Ohne Organisation ins Ausland: 5 gute Gründe, dein Auslandsjahr in Eigenregie umzusetzen


Es ist wirklich dringend an der Zeit, mit einem großen Mythos aufzuräumen. Und dieser Mythos lautet folgendermaßen: Wenn ich nach dem Abi ins Ausland gehen will, muss ich das über eine Organisation (sprich: ein Reisebüro) tun. Die Planung und Durchführung meines Auslandsaufenthaltes durch ein Reisebüro kostet selbstverständlich Geld (stimmt – und nicht zu wenig). Deshalb kann ich mir ein Auslandsjahr nach dem Abi nicht leisten.

Dudummmm. Das ist genau der Moment, in dem die Auslandsträume unzähliger Schulabgängerinnen platzen. In dem die Freude über die neu gewonnene Freiheit nach dem Abi in Verzweiflung umschlägt. In dem sich viele Abiturientinnen doch lieber in irgendein Studium stürzen, statt ihren Träumen zu folgen. Weil der Auslandsaufenthalt plötzlich extrem weit weg und unrealistisch erscheint. Und ich weiß, wovon ich spreche.

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, steht bei Dämmerung am Strand von Dubai und blickt aufs Meer.
Ohne Organisation ins Ausland – warum du dir dein Auslandsjahr selbst organisieren solltest! @Dubai, UAE.

Denn das Thema Finanzen ist immer wieder ein Thema und ein echter Pain Point, wenn ich in Schulen zu Besuch bin. Denn was gute und sinnvolle Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi sind, die dich eben nicht finanziell ruinieren, darüber spreche ich regelmäßig vor Schulklassen. Zur Buchung meiner Auslandspräsentation für Schülerinnen und Schüler geht’s hier entlang.

Und um dich an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.

Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte aus sechs Jahren in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Lernkurve für dich inklusive. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!

Mein Mentee Véronique plant gerade ihr Auslandsjahr ohne Organisation. Sie interessiert sich für Journalismus und TV-Produktion und will nach der Schule ein 12-monatiges Auslandspraktikum in Malaysia machen, das übrigens bezahlt ist (wichtig!). Das sagt sie über unser Mentoring – danke, Véronique!

Testimonial der Abiturientin Vero für DOWATYOULOVE.ACADEMY, die sich zum Thema Auslandsjahr nach dem Abi hat beraten lassen.
Ohne Organisation ins Ausland ist nicht so schwer, wie du denkst. In meinem Mentoring lernst du, wie es geht!

In meinem Mentoring bekommt Véronique das Wissen, einen cleveren Plan und das Handwerkszeug, das sie braucht, um ihren Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur zu träumen, sondern zu leben.

Und damit du deinen Traum vom Auslandsjahr nicht völlig desillusioniert aufgibst, sondern ihn umsetzt – darum geht es jetzt. Mit Plan und Köpfchen. Alleine, ohne deine Eltern und deren Geld. Und auch das ist extrem wichtig: Ohne dein Leben nach dem Abi an ein Reisebüro abzugeben. Also, los geht’s mit der Frage, warum du dein Auslandsjahr absolut immer in Eigenregie umsetzen solltest. Off we go!

*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.

Wie die Pandemie die Reisebranche verändert hat

Um zu verstehen, was mit der Reisebranche in den vergangenen Jahren geschehen ist, muss ich ein klein wenig ausholen. Denn soviel schon mal vorab: Die Entwicklung seit der Corona-Pandemie und die immer dreister werdende Geschäftemacherei mit dem Verkauf von Auslandsaufenthalten nach dem Abi macht mich nicht nur sprachlos, sondern auch wütend.

Und diese Wut war und ist eine geradezu grandiose Inspiration für den Artikel, der gerade hier vor dir liegt. Was hat das mit dem Thema „Ohne Organisation ins Ausland“ zu tun? Jede Menge!

Wie wir alle wissen, hat die Corona-Pandemie der vergangenen Jahre den Reisemarkt extrem durchgeschüttelt: Komplett-Lockdowns, Flugverbote, das panikartige Abriegeln ganzer Städte, Länder und Kontinente. Der weltweite Tourismus hat von jetzt auf gleich eine Vollbremsung hingelegt – von 100 auf null innerhalb weniger Stunden.

