Wenn du ein Auslandsjahr nach dem Abi planst, solltest du dir frühzeitig über das Thema Geld Gedanken machen. Dass schon während der Planung eines Auslandsjahres einige Kosten auf dich zukommen, hast du bereits in meinem Blogartikel „Sparen fürs Auslandsjahr (Teil 1): Weniger Geld ausgeben“ erfahren.
Dort habe ich dir außerdem fünf Tipps an die Hand gegeben, mit denen du im Alltag ganz leicht weniger Geld ausgibst und so Ersparnisse für dein Auslandsjahr anlegst.
Über das Thema Sparen fürs Auslandsjahr und was überhaupt gute und sinnvolle Auslandsmöglichkeiten nach dem Abi sind, darüber spreche ich übrigens regelmäßig vor Schulklassen. Zur Buchung meiner Auslandspräsentation für Schülerinnen und Schüler geht’s hier entlang.

Aber jetzt geht’s erstmal weiter mit dem Thema Sparen fürs Auslandsjahr. In Teil 1 ging also darum, mit einfachen Methoden deine Ausgaben zu reduzieren. Und zwar ohne im Alltag auf Dinge verzichten zu müssen, die dir Spaß machen. Falls du den ersten Teil zum Thema Sparen fürs Auslandsjahr noch nicht gelesen hast, geht’s hier entlang. Und wenn du dir jetzt denkst: So ein Auslandsjahr nach dem Abi, das wäre was für dich, dann bist du hier genau richtig!
Denn um dich genau bei dem Thema Auslandsjahr an die Hand zu nehmen und dir dabei zu helfen, dein Auslandsjahr nach dem Abi nicht nur selbst zu organisieren (ohne auf ein überteuertes Angebot eines Reisebüros hereinzufallen), sondern auch selbst zu finanzieren und dann sicher und top vorbereitet in dein Auslandsjahr zu starten, habe ich DOWHATYOULOVE.ACADEMY gegründet und mein Mentoring ins Leben gerufen.
Mein Mentoring ist meine persönliche 1:1-Begleitung für dich, in der wir dich gemeinsam auf dein Auslandsjahr deines Lebens vorbereiten. Völlig egal übrigens, in welches Land du willst. Ich teile all mein Wissen, meine Strategien und meine Erfahrungswerte in der Welt mit dir, damit dein Start ins Auslandsjahr ein voller Erfolg wird und du dich gut vorbereitet fühlst. Und natürlich genug Geld auf dem Konto hast. Klingt gut? Zum Mentoring geht’s hier entlang, ich freue mich auf dich!
Das sagt übrigens mein Mentee Véronique über das Mentoring. Véronique will ein Jahr zu einem Auslandspraktikum nach Malaysia – gemeinsam haben wir uns unter anderem ihre Finanzplanung für ihr Auslandsjahr angsehen. Danke, Véronique!

Jetzt sehen wir uns Baustein 2 an, der beim Sparen fürs Auslandsjahr wichtig ist, nämlich: Mehr Geld einzunehmen. Ich habe auch diesmal fünf Tipps für dich, mit denen du als Schülerin deine Einnahmen erhöhen und mehr Geld für dein Auslandsjahr zusammenbekommen kannst. Also, los geht’s!
*Wir nutzen die weibliche Anredeform, sprechen damit aber alle Auslandsfans (w/m/d) an.
Der zweite Baustein: Mehr Geld einnehmen
Wenn du für ein großes Ziel wie ein Auslandsjahr sparen willst, musst du prinzipiell an zwei Stellschrauben drehen: Du musst deine Ausgaben reduzieren und deine Einnahmen als Schülerin erhöhen. Daran geht kein Weg vorbei, wenn du nicht mit Eltern gesegnet bist, die dir dein Auslandsjahr finanzieren.
