ist auch ohnehin immer wieder Thema hier im Blog.
Dass man nach dem Abitur keine Zeit „verlieren“ sollte, um möglichst ohne Umwege ins Arbeitsleben zu starten, ist also ganz generell ein Mythos. Ich selbst habe übrigens direkt zwei Jahre Auszeit genommen, um nach dem Abitur ins Ausland zu gehen, und dementsprechend auch erst mit 21 angefangen zu studieren.
Und das war für mich zu keinem Zeitpunkt ein Nachteil, sondern immer nur vorteilhaft: Arbeitgebenden fanden es großartig, ich selbst habe einfach mal das getan, was ich liebe und was mich glücklich macht und die zwei Jahre Auszeit nach dem Abitur haben mich auch davor bewahrt, das falsche Studienfach zu wählen. Aber das nur nebenbei.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du nach der Schulzeit ins Ausland willst, dann solltest du es tun. Und zwar genau dann, also nach dem Abitur, und nicht irgendwann später. Viele aufgeschobene Auslandspläne passieren übrigens gar nicht mehr im Leben. Auch das ist Fakt. Denn wer sich immer denkt: Ach, das mache ich dann später, der macht es zu 98% einfach gar nie. Hat sich bei sehr vielen meiner Freundinnen bewahrheitet. Später haben sie es bereut.
Eine Falle, die ganz oft lauert – und die auch bei vielen meiner Schulfreundinnen zugeschnappt ist- ist diese: Dass einfach viele Menschen bei ihren Lebensplänen nach den Abitur mitgeredet haben und ihnen von allem, was sie selbst nicht kannten oder als gefährlich einstuften, abgeraten haben.
Fakt ist, dass du dich von diesen Menschen niemals in deinem Plan, nach dem Abi ins Ausland zu gehen, beeinflussen lassen darfst. Warum das so ist, erfährst du hier: Ins Auslandsjahr 2025: When Setting Out On a Journey, Do Not Seek Advice From Those Who Have Never Left Home. Ist wirklich wichtig, also check it out!
Übrigens: Nach dem Abitur hast du nicht nur die Zeit, um easy ins Ausland zu gehen. Sondern es ist auch rein logistisch der beste Moment für einen kleinen Exit aus der öden Routine. Warum? Dazu kommen wir jetzt. Also weiter geht’s!
Grund 2: Es ist logistisch einfach und wird nie mehr so einfach sein
Das Großartige an der Zeit nach dem Abitur ist, dass das eigene Leben logistisch noch ziemlich simpel ist. Ohne viele Verpflichtungen, ohne etablierte Strukturen eines Jobs, ohne Versicherungsverträge und Rentenbescheide, ohne irgendwelche Ehepartner*innen, ohne Schwiegereltern, ohne Hauskredit, ohne Kinder, ohne sonstige Anhängsel, die einen bewegungsunfähig machen.
Und wenn du jetzt denkst: Waaas? Das ist ja alles noch sooo weit weg! Genau! Aber irgendwann ist all das da und dann ist es vorbei mit dem easy Auslandsjahr. Believe me. Denn dann bist du gebunden. Ist auch genau der Grund, warum du JETZT zuschlagen musst in Sachen Auslandsjahr. Und nicht irgendwann später. Aber zurück zum Thema. ;-)
Die Phase direkt nach der Schulzeit ist prädestiniert dafür, mal für eine Weile die Zelte in Deutschland abzubrechen. Weil es eben noch gar nicht viel abzubrechen gibt. Ich jedenfalls wohnte bis zum Abitur zu Hause und alles, was ich hatte, waren mein kleines Zimmer und zwei Koffer mit Klamotten.
Ich hatte keine eigene Wohnung, die ich mühsam kündigen und auflösen musste und du hast höchstwahrscheinlich auch keine. Meine eigene Wohnung kam erst später, als ich dann studiert habe. Und glaub mir: Sobald du eine eigene Wohnung an der Backe hast, ist es schon viel mehr Aufwand, diese wieder loszuwerden, mit allen Möbeln, dem Kündigen von Strom- und Internetverträgen und dem ganzen organisatorischen Heckmeck, der beim Auflösen einer Wohnung noch mit dranhängt.