Im März 2020 ist die Welt in einen Ausnahmezustand hineingeschlittert, der so noch nicht vorgekommen ist – zumindest nicht, seitdem ich denken kann. Und die Reisebranche hat es als allererstes getroffen. Sie musste eine radikale Zwangspause einlegen – ohne Wenn und Aber. Die Pandemie hat alle Tourismusunternehmen und kommerziellen Reiseveranstalter erstmal rigoros in Zwangsurlaub geschickt – mit zunächst unbekanntem Ende.

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Verlassene Gasse mit traditionellen Geschäften in Dubai.
Die Pandemie hat den weltweiten Tourismus von 100 auf null gedowngradet.

Was haben die kommerziellen Reiseanbieter also getan? Sie haben die Zwangspause dazu genutzt, um neue Reisekonzepte für die Zeit nach der Pandemie zu entwickeln. Die Zielgruppe vieler dieser neuen Reisekonzepte: Junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren.

Warum gerade die? Erstens: Weil sie mit Lockdowns, Home Schooling und Partyentzug während der Pandemie extrem gebeutelt wurden. Zweitens: Weil sie nach den Entbehrungen der letzten Jahre jetzt nicht nur große Auslandslust haben, sondern auch gefüllte Geldbeutel. Und wenn nicht sie gefüllte Geldbeutel haben, dann ihre Eltern. ;-)

Denn in den Jahren 2020 und 2021 hatten wir fast keine Chance, so wirklich viel Geld auszugeben. Die Bankkonten vieler Deutscher sind als Folge der pandemiebedingten Ausgangssperren also immer noch gut gefüllt. Und genau hier setzen viele Reiseanbieter jetzt an.

Warum sich Reisebüros jetzt „Organisation“ nennen und statt Urlaubsreisen Auslandsaufenthalte verkaufen

Wenn du auf der Suche nach einem Auslandsaufenthalt nach dem Abi bist, dann fängst du wahrscheinlich bei Google an. Du gibst vermutlich „Work and Travel“, „Freiwilligenarbeit“ oder „Auslandspraktikum“ in die Suche ein. Bingo! Denn genau so findest du sie: Die in der Pandemie-Zwangspause entstandenen „neuen“ Angebote kommerzieller Reiseveranstalter.

Was extrem spannend zu sehen ist: Was diese Reiseveranstalter (deren Kerngeschäft nun mal der Verkauf von Urlaubsreisen ist) neuerdings anbieten, heißt gar nicht mehr Pauschalreise oder Gruppenreise. Obwohl das doch der passende Überbegriff für das ist, was sie anbieten. Seltsam, oder? Der Grund: „Gruppenreise“ klingt recht unsexy. Damit kann man keine 18-Jährigen hinterm Sofa vorlocken und zur Buchung bewegen. Deshalb – weg damit!

Was her muss, sind fancy Namen für altbekannte Angebote. Die Gruppenreise wird so zur „Reise, auf der du zu dir findest“. Oder auch zur „Coachingreise“ oder zu einer „Tu was Gutes mit Tieren oder Kindern und rette dabei die Welt“-Reise. Oder noch schlimmer: Sie wird als Auslandspraktikum oder Freiwilligenarbeit im Ausland belabelt. Und da beginnt es, wirklich richtig schwierig zu werden.

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Traditionelles Restaurant in Dubai, vor dem ein Verkaufsstand bunte Kissenhüllen und arabische Schalen ausstellt.
In der Pandemie-Zwangspause haben Reiseveranstalter alte Angebote mit exotischen Namen neu verpackt.

Das Problem ist: Weder der Begriff „Auslandspraktikum“, noch der Begriff „Freiwilligenarbeit im Ausland“ ist geschützt. Es gibt also keine allgemein gültigen Qualitätskriterien an Angebote, die das Label Auslandspraktikum oder Freiwilligenarbeit tragen.

Bedeutet: Jeder kann eine Reise organisieren, eine Schildkröten-Farm oder einen Kindergarten auf Bali ausfindig machen, seine zahlenden Kund*innen für teures Geld dort hinfliegen und die ganze Aktion „Auslandspraktikum“ nennen. Und genau das passiert im Moment.

Warum passiert das? Weil die gesamte Tourismusbranche immer noch mit den Nachwirkungen der Pandemie zu kämpfen hat und wahrscheinlich auch noch länger kämpfen wird. Viele Reiseveranstalter sind in der Pandemie pleite gegangen und vom Markt verschwunden.