Ich hatte diese Eltern übrigens auch nicht. Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter blieb mir nichts anderes übrig, als selbst kreativ zu werden. Ich musste Wege finden, um meinen Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi selbst zu verwirklichen.
Soviel vorab: Ich habe es geschafft, mir 15 Monate in den USA ohne Unterstützung von Zuhause selbst zu finanzieren. Und dir gelingt das auch! Was man übrigens als deutsche Abiturientin in den USA machen kann, habe ich hier für dich: When Your Best Friend is Snow White: 8 Reasons Why the Disney International Program Will Change Your Life Forever.
Denn ein Jahr arbeiten bei Disney im sonnigen Florida und dabei auch noch die USA bereisen ist das wohl Beste, was dir nach dem Abi passieren kann. Zumindest habe ich es so empfunden. Im Artikel erfährst du, wie genau der Traumjob bei Disney aussieht und wie man sich dafür bewirbt. Und wenn du wissen willst, ob du der Typ für ein Auslandsjahr bist, dann schnapp dir meinen Starter Guide für 0 Euro und finde es heraus.
Aber jetzt geht’s los mit meinem Tipp 1 zum Thema Sparen fürs Auslandsjahr!

Tipp 1: Mach einen Kassensturz!
Bevor du anfangen kannst, dir einen Finanzplan zu machen und deine Einnahmen strategisch zu erhöhen, benötigst du eine Grundlage: den Kassensturz! Mit dem Kassensturz kannst du sofort loslegen. Kassensturz heißt: Du schaust, wie viel Geld du überhaupt hast.
Sparen fürs Auslandsjahr heißt auch, smart zu planen: Wo flattern Scheine rum? Wie viel steckt im Geldbeutel? Was schlummert auf Sparkonten? Was ist in der letzten Geburtstagskarte von Oma noch drin? Check das und schreib es auf. Nimm dir am besten direkt einen Zettel und schreib darauf: „Kassensturz – Meine Ersparnisse für mein Auslandsjahr am (heutiges Datum)“.
Wie du als nächsten Schritt zukünftig deine Einnahmen und Ausgaben trackst und warum das wichtig ist, habe ich dir im Artikel „Sparen fürs Auslandsjahr (Teil 1): Weniger Geld ausgeben“ erklärt. Die Wunderwaffe dabei heißt Haushaltsbuch.
Solltest du noch kein Jugendkonto oder Sparkonto haben, findest du in diesem Artikel auch nützliche Hinweise zu Gebührenfallen bei vermeintlich kostenlosen Jugendkonten. Also, check it out!
Aber zurück zum Thema Kassensturz. Ziel der Aktion ist, dass du ein Gespür für deine Finanzen bekommst und weißt, wie viel Geld du besitzt. Sobald du weißt, was du hast, mach den folgenden Test: Schau mal, was ein Return Flight, also Hin- und Rückflug, in dein Lieblingsland kosten würde. Das geht zum Beispiel bei fluege.de oder Skyscanner.

Gib einen Abflughafen in der Nähe deines Wohnortes, einen Zielflughafen und einfach mal ein beliebiges Datum ein. Dann lässt du dir die Flugpreise anzeigen. So hast du einen ersten Anhaltspunkt, wie viel dich allein der Flug in dein Auslandsjahr etwa kosten würde und wie weit du nach dem Kassensturz von diesem Betrag entfernt bist.
Und wenn du dir jetzt denkst: Muss ich mich wirklich selbst um meine Flüge kümmern? Yup – musst du! Die Alternative ist, dass du einem Reisebüro viel Geld dafür bezahlst, dass es dir dein Leben (und deine Flüge) organisiert, was weder finanzschlau ist, noch dich in irgendeiner Form nach vorne bringt. Mehr dazu habe ich hier für dich: Ohne Organisation ins Ausland: 5 gute Gründe, dein Auslandsjahr in Eigenregie umzusetzen.
Erledigt? Super, dann weiter zum nächsten Tipp!