Die Tatsache, dass du direkt nach dem Abitur wohnungstechnisch (und auch sonst) noch völlig ungebunden bist, ist der Jackpot und wird später im Leben so nicht mehr vorkommen. Denn spätestens dann, wenn du studierst und nicht mehr im Hotel Mama wohnst, hast du mindestens ein WG-Zimmer, das du dann auflösen musst, wenn du ins Ausland gehst. Oder sogar eine ganze Wohnung. Jedenfalls wird es sooo super easy nicht mehr sein, sondern mit mehr logistischem Aufwand und mehr Bürokratie verbunden.
Apropos WG-Zimmer: Wenn du nach dem Abi ins Ausland willst, dann kann ich dir die internationale WG als Wohnform absolut ans Herz legen. Denn du sparst dabei nicht nur Miete, sondern kannst auch Freundschaften fürs Leben schließen, wenn du mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt zusammenlebst.
Mehr zu dem Thema hier: Survive & Thrive: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist. Check it out!

Aber zurück zum Thema. Direkt nach dem Abi kommt dazu, dass du vermutlich noch keinen Job hast, an dem du hängst, oder bei dem du einfach das Team so gerne magst, dass es dir schwerfällt, ihn aufzugeben. Emotionale Hürden sind nämlich auch nicht ohne, abgesehen von den logistischen natürlich. Wer (noch) keinen coolen Job in Deutschland hat, dem fällt es leichter, zu gehen. Auch das ist Fakt.
Da du als Abiturientin noch keinen fixen Job hast, sondern maximal einen Schülerjob, an dem dein Herz vermutlich nicht hängt (zumindest hing mein Herz nicht an meinem Kassenjob im Möbelhaus), kannst du nach dem Abitur leicht den Cut machen und ins Ausland gehen.
Später im Leben wird das schwerer. Und zwar dann, wenn du deinen Traumjob ergattert hast, den du so richtig liebst. Dann wirst du dir zweimal überlegen, ob du ihn aufgibst, um ins Ausland zu gehen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen: Die wenigsten sind dazu bereit, aus einem Job auszusteigen, den sie mögen und der auch irgendwie bequem ist und ihnen jeden Monat Geld aufs Konto spült.
Was ich damit sagen will: Die organisatorischen und logistischen Hürden werden einfach immer größer, je länger du ein Auslandsjahr aufschiebst. Und auch, je älter du wirst. Es kommen immer mehr Verpflichtungen hinzu, die dir die Flexibilität nehmen.
Und wenn du dir jetzt denkst, dass das alles total logisch klingt, aber du nicht weißt, ob du ein ganzes Auslandsjahr nach dem Abi direkt durchziehen würdest, dann teste dich selbst: Auslandsjahr nach dem Abi 2025 – Bin ich eigentlich der Typ dafür? Mit diesen 5 einfachen Fragen findest du es heraus.
Übrigens: Die Gefahr besteht durchaus, dass du später gar nicht mehr ins Ausland startest, weil du dir ein bequemes Leben mit Wohnung und Job eingerichtet hast und es dann einfach als zu anstrengend empfindest, all das aufzugeben und noch einmal im Ausland von null zu beginnen.
Gleiches gilt übrigens auch, wenn du mal ein Studium begonnen hast. Die Hürden, dann ins Ausland zu gehen, sind viel höher als direkt nach dem Abitur. Denn als Studentin hast du eine Wohnung oder ein WG-Zimmer, vielleicht nicht deinen Traumjob, aber einen Studentenjob, den du ungern aufgeben willst.
Du musst dann dein WG-Zimmer aufgeben oder untervermieten und bist aus dem Studijob erstmal raus. Du hast Versicherungen, die du dann kündigen musst, musst dich mit Uni-Bürokratie herumschlagen, Formulare ausfüllen, Urlaubssemester beantragen und so weiter.