Andere haben sich einen neuen Look und eine neue Mission gegeben und im Kampf um mehr Kund*innen alte Reisekonzepte neu gebrandet. Die Reisekonzepte haben nun zwar coole Namen, sind aber im Endeffekt immer noch dasselbe wie zuvor:

Gruppenreisen, die mit dem eigentlichen Sinn und Zweck eines ernstzunehmenden Auslandsaufenthalts überhaupt nichts zu tun haben. Die dich weder persönlich, noch kulturell, noch sprachlich, noch beruflich weiterbringen. Und: Für die du extrem viel Geld bezahlst, wenn du sie buchst.

Warum du ohne Organisation ins Ausland gehen solltest

So viel also zur Vorgeschichte zum Thema Auslandsaufenthalte und kommerzielle Reiseanbieter. Es ist mir wichtig, dass du Folgendes unterscheiden lernst: Kommerzielle Reiseveranstalter sind dafür qualifiziert, Urlaubsreisen zusammenzustellen und zu verkaufen. Das ist ihr Kerngeschäft und darin sind sie (hoffentlich) gut, denn das haben sie schon die letzten 20 bis 100 Jahre getan.

Was nicht das Kerngeschäft und auch nicht die Qualifikation kommerzieller Reiseanbieter ist, ist die Vermittlung oder Durchführung von längerfristigen Auslandsaufenthalten mit Aus- und Fortbildungscharakter. Darunter fallen: Work & Travel (egal in welchem Land), Auslandspraktika und Freiwilligenarbeit im Ausland.

Denn all diese Programme haben eins gemeinsam: Sie sind keine Urlaubsreisen. Sie sind dazu da, dich persönlich und beruflich weiterzubringen. Sie sind dazu da, dass du selbständig wirst, dich weiterbildest, Probleme bewältigst und letztlich über dich hinauswächst. Und das schaffst du tatsächlich am besten: alleine!

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, zusammen mit einer chinesischen Freundin, am Stadtstrand von Dubai mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Burj al Arab, im Hintergrund.
Alleine ins Ausland heißt auch: Internationale Freundschaften schließen und raus aus der Bubble von Deutschen.

Übrigens: Welche Art von Programm dich nach dem Abi persönlich und beruflich weiterbringt und welche nicht, kannst du genauer auch im Artikel Ins Ausland nach dem Abi – Die 3 häufigsten Fehler bei der Programmwahl nachlesen. Klick dich im Anschluss direkt rein, falls du den Artikel noch nicht kennst.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Mit „Organisation“ beziehe ich mich in diesem Artikel auf kommerzielle Reiseveranstalter. Denn es gibt auch gemeinnützige Organisationen, die sich beispielsweise in der Vermittlung von Freiwilligenarbeit engagieren. Merke: Gemeinnützige Organisationen sind sehr gute Anlaufstellen für Freiwilligendienste im Ausland.

Was der Unterschied zwischen gemeinnützigen Organisationen und kommerziellen Anbietern von Freiwilligenarbeit im Ausland ist und worauf du unbedingt achten musst, wenn du nach dem Abi einen qualitativ hochwertigen Freiwilligendienst im Ausland finden willst, das habe ich hier für dich: Freiwilligenarbeit im Ausland: 10 Merkmale von hochwertigen Volunteering-Angeboten.

Aber jetzt geht’s erst mal los mit Grund Nummer 1, warum du ohne Organisation – also ohne kommerziellen Reiseanbieter – ins Ausland starten solltest.

Simple as that: Du sparst ein Vermögen!

Fakt ist: Wenn du günstig ins Ausland nach dem Abi kommen willst, solltest du einen großen Bogen um Angebote kommerzieller Reiseanbieter machen. Kommerzielle Reiseanbieter verkaufen dir für teures Geld eine Reise. Denn genau das ist ihr Geschäftsmodell.

Und auch dann, wenn sie dir einen längeren Auslandsaufenthalt, Sozialarbeit mit Kindern, irgendwas mit Tieren oder den berühmten Schildkröten-Crashkurs (du hilfst Schildkröten beim Krabbeln ins Meer…. don’t do it) anbieten, verkaufen sie dir eine Reise – nur eben eine längere und noch teurere.

