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Sparen fürs Auslandsjahr nach dem Abi (Teil 1): Weniger Geld ausgeben


Sparen fürs Auslandsjahr – na, schon dran gedacht? Wenn du nach dem Abi ins Ausland starten willst, dann solltest du das. Denn ein Auslandsjahr nach dem Abi kostet Geld. Fakt. Völlig unabhängig davon, für welche Art von Auslandsjahr du dich entscheidest und ob du während deines Auslandsjahrs ein Einkommen hast oder nicht. Denn schon in der Planungsphase deines Auslandsjahrs kommen Kosten auf dich zu.

Denk beispielsweise an Visum, Flüge, Versicherungen und die Kosten für Reiseimpfungen. Da können je nach Zielland schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen.

Außerdem willst du einen großzügigen Notgroschen auf deine Reise mitnehmen. Zu deiner eigenen Sicherheit, damit du Notfälle, wie Krankheit oder Einkommensausfälle, finanziell abfedern kannst.

Sparen fürs Auslandsjahr ist immer ein Must - unabhängig vom Zielland.
Sparen fürs Auslandsjahr ist immer ein Must – unabhängig vom Zielland.

Stell dir vor, du hast im Ausland plötzlich Unkosten, auf die du finanziell nicht vorbereitet bist. Du wirst dein Gastland schneller verlassen müssen, als du das Wort „Sparen“ aussprechen kannst. Auf eigene Kosten übrigens.

Also: Ein gut gefüllter Notgroschen ist zwingend notwendig (du verlässt Deutschland NIEMALS ohne!). Bedeutet für dich also Hintern zusammenkneifen und: Sparen fürs Auslandsjahr! Je früher du anfängst, dir einen Plan zu machen, desto mehr kannst du bis zu deiner Abreise ansparen.

Meine zehn Tipps helfen dir dabei. Los geht’s!

Der erste Baustein: Weniger Geld ausgeben

Sparen fürs Auslandsjahr gelingt grundsätzlich mithilfe von zwei Bausteinen: Erstens, die Ausgaben zu reduzieren, also weniger Geld auszugeben. Und zweitens, die Einnahmen zu erhöhen, also mehr Geld einzunehmen.

In diesem Artikel geht’s los mit dem ersten Baustein: Weniger Geld ausgeben.

Sparen fürs Auslandsjahr heißt: Weniger Geld ausgeben.
Sparen fürs Auslandsjahr heißt: Weniger Geld ausgeben. @Jaisalmer, Indien.

Tipp 1: Starte mit einem Haushaltsbuch

Klingt antik, ist aber eine wahre Wunderwaffe, um einen Überblick im Chaos der Finanzen zu bekommen. Und ist übrigens nicht nur für Hausmänner und Hausfrauen gedacht, sondern auch für dich als zukünftige Weltenbummlerin.

Ein Haushaltsbuch ist im Prinzip eine Einnahmen- und Ausgabenübersicht. Der Sinn ist, dass du eine Zeit lang all deine Einnahmen und all deine Ausgaben aufschreibst bzw. trackst.

Ich führe meins als Excel-Liste. Das Haushaltsbuch ist aber auch als App zu haben. Welche du nimmst, ist im Endeffekt egal, denn sie funktionieren alle gleich. Du gibst regelmäßig deine Einnahmen und Ausgaben ein und die App rechnet hoch.

Am Ende des Monats siehst du, wieviel Geld du ausgegeben hast und wofür. Und ob dir unterm Strich Geld übrig geblieben ist oder nicht. Klingt erstmal nach öder Fleißarbeit, zahlt sich aber in jedem Fall aus.

Denn damit Sparen fürs Auslandsjahr überhaupt klappt, musst du erst einmal wissen, was du monatlich überhaupt zur Verfügung hast und an welchen Ausgaben du theoretisch schrauben könntest.

Also – führe mindestens einen Monat lang ein Haushaltsbuch, um ein Gefühl und einen Überblick über deine Finanzen zu bekommen. Die meisten Haushaltsbuch-Apps sind übrigens kostenlos. Schau, schon was gespart bzw. nix ausgegeben! 😉

Sparen fürs Auslandsjahr heißt auch: Chaos im Geldbeutel beseitigen.
Chaos im Geldbeutel? Führe ein Haushaltsbuch. @Udaipur, Indien.

Tipp 2: Weg mit sinnlosen Abos

Na, in die Abofalle getappt? Das bist du, wenn du regelmäßig für Abos bezahlst, die du gar nicht (mehr) nutzt. Und vielleicht auch schon vergessen hast, dass du sie überhaupt hast. Der Klassiker: Das Fitnessstudio. Einmal hingegangen und dann nie wieder, aber immer schön weiter bezahlt. Ertappt? Jahaa. Ging mir auch so.