Tipp 2: Lass dir ab sofort Geldgeschenke machen!
Nach dem Kassensturz weißt du nun, wie es um deine Finanzen steht. Du weißt, wie viel Geld dir gehört. Vermutlich wird es für ein Auslandsjahr noch lange nicht genug sein. Nun ist es also an der Zeit, darüber nachzudenken, wie du deine Einnahmen erhöhen kannst. Du willst und musst ab sofort mehr Geld zur Seite legen, denn deine Mission lautet schließlich: Sparen fürs Auslandsjahr. Also, was tun?
Schritt Nummer 1: Sag unnützen Geschenken den Kampf an! Das hundertste Paar Weihnachtssocken, irgendwelcher Dekokram der Marke Staubfänger, der fünfte Schlafanzug, auf den du noch nie Bock hattest. Du musst deine Verwandtschaft dazu erziehen, diese Geschenke in Zukunft sein zu lassen.
Was sie dir stattdessen schenken sollen, ist Geld. Easy und simpel. Leicht zu erklären und für Onkel, Tante und Co. hoffentlich genauso leicht umzusetzen. Eine süße Weihnachtskarte mit hübschem Schein drin – das ist alles, was du brauchst, um deinem Ziel, nämlich Sparen fürs Auslandsjahr, näher zu kommen.

Merke: Bei der Finanzierung fürs Auslandsjahr gilt: Du brauchst Geldgeschenke. Immer und überall! Zum Geburtstag, zum Zeugnis, zu Weihnachten. Geldgeschenke sind deine allerbesten Freunde. Und nicht irgendwelcher Kruscht, der kaputtgeht, einstaubt oder einfach nur sinnlos ist.
Und wo du dich ein Jahr später eh nicht mehr erinnerst, dass du das Zeug überhaupt hast. Also, Schluss damit! Dein Motto muss ab sofort lauten: Nur Bares ist Wahres. Und genauso ist es, wenn du Sparen fürs Auslandsjahr ernsthaft betreiben willst.
Apropos Geschenke: Wenn du in ein Auslandsjahr startest, darfst du nie vergessen, kleine Aufmerksamkeiten für deine neuen Freunde in der Welt mitzubringen. Meine besten Geschenkideen habe ich hier für dich: So machst du Gastfamilie & Co. Happy: 8 Ideen für großartige Geschenke fürs Auslandsjahr. Einer meiner Geheimtipps ist übrigens die Spätzleparty im Ausland. Was es damit auf sich hat – klick dich rein! :-)
Schritt Nummer 2, um deine Auslandskasse zu füllen: Verhandle mehr Taschengeld! Als Schülerin ist Taschengeld wahrscheinlich deine einzige regelmäßige Einnahmequelle – zumindest so lange, bis du dir einen Nebenjob suchst, aber dazu später mehr. Wie viel Taschengeld für dein Alter angemessen ist, kannst du übrigens in der Taschengeldtabelle 2024 nachlesen.
Wenn du unter dem Richtwert liegst, solltest du definitiv mit deinen Eltern ins Gespräch gehen. Aber auch sonst. Versuch auf jeden Fall, eine Erhöhung deines Taschengelds zu verhandeln. Denn jeder Euro hilft dir, mehr Geld für dein Auslandsjahr beiseite zu legen und dein Ziel schneller zu erreichen.

Übrigens ist Sparen fürs Auslandsjahr nicht nur ein notwendiges Übel, wenn du nach der Schule in die Welt ziehen willst (zumindest für die meisten). Selbst wenn deine Eltern theoretisch genug Geld haben, um dir dein Auslandsjahr zu finanzieren, also um dir mal eben 15.000 bis 20.000 Euro aufs Bankkonto zu legen, don’t do it!