Der erste und extrem entscheidende Punkt ist also: Wenn du dir deinen Auslandsaufenthalt – sei es ein Auslandspraktikum, Work & Travel, Freiwilligenarbeit oder allgemein dein Auslandsjahr ohne Organisation selbst zusammenstellst, sparst du jede Menge Geld. Und mit „jede Menge“ meine ich: Je nach Länge des geplanten Auslandsaufenthalts mehrere tausend bis zehntausend Euro!

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Bunte Ballerinas in traditionellem Design, die an einem Schuhstand in Dubai ausgestellt werden.
Ohne Organisation ins Ausland bedeutet: Du sparst jede Menge Geld, das du für andere Dinge ausgeben kannst!

Wenn du eben von der Schule kommst und dir mithilfe von Schülerjobs gerade ein finanzielles Polster angelegt hast (und das solltest du haben), musst du primär mal darauf achten, deine Ersparnisse zusammenzuhalten und sie nicht zum Fenster rauszuschmeißen. Wie du generell smart an die Planung deines Auslandsjahres herangehst, habe ich hier für dich: Auslandsjahr finanzieren, aber finanzschlau! Meine 5 besten Auslandstricks für Sparfüchse.

Du solltest dir deinen Auslandsaufenthalt bzw. dein Auslandsjahr prinzipiell immer selbst organisieren und so die Kosten auf ein absolutes Minimum reduzieren.

Denn merke: Ein Auslandsjahr ohne Kosten bzw. mit sehr geringen Kosten ist durchaus machbar. Und zwar dann, wenn du dich an den richtigen Stellen informierst, wie zum Beispiel hier im Blog. Wenn du den Hintern zusammenkneifst und ohne Organisation ins Ausland gehst (und ja, das ist logischerweise mehr Aufwand als mit Organisation). Und wenn du clevere Entscheidungen triffst.

Die ganz elementare Basis für dein Auslandsabenteuer ist eben nun mal eine clevere Finanzentscheidung. Und die besteht darin, niemals tausende Euro an eine Organisation oder ein Reisebüro für einen Auslandsaufenthalt zu bezahlen.

Du hast eine gigantische Lernkurve

Grund Nummer 2, warum du ohne Organisation ins Ausland solltest: Du lernst einfach viel, viel mehr, wenn du dir deinen Auslandsaufenthalt selbst organisierst. Von Länderwahl, über Visum und Flugbuchung bis hin zum Suchen und Finden von Unterkünften. Da hängt eine Menge an Orgakram dran und das ist auch gut so.

Denn du lernst zu recherchieren, Angebote zu vergleichen, die besten Flüge und Unterkünfte zu finden, allein von A nach B zu kommen und so weiter. Kurzum: Du lernst, dich um dein eigenes Leben zu kümmern, wenn du ohne Organisation ins Ausland gehst. Das alles musst du übrigens sehr wahrscheinlich auf Englisch tun – yay!

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Der Boden einer U-Bahn-Station in Dubai, auf dem ein Schild mit der Aufschrift "Women and Children Cabin" klebt.
Ohne Organisation ins Ausland bedeutet auch: Alleine von A nach B kommen zu müssen. Und dabei gibt’s ganz schön viel zu entdecken!

Übrigens: Anfängerinnen-Fehler gehören ebenfalls zur Lernkurve dazu. Wie sagt man so schön: Better fail early! Heißt: Je früher du lernst und dabei auch mal eine nicht so optimale Entscheidung triffst, desto schneller wirst du richtig gut in dem, was du tust.

Aber du lernst eben gar nichts, wenn eine Organisation alles für dich organisiert. Und das wird sie, denn dafür bezahlst du sie ja schließlich. Du lernst ZERO, wenn du einer Organisation Unmengen an Geld überweist und dich dafür ins gemachte Nest setzt. Oder deine Eltern überweisen die völlig überteuerte Programmgebühr, was es auch nicht besser macht.

Warum du dich deiner eigene Lernkurve beraubst, indem du ein Reisebüro mit der Planung und Durchführung deines Auslandsaufenthaltes beauftragst, erfährst du hier: Skills 4 Future: Warum dich Arbeiten im Ausland nach dem Abi beruflich weiterbringt, aber eine Gruppenreise nicht.