Direkt nach dem Abitur musst du dich mit all diesen logistischen und organisatorischen Themen noch nicht befassen. Du bist völlig frei und kannst ohne großen Aufwand tun und lassen, was du willst. Und genau diese Freiheit solltest du nutzen!
Übrigens: Wenn du noch zur Schule gehst und auch schon mal mit dem Gedanken gespielt hast, ob ein Auslandsjahr nach dem Abi oder ein High School Year während der Schulzeit die bessere Wahl ist, dann habe ich das hier für dich: High School Year während der Schulzeit oder Gap Year im Ausland nach dem Abi: 3 elementare Unterschiede & wozu ich dir rate. Ist vor allem aus kostentechnischer Sicht spannend, also check it out!
Grund 3: Du hast noch keine finanziellen Verpflichtungen
Eng verbunden mit den logistischen Hürden ist auch der nächste Punkt, aufgrund dessen es nach dem Abitur optimal ist, um ins Ausland zu gehen: Du hast direkt nach der Schule noch keine finanziellen Verpflichtungen. Und Freundinnen der Auslandsabenteuer – das ist wirklich ein ganz zentraler Punkt. Und auch einer, den diejenigen gerne vergessen, die nach dem Abitur sagen: Och, das mit dem Auslandsjahr, das mache ich irgendwann später!
Nope – das machst du nicht. Und das soll gar keine Schwarzmalerei sein, sondern ist leider Realität. Denn „später“ sind die Hürden sehr wahrscheinlich so hoch, dass es dir zu anstrengend sein wird, ins Ausland zu gehen. Denn zu den organisatorischen und logistischen Hürden kommen irgendwann später auch noch die finanziellen. Was heißt das?
Dass du irgendwann zu viele finanzielle Verpflichtungen hast und einfach kein Geld mehr für ein Jahr im Ausland. Und das ist nicht erst dann der Fall, wenn du ein Haus oder eine Wohnung gekauft hast und einen Bankkredit dafür abzahlen musst, sondern schon viel früher.
Auch deshalb ist es wichtig, frühzeitig mit der Planung deines Auslandsjahres zu starten und dann auch nach dem Abi zu gehen. Meine besten Spartipps schon für die Vorbereitungsphase habe ich hier für dich: Auslandsjahr finanzieren, aber finanzschlau! Meine 5 besten Auslandstricks für Sparfüchse.
Aber zurück zu den finanziellen Verpflichtungen später im Leben. Als Berufseinsteigerin hast du sie. Nämlich dann, wenn du nach dem Studium dein BAföG zurückzahlen musst, also die staatliche Unterstützung, die du für dein Studium erhältst, wenn deine Eltern dich finanziell nicht unterstützen können. Mehr Infos dazu, was BAföG eigentlich ist und ob du für dein Studium darauf Anspruch hast, gibt’s übrigens hier. Und das reißt eine ziemliche Lücke ins Budget.

Auch sobald du Mietkosten hast, sind das finanzielle Verpflichtungen, die oft darüber entscheiden, ob du am Ende des Monats noch genug Geld zum Sparen für ein Auslandsjahr übrig hast oder nicht. Wer in einer deutschen Großstadt wohnt, studiert und dort Miete bezahlt, hat am Monatsende meistens nicht mehr besonders viel finanziellen Spielraum, da die Mietkosten in deutschen Großstädten regelmäßig einen Großteil des Gehalts ihrer Einwohner auffressen.
Berufstätige legen in München locker 50% ihres Einkommens für Miete auf den Tisch, nur als Info nebenbei. Bei Studierenden ist die Lage noch prekärer, da ihre monatlich zur Verfügung stehenden Einnahmen wesentlich geringer sind als die von Berufstätigen. Mit Sparen als Studentin ist da nicht viel.
All das gilt es zu berücksichtigen und spielt eine Rolle, wenn ich behaupte, dass nach dem Abitur der optimale Zeitpunkt ist, um ins Ausland zu gehen. Apropos Geld: Wie du dir als Schülerin ein finanzielles Polster für dein Auslandsjahr nach dem Abi ansparst, das erfährst du hier: Sparen fürs Auslandsjahr nach dem Abi (Teil 1): Weniger Geld ausgeben.
