Ein Praktikum am Goethe-Institut Bangkok ist eine großartige Möglichkeit, als Deutsche in die weite Welt zu ziehen und dabei direkt den doppelten Jackpot zu landen: Kopfüber in eine neue Kultur und Lebensweise zu springen und dabei auch noch wertvolle Arbeitserfahrung zu sammeln. Deshalb bin ich ja ein riesiger Fan des Auslandspraktikums generell. Und wenn du meinen Blog aufmerksam liest oder mich von meiner Auslandsjahr-Präsentation aus deiner Schule kennst (zur Buchung meiner Präsentation für Schulklassen geht’s hier entlang), dann weißt du auch, dass ich eine absolute Liebe für Thailand habe, seitdem ich dort selbst einmal Praktikum gemacht habe.
Seitdem komme ich immer wieder in die quirlige Megacity zurück, um zu erleben, was sich dort so getan hat und um meine thailändischen Freundinnen wiederzusehen. Inspiriert von meinem Blog hat auch Sarah das Abenteuer Auslandspraktikum in Thailand gewagt – und ist dabei quasi in meine Fußstapfen getreten. Sie hat sich – wie ich mich damals – für ein Praktikum beim Goethe-Institut Bangkok entschieden.
Das Goethe-Institut ist eine deutsche Kultureinrichtung mit Instituten rund um den Globus und der Mission, die deutsche Kultur und Sprache in die Welt zu bringen. „In über 90 Ländern bieten wir Deutschkurse und Deutschprüfungen an,“ schreibt das von seinen Fans und Mitarbeitenden liebevoll „GI“ genannte Institut auf seiner Website. Und genau in dieses Abenteuer Sprachvermittlung hat sich Sarah Hals über Kopf geworfen.

Was Sarah in ihren drei Monaten am Goethe-Institut Bangkok erlebt hat und ob sie die Erfahrung weiterempfehlen würde – das erzählt sie jetzt gleich selbst. Danke, liebe Sarah, dass du deine Praktikumserfahrung hier teilst. Aber jetzt geht’s los – viel Spaß!
Bangkok ist für mich – Energie! Als ich für mein dreimonatiges Praktikum am Goethe-Institut in die thailändische Hauptstadt kam, war ich überwältigt: von der Hitze, den Geräuschen, den Gerüchen – und von der unbändigen Energie dieser Stadt. Ich lebte in einem kleinen Airbnb im Stadtteil Sathon, einer lebendigen Mischung aus Hochhäusern, kleinen Gassen und Streetfood-Ständen. Dort fühlte ich mich schnell zuhause.

In dem Stadtteil gibt es neben dem Goethe-Institut auch einige weitere internationale Institutionen und Botschaften, so dass auch das Publikum sehr international ist. Im Goethe-Institut arbeitete ich in der Sprachabteilung. Dort bekam ich einen Einblick, wie Sprachkurse organisiert werden und wie bildungspolitische Entscheidungen aus Deutschland das Sprachenlernen in Thailand formen und fördern.
Ich durfte Aufgaben in der Organisation übernehmen, bei Kursen unterstützen und erlebte hautnah, wie Sprache Brücken baut. Diese Arbeit war nicht nur ein Job – sie war ein interkulturelles Lernfeld. Ich habe gesehen, wie wichtig Geduld, Kreativität und Empathie sind, wenn es darum geht, Menschen für Sprache und Kultur zu begeistern.

Drei Monate Thailand: Eine kulinarische Entdeckungsreise
Bangkok hat mich außerdem kulinarisch verwöhnt. Jeden Tag probierte ich Neues: Pad Thai vom Straßenstand ist zwar nach wie vor einer meiner Favoriten, dennoch versuchte ich immer wieder neue spannende Gerichte zu probieren. Würzige Som-Tam-Salate, aromatische Currys oder Mango Sticky Rice.
Auf einer Dienstreise in die Region Isaan im Nordosten Thailands gab es Kuay Teow Gai, eine Suppe mit dicken weißen Nudeln (Sen Yai) und durchgekochten Hühnerfüßen. Die Suppe ist eine Spezialität in der Region rund um die spannende Stadt Khon Kaen. Das Essen auf den Märkten war günstig, frisch und unglaublich vielfältig – und es wurde schnell zu meinem liebsten Teil des Alltags.