Die Skills, die du dir bei der Selbstorganisation deines Auslandsjahres aneignest, brauchst du später im Leben immer wieder. Du tust dir also selbst keinen Gefallen, wenn du die Vorbereitung deines Auslandsjahres aus der Hand gibst.

Und ehrlich gesagt: Ich finde, nach dem Abi ist es auch wirklich nicht mehr angemessen, sich alles von anderen auf dem Silbertablett servieren zu lassen. Das kann man vielleicht als Schülerin machen, wenn es um die Klassenfahrt geht und die Lehrerin alles organisiert. Okay, fair enough.

Aber als Abiturientin ist es wirklich an der Zeit, selbst anzupacken, das eigene Leben zu gestalten, dabei zu lernen und kontinuierlich besser zu werden. Auch im Hinblick auf das irgendwann bevorstehende Berufsleben übrigens. Deshalb gilt auch im Hinblick auf dein eigenes Wachstum: Du musst dir dein Auslandsjahr selbst organisieren. Daran geht kein Weg vorbei.

Du wirst extrem schnell selbständig

Dieser Grund steht in engem Zusammenhang mit dem Grund zuvor. Wenn du ohne Organisation ins Ausland startest, wirst du automatisch selbständig. Und das betrifft nicht nur die Reisevorbereitung, sondern vor allem auch die Zeit im Ausland an sich.

Sobald du gelernt hast, deine Reise in dein Zielland selbständig zu organisieren, kannst du auch dein Auslandsjahr vor Ort ganz leicht selbst organisieren, denn: Die elementaren Skills dafür hast du dir ja bereits angeeignet. Der Schritt alleine ins Ausland ist also kein großer und auch kein unüberwindbarer mehr.

Auch aus Gründen deiner persönlichen Weiterentwicklung solltest du also ohne Organisation ins Ausland gehen. Dazu noch ein Gedanke: Du wirst in Sachen Selbständigkeit einen riesigen Sprung nach vorne machen, wenn du nach dem Abi ins kalte Wasser springst und dir deinen Auslandsaufenthalt in Eigenregie organisierst.

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, umgeben von leuchtenden arabischen Lampen in einem traditionellen Geschäft in Dubai.
Wer sein Auslandsjahr selbst organisiert, kann mehr entdecken!

Das wird dir vor allem dann auffallen, wenn du nach einem Jahr zurückkommst in deine Heimat. Und dann siehst, wie anders du dich im Vergleich zu denen entwickelt hast, die ihre Komfortzone nach der Schule nie verlassen haben. Die immer noch Dauergast mit Langzeitabo im Hotel Mama sind und im Gegensatz zu dir nie aus ihrem Kinderzimmer ausgecheckt haben.

Und noch ein wichtiger Punkt: Arbeitgeber*innen lieben Schulabgänger*innen, die bewiesen haben, dass sie ihr Leben selbständig organisieren können. Und ein Auslandsjahr ohne Organisation ist wirklich der allerbeste Beweis dafür!

Du wirst merken, dass du diesen Personen extrem viel voraus hast. Denn im Gegensatz zu ihnen hast du gelernt, dein Leben in die Hand zu nehmen, Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln, dich zu organisieren und daran zu wachsen.

Du hast die ultimative Freiheit

Ein wirklich zentraler Punkt, warum du ohne Organisation ins Ausland starten solltest, ist: Du hast in deinem eigenen Auslandsabenteuer die ultimative Freiheit! Und du bist nur dann zu 100% der Kapitän deines Auslandsaufenthalts, wenn du dein Auslandsjahr ohne Organisation umsetzt.

Wenn du mir schon länger folgst, dann kennst du meine Einstellung: Du solltest in deinem eigenen Leben niemals das Steuer aus der Hand geben. Das tust du aber, wenn du eine Organisation dafür bezahlst, dir deinen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Denn eine Organisation wird eben genau das tun: Dir dein Leben im Ausland für dich organisieren. Diese Verantwortung solltest du aber niemals abgeben.

Wenn du mit einer Organisation ins Ausland gehst, dann kommst du erstens definitiv NICHT günstig ins Ausland. Aber das Thema Geld hatten wir schon. Der andere Punkt ist: Du kannst nicht frei entscheiden. Du kannst nicht frei entscheiden, wo du im Ausland wohnen willst, mit welcher Airline du fliegen willst, ob du auf dem Weg in dein Zielland vielleicht einen Zwischenstopp irgendwo einlegst, mit wem du im Ausland zusammenwohnst, ob du mit Deutschen zusammenwohnst und so weiter.