Und wenn du dir jetzt denkst: Sparen als Schülerin ist Mission Impossible… nö, ganz und gar nicht. Klick dich rein und schreib mir, wenn dir noch mehr Tricks einfallen, wie du sparen kannst, ohne dass es weh tut. ;-)
Also, merke: Der beste Zeitpunkt, um ins Ausland zu gehen, ist immer dann, wenn die organisatorischen und logistischen Hürden und die finanziellen Verpflichtungen gering oder nicht-existent sind. Und das ist nunmal in 99% aller Fälle direkt nach dem Abitur – aus eben genannten Gründen.
Ich war nach dem Abitur 15 Monate bei Disney in den USA und nach meinem Bachelor-Studium drei Monate für ein Auslandspraktikum in Bangkok, Thailand. Das Praktikum war wesentlich schwerer zu realisieren, da ich dafür extra ein WG-Zimmer in München auflösen bzw. untervermieten musste, meinen damaligen Job gekündigt habe etc. Es war nicht mehr so einfach wie direkt nach dem Abitur.
Nichtsdestotrotz war das Praktikum in Thailand ein absoluter Jackpot und eine Zeit, die ich niemals missen will. Warum ich ein Praktikum in Thailand auch dir ans Herz lege, erfährst du hier: 90 Days in Bangkok: Warum ein Praktikum in Thailand auf deine To-Do-Liste muss.
Aber warum es nicht nur einfach, sondern auch im Hinblick auf deine berufliche Zukunft einfach smart ist, direkt nach dem Abi ins Ausland zu gehen und nicht später, dazu kommen wir jetzt!
Grund 4: Es ist der richtige Zeitpunkt, um dich beruflich zu orientieren
Orientierungslosigkeit nach dem Abitur ist ein Massenphänomen. Und nicht erst seit Kurzem, sondern schon, als ich Abi gemacht habe. An den Gründen für die Planlosigkeit hat sich bis heute nicht viel geändert: Zu wenig Zeit während der Schule, um wirklich darüber nachzudenken und herauszufinden, was einem eigentlich liegt, worin man eigentlich gut ist und welche Möglichkeiten nach dem Abitur es da draußen eigentlich gibt.
Dass eine der cleversten und besten Möglichkeiten, die Zeit nach dem Abitur zu füllen, ein Auslandsjahr ist und wie genau man am schlauesten an ein eben solches rangeht, wird einem in der Schule bis heute nicht erzählt. Zumindest in den Gymnasien nicht, die ich bisher besucht habe und wo ich genau diese Frage gestellt habe.
Die Antwort war immer dieselbe, nämlich dass die Schülerinnen keine Ahnung haben, was sie alles im Ausland erleben können und auch nicht wissen, dass ein Auslandsjahr nach dem Abi eine großartige Option zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung ist. Dass damit endlich mal Schluss ist, ist übrigens auch ein Grund, warum ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet habe.
Denn es geht nicht, dass sich viel zu viele Abiturientinnen direkt nach der Schule in irgendein Studium stürzen, das sie eigentlich gar nicht mögen. Und einfach nur deshalb, weil sie nicht wissen, was es sonst noch für mega Optionen da draußen gibt. Da ist Unglücklichsein vorprogrammiert. Und das ist echt viel zu schade, finde ich.

Aber um zurück zum Punkt der beruflichen Orientierung zu kommen: Die wenigsten Schulabgängerinnen wissen mit 18 oder 19, wo sie beruflich einmal hin wollen. Oder auch welches Studienfach ihnen eigentlich liegt. Oder was eigentlich ein Auslandspraktikum ist. Wenn du es auch nicht weißt, dann erfährst du es hier: Auslandspraktikum 2024: Der ultimative DOWHATYOULOVE-Guide für Anfängerinnen.
Und um in diesem Punkt etwas mehr Klarheit zu bekommen, ist ein Auslandsjahr nach dem Abi Gold wert. Aber eben direkt nach dem Abitur und nicht erst später irgendwann, wenn man schon im falschen Studiengang immatrikuliert ist und todunglücklich und verzweifelt auf dem Zahnfleisch daherkommt. Dann ist es zu spät.