Aber auch Netflix und Co. können dich unnötig Geld kosten. Wenn du zu viele Streaming-Abos hast und so viel gar nicht gucken kannst. Oder Spotify. Brauchst du wirklich alle Features der Premium-Version oder reicht da auch die Free-Version?

Dein Handyvertrag. Vielleicht mit XXL-Datenpaket abgeschlossen, aber nie so viel Datenvolumen gebraucht. Wir sind halt auch die meiste Zeit im W-Lan unterwegs, gell?

Deshalb: Sparen fürs Auslandsjahr geht an dieser Stelle eigentlich ganz einfach. Überleg mal, was du nicht nutzt, dich aber regelmäßig Geld kostet. Da kann doch sicher was weg, oder? Den Handyvertrag kannst du vielleicht auch downgraden, garantiert bei der nächsten Vertragsverlängerung.

Sobald du dir im Klaren bist, welche Ausgaben du regelmäßig hast, dann tracke sie in deiner Haushaltsbuch-App. Denn bei der Mission „Sparen fürs Auslandsjahr“ gilt: Überblick ist King! Beziehungsweise Queen.

Weltenbummeln kostet Geld. Mit dem richtigen Plan gehst du nicht pleite.
Weltenbummeln kostet Geld. Mit dem richtigen Plan gehst du nicht pleite. @Indien.

Tipp 3: Sag Gebühren den Kampf an

Sparen fürs Auslandsjahr geht auch beim Banking ganz gut. Wo hast du eigentlich dein Girokonto? Fast jede Bank oder Sparkasse bietet ein Schülerkonto oder Jugendkonto an, das bis zu einer gewissen Altersobergrenze (oft 25 Jahre, manchmal auch 28 Jahre) für dich kostenlos ist.

Macht also auf den ersten Blick keinen Unterschied, bei welcher Bank oder Sparkasse du dein Jugendkonto eröffnest? Oh doch, macht es. Denn der Teufel steckt im Detail. Und wenn du nicht genau hinsiehst, überfallen dich die Gebühren hintenrum quer durchs Auge. Was meine ich damit?

Wofür du ein Girokonto wirklich brauchst, ist Folgendes: Du willst dein Taschengeld, Geldgeschenke von Verwandten und Einnahmen aus einem Nebenjob nicht nur auf ein Girokonto einzahlen und dort sicher aufbewahren, sondern dir auch flexibel wieder auszahlen.

Wenn du mit Freund*innen in der Stadt unterwegs bist und Bargeld brauchst, willst du einfach an den nächsten Geldautomaten gehen und dort Geld von deinem Konto abheben.

Und schon da lauert die erste Gebührenfalle. Denn nicht alle Banken und Sparkassen bieten dir eine kostenlose Bargeldabhebung an ALLEN Geldautomaten. Beispiel Sparkasse. Sie wirbt damit, dass du dir an „rund 23.000 Sparkassen-Geldautomaten in Deutschland kostenlos Bargeld auszahlen“ lassen kannst. Bedeutet: Eben nur da. Und nirgendwo anders.

Wer im Ausland shoppen will, sollte die richtige Bank für sein Konto wählen.
Wer im Ausland shoppen will, sollte die richtige Bank für sein Konto wählen.

Gehst du mit deiner Sparkassen-Girocard zu einem Geldautomaten der Deutschen Bank, weil der praktischerweise genau vor deiner Nase steht, verlangt die Sparkasse eine Gebühr von dir. Die wird dir zusammen mit deinem ausgezahlten Geld direkt vom Konto abgezogen.

Die meisten Geldinstitute verlangen zwischen 4 und 6 Euro für eine solche Fremdabhebung. Hmm. Not so good. Denn diese Gebühr geht von deinen Ersparnissen für dein Auslandsjahr weg. Zehnmal fremd abgehoben und zack! Schon sind rund 50 Euro weg. Das muss echt nicht sein.

Die nächste Gebührenfalle lauert, sobald du deutschen Boden verlässt. Und zwar big time! Egal, ob du für einen Wochenendtrip nach Italien fährst oder für ein Auslandsjahr nach Australien ziehst. Sobald du im Ausland Geld abheben willst, schnappt die Gebührenfalle rigoros zu.

Fremdautomatengebühr, Auslandsgebühr plus Wechselkursgebühr, sobald du den Euro-Raum verlässt und zum Beispiel Australische Dollar in Euro umgerechnet werden müssen. Der Gebührenkatalog von Banken und Sparkassen für Auslandsabhebungen (oder auch einfach Zahlungen im Ausland) ist oft lang und schwer zu durchschauen. Ich will hier gar nicht weiter ins Detail gehen.