Symbolbild zum Thema "Ohne Organisation ins Ausland": Eine Allee von Palmen bei Sonnenuntergang am Stadtstrand von Dubai.
Ohne Organisation ins Ausland: Du bestimmst, was du sehen und erleben willst – die ultimative Freiheit!

Du kannst nichts von alledem selbst bestimmen, wenn du eine Organisation an der Backe hast. Nur, wenn du dein Auslandsjahr selbst organisierst, hast du bei all diesen Entscheidungen den Hut auf. Du kannst tun und lassen, was du willst, du kannst wohnen wie, wo und mit wem du willst.

Zusammen mit anderen Deutschen in einem Hostel bringt dich nicht weiter, weder sprachlich noch kulturell. Das ist aber genau das, wie Reisebüros dich im Ausland unterbringen. Also don’t do it! Wenn du ohne Organisation ins Ausland gehst, kannst du selbst über deine Unterkunft bestimmen.

Und da habe ich eine ganz klare Empfehlung für dich: Survive & Thrive: Warum die internationale WG das beste Learning für dein Leben nach dem Abi ist. In der internationalen WG hast du den größten Mehrwert und sparst noch richtig viel Mietkosten. Ist Fakt. Also check it out!

Merke: In der Welt gilt immer und ausnahmslos: Wohne nicht mit anderen Deutschen zusammen, um die volle Auslandserfahrung zu haben. Und das ist wirklich ein ganz zentraler Grund, warum du einen großen Bogen um einen Auslandsaufenthalt mit einer Organisation machen solltest.

Denn nochmal: Organisationen, also kommerzielle deutsche Reiseanbieter, organisieren Gruppenreisen. Und zwar Gruppenreisen mit anderen Deutschen. Don’t do it! Es bringt dich keinen Schritt weiter, wenn das, was du eigentlich willst, ein Auslandsjahr nach dem Abi ist.

Du hast einen mega Grund, stolz auf dich zu sein

Wer auf eigene Faust in die Welt zieht, lernt selbständig zu sein und frei und selbstbestimmt das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Und das ist ein mega Grund, stolz zu sein. Stolz darauf, nicht den bequemen Weg über die Organisation gegangen zu sein. Stolz darauf, den Hintern zusammengekniffen zu haben und für das eigene Auslandsabenteuer die extra Meile gegangen zu sein.

Stolz darauf, die eigene Komfortzone verlassen zu haben. Stolz darauf, das eigene Leben nach dem Abi nicht in die Hände anderer gegeben zu haben. Und das solltest du auch definitiv nicht, wenn du nach dem Abi ins Ausland willst.

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, bei Dämmerung am Strand von Dubai mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Burj al Arab, im Hintergrund.
Ein Auslandsjahr ohne Organisation heißt: Du kannst dein Jahr genau so gestalten, wie es dir gefällt.

Wer ohne Organisation ins Ausland geht, der sagt nicht nur JA zur eigenen Freiheit und trifft eine extrem smarte Finanzentscheidung, sondern übernimmt auch Verantwortung für das eigene Leben und das eigene Glück.

Die Entscheidung für ein Auslandsjahr ohne Organisation ist der erste Schritt in ein eigenes, selbstbestimmtes Leben. Und es ist dazu da, von dir so gestaltet zu werden, dass es dich glücklich macht. Genau dafür solltest du die Weichen frühzeitig richtig stellen.

Das ist auch genau der Grund, warum du dich nach dem Abi nicht direkt und unüberlegt in ein Studium oder eine Ausbildung stürzen, sondern erstmal eine Auszeit nehmen solltest. Eben genau um deine Weichen in Ruhe richtig stellen zu können.

Falls du noch unentschlossen bist, ob du zwischen Abi und Studium bzw. Ausbildung eine Pause einlegen solltest, lies direkt im Anschluss meinen Artikel Mission Happiness – 6 Gründe, warum du eine Auszeit nach dem Abi nehmen solltest.