Denn du beraubst dich deiner eigenen Lernkurve, wenn du dir von deinen Eltern dein Auslandsjahr finanzieren lässt. Welchen Mehrwert es dir bringt, wenn du dich selbst um die Finanzierung fürs Auslandsjahr kümmerst, habe ich hier für dich, falls du den Artikel nicht eh schon gelesen hast: Hello, Money Mindset! 4 Gründe, warum DU als Abiturientin dein Auslandsjahr finanzieren solltest – und nicht deine Eltern. Check it out! Denn das Sparen fürs Auslandsjahr solltest du niemals aus der Hand geben.
Tipp 3: Weg mit dem unnützen Zeug!
Deine Verwandtschaft weiß jetzt also, dass sie nicht mehr mit Kruscht-Geschenken um die Ecke kommen braucht. Aber was tun mit den Flop-Geschenken der letzten Jahre? Genau – du verwandelst sie in Kohle! Ganz nach dem Motto: Des einen Leid, des anderen Freud!
Ich garantiere dir: Du findest für deine Geburtstags- und Weihnachts-Flops sicherlich unzählige dankbare Abnehmer*innen, die sich sehr über die Kruscht-Schnäppchen freuen werden. Die Einnahmen aus den Verkäufen gibst du aber nicht aus, sondern steckst sie in dein Ziel „Sparen fürs Auslandsjahr“.
Wo findest du nun die dankbaren Kruscht-Käufer*innen? Im Netz bei Ebay Kleinanzeigen, Vinted und Co. und natürlich auf dem Flohmarkt. Der Flohmarkt ist mein persönlicher Favorit und ein wahres Flopartikel-Paradies.
Aus eigener Flohmarkterfahrung kann ich dir sagen, dass du als Kruscht-Verkäuferin ganz schnell hundert Euro und mehr zusammenkriegen kannst. No kidding! Vorausgesetzt natürlich, dass die Verkaufsartikel in gutem Zustand sind. Du solltest Flop-Geschenke also auch immer in ihrer Originalverpackung lassen – dann bekommst du später mehr Geld dafür!
Außerdem schonst du Ressourcen und wirst zur Nachhaltigkeits-Queen, wenn du nicht benötigte Gegenstände weitergibst. Flop-Geschenke wegzuwerfen, ist also die schlechteste Option. Tu es nicht! Nimm sie mit auf den Flohmarkt, mach damit andere Menschen glücklich, möble deine Ersparnisse auf und tu was für die Umwelt.

Du siehst: Sparen fürs Auslandsjahr kann richtig Spaß machen und du kannst dabei etwas Gutes bewirken, indem du Umwelt und Mitmenschen eine Freude bereitest. Gleichzeitig hast du den Keller leer und die Schubladen easy entrümpelt. Ein dreifacher Jackpot, sozusagen.
Und wenn du dich jetzt fragst, was du im Vorfeld deines Auslandsjahres abgesehen vom Sparen noch bedenken musst, dann habe ich das hier für dich: Meine 10 Tipps fürs Auslandsjahr: Wie du Herausforderungen erfolgreich meisterst und deine Erfahrung maximierst. Da gibt es noch so einige Punkte, mit denen du besser fährst, wenn du sie frühzeitig bedenkst. Also klick dich rein! :-)
Tipp 4: Schnapp dir einen Nebenjob!
Geldgeschenke und Flohmarkt-Verkäufe sind nur zwei Säulen auf deinem Weg ins Auslandsjahr. Extrem mächtig ist die dritte Säule: der Nebenjob! Gewusst? Schon ab 13 Jahren sind kleinere Schülerjobs mit Einwilligung deiner Eltern möglich.
Ab 16 Jahren kannst du in Sachen Nebenjob Vollgas geben – natürlich innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen für Jugendarbeit in Deutschland und sofern die Schule nicht unter dem Job leidet. Mit 16 kannst du beispielsweise Regale im Supermarkt auffüllen oder im Eisladen aushelfen. Mit 17 kannst du mehr Verantwortung übernehmen und zum Beispiel in Geschäften an der Kasse stehen.