Und ein Studium nach zwei, drei oder vier Semestern aufgrund der eigenen Fehlentscheidung in der Studienfachwahl abzubrechen, ist jetzt auch nicht soooo toll. Denn das ist wirklich vergeudete Zeit und vergeudete Brainpower, die du besser in ein tolles Auslandsjahr investieren hättest können. Ist so.
In Schulen wird auch prinzipiell nicht erzählt, wie man als Schülerin von einem Auslandsjahr nach dem Abitur auf persönlicher und auch beruflicher Ebene profitieren kann. Deshalb habe ich dazu mal was geschrieben: Hallo, Leben! Diese 10 großartigen Vorteile bringt dir ein Auslandsjahr nach dem Abitur. Check it out!
Mir ging’s übrigens so: Ich hatte nach dem Abitur null Ahnung, wo ich beruflich oder auch in Sachen Studium hin will. Hätte ich mir nicht die zwei Jahre Auszeit im Ausland genommen, wäre die Quintessenz gewesen, dass ich mich völlig planlos in ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Tourismus eingeschrieben hätte.
Aber nicht, weil ich wusste, dass das meine Leidenschaft ist und ich das unbedingt studieren will. Sondern weil ich lost war, da mir die Schulzeit einfach mal so gar keine Erleuchtung in Sachen Beruf oder Studium gebracht hatte. Das BWL-Studium wäre ein Notnagel gewesen. Das, was diejenigen studieren, die nichts Besseres mit sich anzufangen wissen und sich denken: BWL schadet ja nicht… Eine für mich absolut schlechte Option im Sumpf meiner eigenen Planlosigkeit.
Warum weiß ich das? Weil ich später gesehen habe, wie andere im BWL-Studium gelitten haben. Und wie sie es dann wieder abgebrochen haben, weil ihre Motivation fürs BWL-Studium eben genau dieselbe war, die auch meine gewesen wäre: nicht die Liebe fürs Fach, sondern völlige Planlosigkeit.
Ich habe Zeiten, zu denen ich nichts mit mir anzufangen wusste übrigens immer dazu genutzt, Fremdsprachen zu lernen. Und zwar nicht in Deutschland, sondern in dem jeweiligen Land, um das volle Erlebnis zu haben. Zum Beispiel Spanisch. Wenn dich Sprachkurse interessieren, dann klick dich rein: Spanisch lernen in Barcelona oder Mexiko: Der große DOWHATYOULOVE-Vergleich in 7 Kategorien. Nicht nur für Spanisch interessant übrigens, sondern auf alle Fremdsprachen anwendbar.
Merke also: Planlosigkeit ist ein schlechter Ratgeber bei der Studienwahl. Und bei der Berufswahl übrigens auch. Es ist das Rezept zum Unglücklichsein. Also, don’t do it! Nutze die Zeit nach dem Abitur, um ins Ausland zu gehen, um dir klar zu werden, was du magst, was du kannst und welches Studienfach zu deiner Leidenschaft werden könnte. Dann wird es dir gelingen, den berühmten Griff ins Klo zu vermeiden. Und den mag ja niemand so gerne, oder?
Darum ist nach dem Abitur der beste Zeitpunkt, um ins Ausland zu gehen
So, Freundinnen der Auslandsabenteuer! Ehrlich gesagt habe ich noch viel mehr Gedanken zum Thema dieses Artikels und warum der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt nach dem Abitur ist und nicht irgendwann später. Aber dieser Artikel ist schon wirklich lang. Vielleicht schreibe ich nochmal eine Fortsetzung dazu.
In diesem Artikel haben wir uns vier Gründe angesehen, warum der beste Zeitpunkt im Leben für ein Auslandsjahr der Moment direkt nach dem Abi ist. Und ich denke, dass diese vier Punkte wirkliche Totschlagargumente sind. Sie sind so logisch wie nachvollziehbar und entspringen nicht nur meiner eigenen Erfahrung, sondern haben vermutlich für 99% von euch ihre Gültigkeit.