So erkennst du kommerzielle Reiseveranstalter hinter Auslandsangeboten

Woran erkennst du nun die Angebote kommerzieller Reiseveranstalter? Du erkennst sie mit sehr hoher Treffgenauigkeit an folgenden Punkten:

Erstens: Kommerzielle Anbieter schalten bezahlte Anzeigen bei Google, um auf ihre Gruppenreisen unter dem Deckmantel von Auslandsaufenthalten aufmerksam zu machen. Bezahlte Anzeigen sind ein erster Hinweis darauf, dass der Anbieter gewinnorientiert ist und nicht gemeinnützig, also rein kostendeckend, handelt.

Zweitens: Wirf einen Blick ins Impressum des Anbieters. Aus dem Impressum sollte eindeutig hervorgehen, welche Art von Geschäft er betreibt und ob der Anbieter ein eingetragener Verein (e.V.) oder eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) ist oder aber ein Wirtschaftsunternehmen (GmbH). Findest du im Impressum das Wort „Reiseveranstalter“ – Bingo! Dann weißt du genau Bescheid.

Das Bild zeigt Julia, die Gründerin von DOWHATYOULOVE.ACADEMY, trinkt in Dubai zusammen mit einer chinesischen Freundin aus einer jungen Kokosnuss.
Augen auf, wenn Reiseveranstalter nicht nur Reisen, sondern auch Auslandsaufenthalte verkaufen!

Drittens: Wirf einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters. Die AGB sind auf Unternehmens-Websites für gewöhnlich gelistet – meistens im Fußbereich in der Nähe des Impressums. Findest du dort die Information, dass die Organisation und der Vertrieb von Reisen Teil des Geschäftsmodells ist – Volltreffer!

Viertens: Der Anbieter ist in irgendeiner Form in die Vermittlung, Bereitstellung oder den Vertrieb von Reiseversicherungen involviert – nochmal Bingo! Es handelt sich um einen kommerziellen Reiseveranstalter, der dir eine Gruppenreise mit anderen Deutschen als Auslandsaufenthalt verkaufen wird, die teuer ist und dich weder sprachlich, noch persönlich, noch beruflich weiterbringen wird.

Übrigens: Kommerzielle Freiwilligenarbeit, also Freiwilligenarbeit, die du bei einem Reisebüro einkaufst, hat einen Namen, nämlich Voluntourismus. Woran du Voluntourismus-Angebote erkennst und wie du sinnvolle Freiwilligenarbeit findest: Volunteering versus Voluntourismus: Warum du von 14 Tagen Schildkröten retten auf Bali die Finger lassen solltest.

So geht Auslandsjahr in Eigenregie – you can do it!


In diesem Artikel habe ich dir fünf Gründe genannt, warum du dein Auslandsjahr ohne Organisation, also ohne kommerziellen Reiseveranstalter, umsetzen solltest und woran du Auslandsangebote von Reisebüros erkennst. Deinen Auslandsaufenthalt in Eigenregie umzusetzen, ist nicht nur dann extrem wichtig, wenn du günstig ins Ausland nach dem Abi starten willst.

Du solltest dir dein Auslandsjahr auch dann selbst organisieren, wenn du nach 13 Schuljahren endlich das Gefühl von Freiheit willst und einen Raketenstart in Sachen Selbständigkeit und persönliches Wachstum hinlegen willst. Und beides kann ich dir nach dem Abi nur empfehlen. ;-)

Denn dein Auslandsjahr in Eigenregie umzusetzen und ohne Organisation ins Ausland zu starten ist immer möglich. Sowohl bei einem Auslandpraktikum, als auch bei Work & Travel und natürlich bei Freiwilligenarbeit. Zu meinem Artikel über Work & Travel in Australien geht’s hier.

Hier im Blog findest du noch viele weitere Artikel, die dir bei der Selbstorganisation deines Auslandsjahres helfen, also klick dich rein. Außerdem habe ich noch einige Tipps zum Thema Reisesicherheit für dich: Als Mädel alleine ins Ausland – So bist du sicher in der Welt unterwegs.

Und wenn du dich nun fragst, ob du eigentlich der Typ für ein Auslandsjahr nach dem Abi bist und dir 12 Monate weg von Zuhause gefallen könnten, dann finde es heraus! In meinem Starter Guide für 0 Euro findest du einen kleinen Test mit Fragen, die dir eine erste Einschätzung geben, ob ein Auslandsjahr etwas für dich wäre. Also, check it out!

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