Ich habe von 17 Jahren bis kurz vor dem Abi immer samstags im Möbelhaus an der Kasse gearbeitet und jede Menge Kruscht abkassiert, um meine Finanzierung fürs Auslandsjahr selbst zu wuppen. Das hat mir jeden Monat viel Geld aufs Konto gespült und zudem echt Spaß gemacht.
Generell gilt übrigens: Je mehr Verantwortung du trägst, desto höher fällt auch dein Stundenlohn aus. Beim Sparen fürs Auslandsjahr ist also ein Kassenjob effektiver als ein Job als Regaleauffüllerin. Und Zeitungen austragen ist vielleicht für 13-jährige interessant, die ihr Taschengeld aufbessern wollen.
Beim Sparen fürs Auslandsjahr ist der Zeitungsjob aber definitiv nicht die richtige Wahl, denn da ist der Stundenlohn einfach zu gering. Also Augen auf bei der Wahl des Nebenjobs! Denn was du willst, ist viel verdienen und wenige Stunden arbeiten, damit noch genug Zeit für die Schule bleibt.

Und wenn du dich nun fragst, was du im Nebenjob verdienen darfst – es ist eine ganz schöne Menge! Nämlich bis zu 538 Euro im Monat (Stand: Juni 2024). Theoretisch geht zwar auch mehr, aber das ist die gesetzliche Freibetragsgrenze. Heißt: Darauf zahlst du keine Steuern. Jetzt weißt du, warum der Nebenjob die Macht hat, deine Ersparnisse innerhalb von kurzer Zeit extrem in die Höhe zu katapultieren.
Wenn du in einem Schulfach sehr gut bist, kannst du auch über Nachhilfestunden nachdenken. Es gibt diverse Nachhilfeinstitute, die immer auf der Suche nach Nachhilfelehrerinnen für alle möglichen Fächer sind. Nachhilfestunden sind in der Regel ähnlich gut bezahlt wie Kassenjobs.
Wieviel du jeden Monat tatsächlich verdienen kannst, kannst du dir easy ausrechnen. Gehen wir von dem Kassenjob im Möbelhaus aus. Angenommen, der Stundenlohn beträgt 15,00 Euro. An einem Samstag bist du acht Stunden im Einsatz beim Abkassieren von Kruscht. Du verdienst an einem Samstag also 120,00 Euro.
In einem Monat mit vier Samstagen sind das stolze 480,00 Euro. Davon wird dir keine Steuer abgezogen, da der Verdienst unter der Freibetragsgrenze liegt. Dir werden am Monatsende also die ganzen 480,00 Euro auf dein Konto überwiesen. Alles. Tutti completti. Klingt nach irre viel? Yep, das ist es!
Überleg dir mal, wie viel du jeden Monat davon für dein Auslandsjahr zur Seite legen kannst. Und wie schnell deine Ersparnisse bei tausend Euro und mehr liegen werden. Der richtige Nebenjob ist eine wahre Wunderwaffe, denn er katapultiert dich straight in dein Auslandsjahr!

Der Nebenjob hilft dir, dir selbst deinen Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi zu erfüllen. Egal, was deine Eltern sagen, denken oder ob sie dir Geld für dein Auslandsjahr geben können oder nicht. Du allein hast die Power, dass dein Traum in Erfüllung geht. Und das ist doch ein richtig gutes Gefühl, oder nicht?
Übrigens ist ein erster Schülerjob deine perfekte Vorbereitung auf das, was nach dem Abi kommt. Denn du wirst bei der Frage „Wie finanziere ich ein Auslandsjahr?“ nicht darum herumkommen, dass du in irgendeiner Form im Ausland Geld verdienst.