Was du als clevere Weltenbummlerin aber willst, ist, so einfach und so flexibel wie möglich überall an Geld zu kommen. Gleichzeitig willst du unnötige und überhöhte Gebühren vermeiden. Also was tun?

Erstens: Such dir einen Kontoanbieter, mit dessen Karte du an jedem Geldautomaten in Deutschland (und vielleicht sogar im EU-Ausland) kostenlos Geld abheben kannst. Ohne nachdenken zu müssen, wo das nun geht und wo nicht und ob nun eine Gebühr anfällt oder nicht. Das ist mal die Grundlage. Zweitens: Denk an dein Auslandsjahr. Welcher Kontoanbieter hat kostenlose oder günstige Möglichkeiten, im Ausland an Bargeld zu kommen?

Leg den Gebühren-Stopp ein! Das richtige Konto hilft beim Sparen fürs Auslandsjahr.
Leg den Gebühren-Stopp ein! Das richtige Konto hilft beim Sparen fürs Auslandsjahr. @Sharjah, UAE.

Soviel vorab: Die Hausbank deiner Eltern an der Ecke wird es nicht sein. Generell gilt: Online-Banken haben in Sachen Gebühren im Vergleich zu Filialbanken so gut wie immer die Nase vorn! Warum?

Weil sie keine Filialen unterhalten müssen und daher weniger Miet- und Personalkosten haben. Diese Einsparungen können sie an ihre Kund*innen in Form von besseren Kontokonditionen weitergeben.

Im Hinblick auf unsere Mission „Sparen fürs Auslandsjahr“ hast du also folgende To Dos: Wenn du schon ein Jugendkonto hast, lies die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu anfallenden Gebühren oder lass dich von einem Bankmitarbeiter dazu aufklären.

Behalte deinen Auslandsaufenthalt im Hinterkopf und finde heraus, zu welchen Konditionen du weltweit Geld abheben und bezahlen kannst. Wenn du noch kein Konto hast, entscheide dich für einen Anbieter, der dir kostenlos möglichst viel Flexibilität für deine Bankgeschäfte gibt. Sparen fürs Auslandsjahr ist also auch in diesem Bereich gar nicht schwierig.

Tipp 4: Wende die „3x-Schlafen-Regel“ an

Endlich Samstag, keine Schule, endlich was gönnen. Du bist in Shoppinglaune. Die neue Tasche, die coole Jacke und die angesagten Sneakers. Alles nice, aber leider alles: teuer! Eins ist klar: Wenn du alles kaufst, siehst du zwar cool aus. Aber mit jedem teuren Kleidungsstück und mit jedem Coffee-to-go auf deiner Shoppingtour rückt dein Auslandsjahr nach dem Abi in immer weitere Ferne.

Denn ständig nach Herzenslust shoppen und gleichzeitig Geld sparen fürs Auslandsjahr geht selten zusammen. Wenn du nicht mit Eltern gesegnet bist, bei denen Geld keine Rolle spielt, musst du dich also fragen: Kaufe ich A? Oder spare ich für B? Entweder – oder.

Aber keine Angst, es ist nicht immer komplett schwarz-weiß. Du musst nicht auf jeden Spaß verzichten, um für ein Auslandsjahr nach dem Abi zu sparen. Das macht auch nicht glücklich. Es geht um das gesunde Mittelmaß zwischen Ausgeben und Sparen.

Sparen fürs Auslandsjahr bedeutet auch: Clevere Kaufentscheidungen zu treffen.
Sparen fürs Auslandsjahr bedeutet auch: Clevere Kaufentscheidungen zu treffen.

Es geht darum, zu überlegen: Ist diese Tasche etwas, das ich wirklich brauche? Wieviele Paar Sneakers fliegen bei mir zu Hause schon rum? Muss ich am Tag wirklich drei Getränke bei Starbucks ziehen, zu je 5,95 EUR? Oder reicht vielleicht auch mein Lieblingsgetränk, also eins?

Es geht nicht darum, auf alles zu verzichten. Es geht darum, zu priorisieren, also zu überlegen: Was ist mir sehr wichtig, was weniger wichtig und worauf kann ich verzichten? Es geht darum, für dich selbst Entscheidungen mit Köpfchen zu treffen.

Für unsere Mission „Sparen fürs Auslandsjahr“ gebe ich dir folgenden Tipp: Wende die „3x-Schlafen-Regel“ an. Bedeutet: Du siehst etwas, das du auf den ersten Blick unbedingt haben willst. Egal, ob online oder im Geschäft. Anstatt es aber impulsartig zu kaufen, vertagst du den Kauf.