Vor allem Chinatown „Yaowarat“ war immer einen Ausflug wert – nicht nur fürs Essen. Oft saß ich mit Kolleg:innen oder neuen Freund:innen an kleinen Plastiktischen auf der Straße, und wir teilten Gerichte, lachten und erzählten. Essen in Thailand ist mehr als satt werden – es ist ein soziales Erlebnis, ein Stück Kultur, das Menschen verbindet.
Neben Arbeit und Essen entdeckte ich eine neue Form der Selbstfürsorge: Massagen. Drei- bis viermal pro Woche gönnte ich mir eine Thai-Massage. Was anfangs fast wie Luxus wirkte, wurde zu einem festen Teil meines Lebens. Es half mir, mich zu entspannen, Stress abzubauen und meinen Körper neu wahrzunehmen. Gerade in einer so intensiven Stadt wie Bangkok war das ein wichtiger Ausgleich. Die Atmosphäre und der Geruch in den Massagesalons waren überall ähnlich und unverkennbar – Jasmin, Menthol, Kokos und pure Entspannung!
Thailand trifft Deutschland: Freundschaften und neue Perspektiven
Ein Auslandsaufenthalt bedeutet, dass man aus der gewohnten Komfortzone tritt. Ich musste mich in einer fremden Sprache, einer fremden Kultur und einer völlig neuen Stadt zurechtfinden. Genau darin lagen der Reiz und das Geschenk.
Ich habe in dieser Zeit Freundschaften geschlossen, die mir viel bedeuten. Gemeinsam haben wir Märkte erkundet, Ausflüge gemacht und Nächte in Rooftop-Bars verbracht. Diese Begegnungen haben meinen Aufenthalt so wertvoll gemacht, weil sie mir gezeigt haben, wie verbindend Offenheit und Neugier sein können.

Open Hearts and Open Minds: Warum Zeit im Ausland unbezahlbar ist
Heute weiß ich, dass Zeit im Ausland zu verbringen, eine der besten Investitionen für die berufliche und die persönliche Entwicklung ist.
Beruflich: Man lernt, flexibel zu sein, sich auf neue Situationen einzustellen und in internationalen Teams zu arbeiten. Das sind Fähigkeiten, die in einer globalisierten Arbeitswelt entscheidend sind.
Persönlich: Man wächst über sich hinaus, gewinnt Selbstvertrauen und entdeckt neue Seiten an sich. Vor allem lernt man, dass es viele Wege gibt, ein gutes Leben zu führen – nicht nur den, den man von zuhause kennt.
Zwischenmenschlich: Man knüpft Kontakte und Freundschaften, die den eigenen Horizont erweitern und oft lange bestehen bleiben.

Das Praktikum am Goethe-Institut Bangkok: Mein Fazit
Mein Praktikum beim Goethe-Institut Bangkok war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe wertvolle Arbeitserfahrung gesammelt, die Kultur Thailands intensiv erlebt, Freundschaften geschlossen und gelernt, Selbstfürsorge in den Alltag einzubauen.

Bangkok hat mir gezeigt, dass Leben und Arbeiten im Ausland nicht nur ein Abenteuer ist, sondern auch eine Chance, sich selbst besser kennenzulernen und mit neuen Perspektiven zurückzukehren.
Do what you love – für mich bedeutet das: neugierig bleiben, neue Kulturen entdecken und das Leben auch außerhalb der eigenen Komfortzone zu genießen.

Praktikum in Thailand – jetzt bist DU dran!
Du bist so ein Thailand-Fan wie Sarah und ich oder wurdest gerade zu einem ? Großartig! Teile deine Erfahrungen aus diesem wunderbaren Land mit mir, wenn du demnächst mal dort bist! Ich freue mich: hi@dowhatyouloveacademy.de!
Und wenn du dich nun fragst, ob du eigentlich der Typ für ein Auslandsjahr nach dem Abi bist und dir 12 Monate weg von Zuhause gefallen könnten, dann finde es heraus! In meinem Starter Guide für 0 Euro findest du einen kleinen Test mit Fragen, die dir eine erste Einschätzung geben, ob ein Auslandsjahr etwas für dich wäre. Also, check it out und folge mir bei Instagram, wenn du es nicht eh schon tust. Viel Spaß und bis bald!





Ein wunderschöner und eindrucksvoller Bericht!
Hi Andreas! Vielen Dank für deinen Kommentar – und ja, das finde ich auch! :-) Liebe Grüße!