Um zum Abschluss noch ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: Zwar wird es mit steigendem Alter und steigenden Verpflichtungen im Leben immer schwieriger, den Sprung ins Ausland zu wagen. Allerdings kommt es natürlich schon sehr auf das eigene Mindset, die eigenen Vorstellungen und die eigenen Entscheidungen an, wie flexibel man das eigene Leben nicht nur nach dem Abi, sondern auch später gestaltet.
Ob man sich irgendwann einen Beamtenjob angelt, der einen für immer und ewig an denselben Bürostuhl fesselt. Oder ob man stattdessen mit befristeten Verträgen im Job glücklich ist, weil sie einem etwas geben, das in meinen Augen unbezahlbar ist: Die Flexibilität, sich immer mal wieder neu erfinden und überlegen zu können, ob einen das, was man tut, eigentlich noch happy macht.
Ob man sich einen Hauskredit an die Backe hängt, der einen auf Lebzeiten finanziell geißelt und aufgrund dessen man jeden Cent zweimal umdrehen muss. Oder ob man mit der Mietwohnung glücklich ist, die im Zweifelsfall schnell gekündigt ist und maximale Freiheit in der Wahl des Wohnortes ermöglicht. All das bestimmt maßgeblich, wie mobil man im Leben ist – oder halt auch nicht.
Meine vielen Auslandsaufenthalte waren und sind für mich übrigens deshalb so leicht realisierbar, weil ich mir im Leben maximalen Spielraum und maximale Flexibilität für Veränderungen und Neustarts im In- und Ausland geschaffen habe. Weil ich bewusst NEIN gesagt habe zu Hauskrediten, Beamtenjobs, irgendwelchem Konsumclutter, teuren Autos und vielen anderen Dingen, die mich im Leben finanziell und räumlich unbeweglich machen.
Und trotzdem ist und bleibt es so: Es ist nie wieder im Leben so leicht, ins Ausland zu gehen, wie direkt nach dem Abitur. Nutze die Chance! ;-)
Dir hat der Artikel gefallen? Super! Dann folge mir auch bei Instagram, um keine Updates von DOWHATYOULOVE.ACADEMY zu verpassen. Und wenn du dich nun fragst, ob du überhaupt der Typ für ein ganzes Auslandsjahr nach dem Abitur bist, dann finde es heraus! In meinem Starter Guide für 0 Euro habe ich 5×5 kurze Fragen gesammelt. Beantworte sie und bekomme einen ersten Eindruck davon, ob ein Auslandsjahr was für dich wäre! Viel Spaß und bis bald!





Hallo Julia, danke für deine Erfahrungen. Interessant wäre noch der Vergleich Ausland WÄHREND der Schulzeit (z. B. Austauschjahr über Youth for Understanding etc.) und Ausland nach dem Abi. Ich wäre für meine Tochter (derzeit 15) eher für NACH dem Abi, da ich viel Schlechtes über die Situation von Minderjährigen bei Gastfamilien lese.
Des Weiteren bleibt man ein wenig ratlos zurück, weil man nicht weiß, WIE und welche Möglichkeiten sich da für einen Abiturienten anbieten. Hast du da Tipps?
Liebe Tanja, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe dazu einen Artikel geschrieben, schau mal hier: https://dowhatyouloveacademy.de/high-school-year-oder-gap-year/. Die Problematik, dass die Abhängigkeit von einer Gastfamilie auch mal nach hinten losgehen kann, ist tatsächlich nicht zu unterschätzen und führt auch in der Realität oft dazu, dass ein Auslandsjahr abgebrochen wird. Ich persönlich würde immer zur Unabhängigkeit von einer Gastfamilie im Ausland raten und deshalb zum Auslandsjahr nach dem Abi, in dem man sich als Abiturientin seine Wohnmöglichkeit selbst wählen kann. Mehr Infos dazu und warum das so wichtig ist, erfährst du im Artikel. Viel Spaß beim Lesen!