Idealerweise hast du dabei auch noch eine gute Zeit, die dir viele neue Freundschaften und tolle Erlebnisse beschert. Meine Lieblingsjobs nach dem Abi habe ich übrigens hier für dich gesammelt, vielleicht ist ja was für dich nach dem Abi dabei: Strand, Spaßpark & Schiff: Das sind meine Top 3 der coolsten Auslandsjobs nach dem Abi (mit Urlaubsfeeling!). Viel Spaß beim Inspirierenlassen!
Tipp 5: Stell den Führerschein hinten an!
Wie ist das eigentlich mit dem Führerschein? Steht der auf deiner Wunschliste zu deinem 18. Geburtstag? Oder hast du darauf eh keine Lust, weil Autofahren aus Umweltgesichtspunkten echt unsexy ist? Und teuer ist Autofahren ja sowieso – denk an Autokauf, Versicherungen, Benzin und unzählige Strafzettel… ;-)
Worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Frag dich, ob du den Führerschein wirklich brauchst und wenn ja, wie dringend. Musst du ihn sofort zu deinem 18. Geburtstag haben, damit du als Queen of the Hood durch die Gegend kurven kannst? Oder wohnst du ohnehin in einem größeren Ort oder einer Stadt mit gutem Nahverkehrssystem? Könntest du also erstmal weiterhin mit Bus und Bahn von A nach B kommen?
Die Frage nach dem Führerschein spielt beim Thema Sparen fürs Auslandsjahr in der Tat eine wichtige Rolle. Warum? Weil der Führerschein teuer ist. Aktuellen Zahlen zufolge kostet dich der Führerschein zwischen 1.500 und 2.500 Euro.
Wie viel genau, das ist von deinem Bundesland und von der Anzahl der von dir benötigten Fahrstunden abhängig. Und wenn du durch die Theorie- oder Fahrprüfung rasselst, dann wird’s nochmal richtig viel teurer. Jede*r dritte Fahrschüler*in schafft eine der beiden Prüfungen übrigens nicht beim ersten Mal. Das ist kostentechnisch so richtig bitter.
Statt also einen Führerschein zu machen, den du vielleicht gar nicht sofort brauchst (oder gar nie brauchst), könntest du diese 1.500 bis 2.500 Euro genauso gut in deine Finanzierung fürs Auslandsjahr nach dem Abi stecken. Und den Führerschein auf deine Rückkehr aus dem Ausland vertagen. Oder auf den Zeitpunkt, wenn du deinen ersten Job und ein erstes Einkommen hast.
Ich habe meinen Führerschein übrigens mit 17 gemacht und seitdem so gut wie nie benötigt. Ich habe immer in Städten mit gutem Nahverkehrsnetz und chronischem Parkplatzmangel gewohnt. So kommt es, dass ich noch nie ein Auto besessen habe. Und wer kein Auto hat, der fährt auch nie. Beziehungsweise sehr selten. Hätte ich rückblickend den Führerschein gebraucht? Hmm. Eher nicht.

Was ich dir sagen will: Du musst nicht direkt mit 17 oder 18 den Führerschein machen, wenn du nicht tatsächlich so am A der Welt wohnst, dass er für dein weiteres Überleben unbedingt und absolut notwendig ist. Denk drüber nach, ob das viele Geld in einem Auslandsjahr nach dem Abi nicht sinnvoller aufgehoben ist.
Den Führerschein kannst du später immer noch machen – wenn du ihn denn dann noch benötigst. Vielleicht studierst du später auch in einer großen Stadt und das Thema Führerschein erledigt sich von selbst. Weil du in einer deutschen Großstadt einfach keinen brauchst.
Was du allerdings bedenken solltest, ist, ob du nicht während deines Auslandsjahrs Autofahren musst. Das wiederum hängt stark von deinem Zielland ab. Für großflächige Länder mit weiten Strecken und schlechtem öffentlichen Nahverkehrsangebot gilt: Hier wirst du tendenziell ein Auto benötigen oder zumindest eins mieten wollen.