Du schläfst drei Nächte darüber. Wenn du dann, also an Tag 4, immer noch an das Kleidungsstück (oder was auch immer) denkst, kaufst du es. Wenn du es mittlerweile vergessen hast, hat sich der Kauf erledigt. Bedeutet: Das Teil ist dir doch nicht so wichtig gewesen, wie du zuallererst dachtest.

Ich wende diese Regel so gut wie immer an. Und meistens ist es so, dass ich nach vier Tagen schon längst vergessen habe, was ich ursprünglich einmal kaufen wollte. Funktioniert für mich also recht gut. Probier’s doch mal aus!

Glücklich mit Schals aus Dubai in Sharjah :-)
Glücklich mit Schals aus Dubai in Sharjah 🙂

Tipp 5: Mach bei einer Spar-Challenge mit

Ich bin davon überzeugt: Sparen fürs Auslandsjahr ist einfach und kann richtig Spaß machen. Und zwar dann, wenn wir das Gefühl haben, beim Sparen auf nichts verzichten zu müssen. Und wenn wir zusammen mit Freund*innen sparen können, ist das Ganze umso motivierender.

Deshalb empfehle ich dir, dir eine Freundin zu schnappen und gemeinsam bei einer Spar-Challenge mitzumachen. So kommst du am Anfang ganz easy und spielerisch ins Thema Sparen rein.

Eine simple Spar-Challenge, die ich sehr gerne mache, ist die sogenannte „5-Euro-Challenge“. Worum geht’s da? Ein Jahr lang wirst du jeden 5-Euro-Schein, den du in die Hände bekommst, sparen. Für 5-Euro-Scheine gilt also ab sofort: ausgeben verboten!

Bei deinem Taschengeld ist ein 5-Euro-Schein dabei? Perfekt – weg damit. Aus dem Geldautomaten kommen zwei 5-Euro-Scheine? Bingo! Die legst du zur Seite. Deine Oma steckt dir einen Fünfer zu? Jackpot!

Nimm dir jetzt einen Briefumschlag und beschrifte ihn mit den Worten „Ersparnisse für mein Auslandsjahr nach dem Abi“ und dem heutigen Datum. So weißt du, wann du mit der Spar-Challenge angefangen hast. Lege ihn an einen sicheren Ort und du bist ready to go!

Jeder 5-Euro-Schein wandert ab sofort in diesen Umschlag. Du kannst direkt deinen Geldbeutel nach Scheinen durchsuchen. Echt einfach, oder? Damit es eine richtige Challenge ist, sollte deine Freundin genau dasselbe tun und ihr solltet am gleichen Tag starten. Teile auch meinen Instagram-Account mit ihr, damit ihr beide immer up-to-date bleibt.

Mit der 5-Euro-Challenge ist Sparen fürs Auslandsjahr kinderleicht.
Mit der 5-Euro-Challenge ist Sparen fürs Auslandsjahr kinderleicht. @Dubai, UAE.

Macht beispielsweise am Ende jeden Monats zusammen Kassensturz und vergleicht: Wer hat wieviele 5-Euro-Scheine im Umschlag? Ich garantiere dir: Du wirst schon nach sechs Monaten viel mehr Geld in deinem Umschlag haben, als du dir heute auch nur vorstellen kannst.

Und du wirst nicht einmal mitbekommen haben, dass du immer wieder Geld zur Seite gelegt hast. Es wird dir nicht auffallen und du wirst während der Spar-Challenge auf nichts verzichten müssen. Versprochen! Also, worauf wartest du?

Los geht’s mit dem Sparen fürs Auslandsjahr! Ich freue mich, wenn du nach drei Monaten schon mal deinen Spar-Zwischenstand mit mir teilst: hi@dowhatyouloveacademy.de oder natürlich bei Instagram.

Sparen fürs Auslandsjahr – so geht’s weiter!


In diesem Artikel haben wir uns den ersten Baustein zum Thema „Sparen fürs Auslandsjahr“ angesehen. Nämlich, wie es dir gelingt, weniger Geld auszugeben und mehr Geld beiseite zu legen.

Ich habe dir fünf konkrete Strategien an die Hand gegeben, die dir helfen, dir erstmal einen Überblick über deine Finanzen zu verschaffen. Und dann deine Ausgaben mit Köpfchen zu reduzieren. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.

In Teil 2 drehen wir an der zweiten wichtigen Schraube: Wir erhöhen deine Einnahmen! Zum Artikel „Sparen fürs Auslandsjahr (Teil 2): Mehr Geld einnehmen“ geht’s hier entlang. Bis gleich!

Starte ins Ausland nach dem Abi

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