Dazu zählen beispielsweise Australien, die USA oder auch Südafrika. In Teilen der USA und in Südafrika ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auch nicht sicher. Für diese Länder würde ich dir also einen Führerschein empfehlen, um ein Auto mieten zu können.
Für Länder wie etwa Thailand, China, Japan oder Singapur benötigst du definitiv keinen Führerschein. In den Städten ist der öffentliche Nahverkehr modern, zuverlässig und zu jeder Tages- und Nachtzeit auch für Frauen sicher. Außerhalb der Metropolen bringen dich Überlandbusse und Züge überall hin. Für kleines Geld und ebenfalls absolut sicher.
Autofahren hat in den meisten asiatischen Ländern gar keinen Sinn. Auch, weil wir die Verkehrsregeln nicht kennen und Verkehrsschilder oft nur in der Landessprache vorhanden sind. Das macht Autofahren dort stressig. Und es ist wie gesagt auch absolut nicht nötig, dir diesen Stress anzutun. Also denk drüber nach im Rahmen deiner Mission „Sparen fürs Auslandsjahr“.

Ich bin übrigens eine ziemlich große Asien-Liebhaberin und war schon ziemlich viel in allen möglichen asiatischen Ländern unterwegs. In welche kulturellen Fallen man sich da nichtsahnend setzen kann, habe ich hier für dich zusammengetragen. Also klick dich unbedingt rein, wenn ein Auslandsjahr in Asien auf deiner Agenda steht: Von China bis Japan: Die Top 10 der gemeinsten Auslands-Fettnäpfchen und wie du sie gekonnt umschiffst.
Apropos Asien: Falls dich interessiert, wie ein Praktikum in Thailand so aussehen könnte und warum ein Praktikum dort auch kostentechnisch eine richtig gute Entscheidung ist, dann schau mal hier: 90 Days in Bangkok: Warum ein Praktikum in Thailand auf deine To-Do-Liste muss! Ist einer der beliebtesten Artikel in meinem Blog.
Aber zurück zum Thema Sparen fürs Auslandsjahr. Falls dir Verwandte einen Zuschuss zu deinem Führerschein versprochen haben – erzähle ihnen von deinem Wunsch nach einem Auslandsjahr nach dem Abi. Und sage ihnen, dass du das Führerscheingeld gerne für dein Auslandsjahr verwenden möchtest.
Ich bin mir sicher, dass Tante, Onkel und Co. damit absolut gar kein Problem haben werden. Und wenn doch – egal! Dann gibst du Gas mit meinem Tipp 4!
Sparen fürs Auslandsjahr – You Can Do This!
Und, wie fühlst du dich? Überwältigt? Erleichtert? Erschlagen? Ich wünsche mir, dass ich dir mit meinen Tipps zum Thema Sparen fürs Auslandsjahr ein wenig Inspiration geben konnte. Nutze die Tipps als Anleitung, die dir hilft, in vielen kleinen Schritten deinem Traum vom Auslandsjahr nach dem Abi kontinuierlich ein Stück näher zu kommen.
Denn vergiß nicht: Du hast die Power, deinen Traum vom Auslandsjahr zu verwirklichen. Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps zum Sparen fürs Auslandsjahr zeigen konnte, dass du definitiv keine reichen Eltern brauchst, um nach dem Abi ins Ausland zu starten.
Was du brauchst, ist einen Plan und Köpfchen. Du brauchst die Fähigkeit, clevere Entscheidungen zu treffen. Und eine gewisse Hartnäckigkeit, die dir hilft, dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Und genau darum geht es hier bei DOWHATYOULOVE.ACADEMY.

Also, leg los mit Kassensturz, Haushaltsbuch und dem Sparen für dein Auslandsjahr. Denn je früher du beginnst, desto schneller bist du auch am Ziel. Falls du den Artikel „Sparen fürs Auslandsjahr (Teil 1): Weniger Geld ausgeben“ noch nicht gelesen hast, findest du ihn hier.
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